Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Ich denke, das sinnvollste wäre, jetzt einmal genau zu analysieren, wie hoch denn wirklich noch der Anteil der Kernenergie in D ist (...) Es müsste eine neutrale Studie her, weil die Politik viel zu sehr in einer schwarz/weiss Denke verhaftet ist. Ich schätze mal, der wahre Anteil der Kernenergie in D wird bei 15% liegen
Wieso sollte man der AG Energiebilanzen denn nicht trauen können?
Gemäß Bruttostromerzeugung 2010 sind es 22,6% PDF
und das sollte durch Importe von eneuerbaren Energien abzufangen sein.
Indem wir den Norwegern 98% ihres gesamten Stroms abkaufen? :mrgreen:
Wer könnte denn unsere 140 Mrd kWh Bedarf decken?
Da hätten wir (Leider nur Zahlen von 2007) Österreich mit 18 Mrd kWh Überschuss, Belgien mit 9, Tschechien mit 26, Dänemark mit 11, Finnland mit 3 Mrd kWh. Dann hätten wir schonmal 67 Mrd kWh und die sind bei weitem nicht Grün.
 
Ich denke, das sinnvollste wäre, jetzt einmal genau zu analysieren, wie hoch denn wirklich noch der Anteil der Kernenergie in D ist und wieweit man einen Teil davon durch Import von erneuerbaren Energien aus anderen Ländern abfangen kann. Es müsste eine neutrale Studie her, weil die Politik viel zu sehr in einer schwarz/weiss Denke verhaftet ist. Ich schätze mal, der wahre Anteil der Kernenergie in D wird bei 15% liegen und das sollte durch Importe von eneuerbaren Energien abzufangen sein. Dann kann man nach und nach selbst dafür sorgen, eigene Wege zu gehen. Aber ich bin als Laie nicht informiert genug, um das alles genau zu sagen, dazu sind nunmal Experten und Volksvertreter da, die sich mit nix anderem beschäftigen, als solche Dinge zu lösen.

Fakt ist, die Energiewende in Deutschland wurde (wie es viele sagen) verschlafen und nun muss man unnötig hektisch neue Konzepte erarbeiten, was nicht nötig gewesen wäre, wenn man aus Tschernobyl wirklich was gelernt hätte. Aber das lässt sich nicht mehr ändern, man kann nur hoffen, das der Blick nun nach vorne geht und da find ich solche Aussagen wie heute aus Bayern schonmal sehr gut, wenn sie als erstes Bundesland mit AKW aus der Kernenergie aussteigen wollen. Der Prozess läuft und wird sich nicht aufhalten lassen und das ist gut so.

holz

Gibt genug Grafiken.

https://www.unendlich-viel-energie....der-strommix-in-deutschland-im-jahr-2010.html

So Konzepte wie das mit der Solarenergie, die nun 40 Milliarden an Förderung kostet, obwohls keiner merken würde, wenn man die ausstellt, aufgrund der verschwindend geringen Menge die da produziert wird?
 
Ich wüsste nicht dass Neuanlagen, keine Förderung mehr erhalten, mit einem kleinen Trick gibt es dort immer noch die volle Förderung.
Da brauchts keinen Trick, du kriegst die volle Förderung immer noch. Nur liegt die jetzt nur noch bei max. knapp 30cent(?).
Bei maximaler Degression (24%) wäre es tatsächlich ab dem 1. Juli so, dass du für deine Stromeinspeisung weniger Geld (unter 25cent) bekommst, als du dafür bezahlst (gilt für Anlagen bis 30KW, da drunter gibts aber noch ne Stufe mit etwas mehr Geld. Aber zum Jahresende dürfte die Preisparität erreicht sein.

Mithilfe der Transmutation kann man die instabilen Kerne schön umwandeln.Im Moment im Labor, in einigen Jahren im Industriegebiet.
Ja, in 20 Jahren ist es soweit. Das sagen sie wie bei der Kernfusion seit mehr als 30 Jahren :D
Außerdem musst du das Plutonium auch erst mal sicher(!) bis ins sichere(!) Industriegebiet bekommen, wo es ganz sicher(!) von absolut si.. zuverlässigen(!) Leuten, die sich weder von Bestechungsgeldern noch "Wie haben deine Tochter entführt"-Sachen beeindrucken lassen verarbeitet werden müsste.

Wer könnte denn unsere 140 Mrd kWh Bedarf decken?
Wo hast du diese Zahl her? Laut WP war der Bruttobedarf 2009 582,0 TWh, die Produktion 2010 betrug glaube 620. (Auch schon mit einigen abgeschalteten AKW's ;))
 
Da brauchts keinen Trick, du kriegst die volle Förderung immer noch. Nur liegt die jetzt nur noch bei max. knapp 30cent(?).
Bei maximaler Degression (24%) wäre es tatsächlich ab dem 1. Juli so, dass du für deine Stromeinspeisung weniger Geld (unter 25cent) bekommst, als du dafür bezahlst (gilt für Anlagen bis 30KW, da drunter gibts aber noch ne Stufe mit etwas mehr Geld. Aber zum Jahresende dürfte die Preisparität erreicht sein.

Das ist nicht korrekt, wenn Du einen Teil, selbst verbrauchst, also direkt und nicht einspeist, liegt die Förderung höher.
Für die gesamte Menge.
Also 2500 selbst direkt verbrauchen, 5000 einspeisen, für die 5000 die volle Förderung kassieren.
3000 benötige ich dann noch für den Rest des Jahres, den ich kostenlos wieder raushole, wenn ich brauche und für 2000 bekomme ich ausser der Förderung noch den aktuelle kw/h Preis bezahlt.
Dies auf 20 Jahre garantiert.
 
Wo hast du diese Zahl her? Laut WP war der Bruttobedarf 2009 582,0 TWh, die Produktion 2010 betrug glaube 620. (Auch schon mit einigen abgeschalteten AKW's ;))

Die 140,5 Mrd kWh ist die Bruttostromerzeugung aus Kernenergie 2010 aus der PDF von oben (AG Energiebilanzen), die holz 1:1 durch den Import von Ökostrom ersetzen möchte. ;)

Außerdem musst du das Plutonium auch erst mal sicher(!) bis ins sichere(!) Industriegebiet bekommen, wo es ganz sicher(!) von absolut si.. zuverlässigen(!) Leuten, die sich weder von Bestechungsgeldern noch "Wie haben deine Tochter entführt"-Sachen beeindrucken lassen verarbeitet werden müsste.
Hehe, da war doch heute diese Schlagzeile.
Brennelemente aus Forschungszentrum Jülich vermisst
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, in 20 Jahren ist es soweit. Das sagen sie wie bei der Kernfusion seit mehr als 30 Jahren :D

Leider... Aber dafür wird auch kaum Geld ausgeben... Ich denke, dass die Öko-Lobby schon viel zu stark ist und es überhaupt kein Interesse an der Kernfusion gibt... Wenn man die Förderungen für erneuerbare Energien komplett in die Erforschung der Kernfusion gesteckt hätten, dann gäbe es schon lange funktionierende Anlagen... Meine Meinung.... Ist nur eine Geldsache.
 
Leider... Aber dafür wird auch kaum Geld ausgeben... Ich denke, dass die Öko-Lobby schon viel zu stark ist und es überhaupt kein Interesse an der Kernfusion gibt... Wenn man die Förderungen für erneuerbare Energien komplett in die Erforschung der Kernfusion gesteckt hätten, dann gäbe es schon lange funktionierende Anlagen... Meine Meinung.... Ist nur eine Geldsache.

Und mit mehr Geld bekommt man 100 Mio Kelvin trotz T hoch 4 Gesetz auf einmal in den Griff? Die vielen investierten Mrd für die Kernfusionsforschungsreaktoren sind kaum Geld? Die vielen weiteren Mrd für angrenzende Forschungsprojekte auch?

Ich glaub da fehlen noch nen paar ganz grundsätzliche Ideen bevor mehr Geld da irgendwas ausrichten kann.
 
Ich denke, dass die Öko-Lobby schon viel zu stark ist

Genau, die gemeine Öko-Verschwörung hat die naturgesetze bestochen, so zu bleiben wie sie sind, dass noch gewaltige technische probleme gelöst werden müssen.

Wieviel bezahlen denn die Stormkonzerne für die Forschung, aktuell z.B. für den Bau von Wendelstein 7-X und ITER?

Laut Wikipedia nichts, alles vom Steuerzahler!

Eben wie bei der regenerativen Energieerzeugung: Die Großkonzerne investieren im verhältniss zu anderen Anlagen marginale Beträge, und fahren die Investitionen sogar noch zurück (Laufzeitverlängerung sei dank!)
 
Gibt genug Grafiken.

https://www.unendlich-viel-energie....der-strommix-in-deutschland-im-jahr-2010.html

So Konzepte wie das mit der Solarenergie, die nun 40 Milliarden an Förderung kostet, obwohls keiner merken würde, wenn man die ausstellt, aufgrund der verschwindend geringen Menge die da produziert wird?

Hi

Nun, weltweit sind wir bei 15% der Welt-Gesamtenergieversorgung (2008 ) ( https://www.wissen.de/wde/generator...wissenschaften/indexoffline,page=1138950.html). Ich denke, sowas ist sicher durch andere Energien mittelfristig zu ersetzen, zumal heute die Vernetzung der Stromnetze ganz andere Dimensionen erreicht hat. Die überzogene Solarförderung war meiner Ansicht nach genauso eine Lobbyentscheidung wie das Festhalten an der Kernkraft. Man sah das als großen Zukunftsmarkt, aber die Technik war, im Gegensatz zur Wind- und Wasserenergie, noch nicht ausgereift genug (vor allem die Speicherung, soweit mir bekannt). Die Idee war gut, die Umsetzung wie oft undurchdacht und nicht unbedingt am Verbrauer orientiert.Der Vergleich bringt nur bedingt was, denn auch bei der Kernenergie wird bis heute darüber gestritten, wie sehr diese subventioniert wurde. Ich finde da im Netz keine neutralen Aussagen, wie so oft. Warum ist das eigentlich so, wenn über die Förderung der Solarenergie alle Daten bekannt sind? :-? Eine Greenpeacestudie spricht von 165 Mrd seit 1950 und 92,5 Mrd Folgekosten, andere sagen, sie ist 0. Traurig, das solche Dinge nicht öffentlich klar sind.

Fakt ist, sieht man sich den weltweiten Anteil der Kernenergie an, dann müsste es im Grunde durch einen weltweit gesehenen Aufbau von je 3% von 5 anderen Energien abgefangen werden können. Ich denke, das ist kein unrealistisches Ziel. Packen wir es an. Dann müssen auch keine Arbeiter mehr mit Plastiktüten an den Füßen durch endlos verstrahltes Wasser laufen :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
Die überzogene Solarförderung war meiner Ansicht nach genauso eine Lobbyentscheidung wie das Festhalten an der Kernkraft. Man sah das als großen Zukunftsmarkt, aber die Technik war, im Gegensatz zur Wind- und Wasserenergie, noch nicht ausgereift genug (vor allem die Speicherung, soweit mir bekannt). Die Idee war gut, die Umsetzung wie oft undurchdacht und nicht unbedingt am Verbrauer orientiert.

Ja aber eben darum sollte die nächste Entscheidung gut durchdacht sein und nicht wieder nur irgendwas gemacht werden, weil nun alle "Abschalten" schreien.

Speichern geht eigentlich gar nicht, entweder einspeisen, oder mit ein paar Investitionen noch, direkt verbrauchen, zur Warmwasserbereitung etc.

Ich habe nichts gegen einen Ausstieg, nein, wenn er durchdacht ist, die Finanzen dann passen, dann sag ich auch, ja sofort umsetzen.
Im Moment sehe ich da aber keinerlei Ansatz.
Ich find auch nirgendwo eine Grafik, die alle regenerativen Fördermengen auflistet, damit man sieht, wo hat man überhaupt ein Loch, wegen Flaute, keine Sonne etc.
Dann könnte man nämlich gezielt sagen, okay wir brauchen was, was dort produziert, damits keine Engpässe gibt. Wir brauchen noch 5 Kraftwerke die Energie speichern etc..

Aber für einen Bruchteil der Strommenge 40 Milliarden auszugeben, ist in meinen Augen Blödsinn.
Hier unten im Süden, haben es auch die meissten nicht gemacht, weils öko ist, sondern weil man damit verdient.
Wieviel man damit verdienen kann, sieht man an den Hausierern, die unbedingt Deine Dachfläche anmieten wollen.
Die gehen mittlerweile sogar so weit, die zahlen dir die Kohle für die 20 Jahre im Vorraus, zahlen die komplette Anlage und die Anlage gehört nach 20 Jahren Dir.
 
Leider... Aber dafür wird auch kaum Geld ausgeben... Ich denke, dass die Öko-Lobby schon viel zu stark ist und es überhaupt kein Interesse an der Kernfusion gibt... Wenn man die Förderungen für erneuerbare Energien komplett in die Erforschung der Kernfusion gesteckt hätten, dann gäbe es schon lange funktionierende Anlagen... Meine Meinung.... Ist nur eine Geldsache.
Tiltst du jetzt völlig aus?

Keine andere Industrie in Deutschland hat mehr Subventionen bekommen als die Atom-Lobby. Die Asse ist komplett steuerfinanziert und wird noch viel mehr kosten als bisher, wenn sie geräumt wird. Und sie MUSS geräumt werden, weil sie löchrig wie ein Schweizer Käse ist.Wackersdorf, Gorleben, Schacht Konrad, Morsleben, Lubmin, Greifwald, Castor-Transporte unter schwersten Sicherheitsvorkehrungen (und NICHT nur wg. der Demos dagegen - das Zeug ist brandgefährlich und jeder weiß das, nur DU ignorierst das), keine auch nur annähernd ausreichende Versicherung gegen Strahlenschäden bei etwaigen Unfällen, bei denen Radioaktivität im größeren Umfang in die Umwelt gelangt ...

phip, wenn man dir die Staatsfinanzen in die Hand gäbe, könnte man genauso gut das Geld zum Fenster raus werfen. Du propagierst Steuerverschwendung im höchsten Maße und willst dich über ne "Öko-Lobby" aufregen, die "schon viel zu stark ist"? Das hat was von Westerwelles "spätrömischer Dekadenz". Die Dekadenz im späten Rom gab es, aber sie war nicht im Volk daheim sondern in der Führungsschicht, denen es einfach viel zu gut ging, weshalb sie das Volk vernachlässigten, bis sich dieses gegen sie erhob und den ganzen Staat pulverisierte.
 
zumal heute die Vernetzung der Stromnetze ganz andere Dimensionen erreicht hat.
Selbst hierzulande haben wir Schwierigkeiten den Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee nach Bayern zu transportieren. Außerdem fehlt die Infrastruktur zur Speicherung. Es ist nicht ganz so einfach den Strom immer genau dort zu der Zeit zu haben, wenn er auch gebraucht wird.
Wenn das alles so einfach wäre, wäre Desertec schon Realität.
Fakt ist, sieht man sich den weltweiten Anteil der Kernenergie an, dann müsste es im Grunde durch einen weltweit gesehenen Aufbau von je 3% von 5 anderen Energien abgefangen werden können. Ich denke, das ist kein unrealistisches Ziel. Packen wir es an.
Fakt ist, wenn man sich die Statistiken so vereinfacht, ist das alles ein Klacks. Die logistischen Probleme und Kosten vor Ort sind allerdings erheblich.
Erklär doch z.b. mal Frankreich warum sie nun statt 80% ihrer Selbstversorgung durch Kernenergie, 65% ihres Bedarfs importieren sollen. Da freut sich der französische Binnenmarkt sicherlich. :roll:

Du scheiterst ja schon daran in Deutschland ausreichend Pumpspeicherkraftwerke zu bauen, dank Bürgerinitiativen. An der Hälfte aller Pumpspeicherkraftwerke in NRW komme ich regelmäßig vorbei und das andere steht in Finnentrop. :mrgreen:

Man kann sowas einfach nicht auf nem Bierdeckel skizzieren und anschließend als die ultimative Lösung präsentieren.
 
Selbst hierzulande haben wir Schwierigkeiten den Strom von Offshore-Windparks in der Nordsee nach Bayern zu transportieren. Außerdem fehlt die Infrastruktur zur Speicherung. Es ist nicht ganz so einfach den Strom immer genau dort zu der Zeit zu haben, wenn er auch gebraucht wird.
Wenn das alles so einfach wäre, wäre Desertec schon Realität.

Fakt ist, wenn man sich die Statistiken so vereinfacht, ist das alles ein Klacks. Die logistischen Probleme und Kosten vor Ort sind allerdings erheblich.
Erklär doch z.b. mal Frankreich warum sie nun statt 80% ihrer Selbstversorgung durch Kernenergie, 65% ihres Bedarfs importieren sollen. Da freut sich der französische Binnenmarkt sicherlich. :roll:

Du scheiterst ja schon daran in Deutschland ausreichend Pumpspeicherkraftwerke zu bauen, dank Bürgerinitiativen. An der Hälfte aller Pumpspeicherkraftwerke in NRW komme ich regelmäßig vorbei und das andere steht in Finnentrop. :mrgreen:

Man kann sowas einfach nicht auf nem Bierdeckel skizzieren und anschließend als die ultimative Lösung präsentieren.

Ich hab nicht gesagt, dass es einfach und gleich morgen machbar ist und man hat es ja auch verpasst, intensiv solche Dinge voran zu treiben, weil man lieber die angeblich billige Variante der Kernenergie fahren wollte.

Die von dir angesprochenen Techniken müssen nicht neu erfunden werden, sondern verbessert und ausgebaut. Wenn man richtig grünes Licht gibt und der Druck zur Lösung da ist, was meinste, wie schnell das voran geht. Aber natürlich ist es leichter, überall das Haar in der Suppe zu lassen und bloss keinen Finger zu rühren und schön weiter darauf zu warten, dass uns das Glück des "Atomgottes" treu bleibt. Wir hatten fast in jedem Jahrzehnt einen verschärften Atomunfall, wie lange soll das Hoffen auf "wird schon gut gehen" weiter laufen? Bis so ein Teil richtig hoch geht an einer Großstadt? Ich bin immer ein Verfechter der menschlichen Schaffenskraft und seinem Erfindungsgeist gewesen und wenn es einen klaren Willen zum Ende der Kernkraft gibt, wird das Problem schneller gelöst sein, als manche Unken das wahr haben wollen. Es gibt zahllose Beispiele, wo Menschen sehr schnell zu praktikablen Lösungen kamen, wenn sie einen Antrieb hatten. Gerade in der Umwelttechnologie findet man das häufig genug.
 
Ich hab nicht gesagt, dass es einfach und gleich morgen machbar ist und man hat es ja auch verpasst, intensiv solche Dinge voran zu treiben, weil man lieber die angeblich billige Variante der Kernenergie fahren wollte.

Verpasst wohl nicht. Nur hört es bei gewissen Parteien dann auf, wenn es vor der Haustür geschehen soll.

https://www.derwesten.de/nachrichte...-Ausbau-der-Stromnetze-waechst-id4259962.html

„Es gibt 250 Bürgerinitiativen gegen Windenergie in NRW“, sagte Prof. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie.


https://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/gruene-wollen-auch-mal-dafuer-sein/

Bereits 2005 musste die Leitung im Schnitt zweimal pro Monat gekappt werden, um Überlast zu vermieden, teilt die Betreiberin Eon Netz GmbH mit.Für 2011 geht der Energiekonzern davon aus, dass die Windräder 670 Megawatt mehr produzieren, als abtransportiert werden kann.

https://www.tagesspiegel.de/politik/gruene-fuerchten-glaubwuerdigkeitsproblem/2893570.html

zumal die Grünen vor Ort ja tatsächlich oft gegen Strominfrastrukturprojekte wie etwa ein Pumpspeicherkraftwerk im Hotzenwald in Südwestdeutschland kämpfen. Oder im Norden gegen eine Verknüpfung des deutschen Stromnetzes mit den Pumpspeicherkraftwerken in Norwegen.


Interessant sind auch die Widersprüche, in beiden letzteren Artikeln, wo einmal davon gesprochen wird, man sollte einfach mal anfangen und im Artikel davor, schrie man noch, ja es muss erst alles bis zu Ende durchgeplant sein.
 
Ist natürlich in dem Fall ein Problem für die Partei, dass sich die Grünen bislang zur Stimme der lokalen Bürger erklärt haben, wo doch in den Bürgerinitiativen beileibe nicht nur Grüne mitmischen ... allerdings kann man ihnen daraus nur den Vorwurf machen, dass sich Projekte mit Bürgerbeteiligung länger hinziehen ...
 
Ist natürlich in dem Fall ein Problem für die Partei, dass sich die Grünen bislang zur Stimme der lokalen Bürger erklärt haben, wo doch in den Bürgerinitiativen beileibe nicht nur Grüne mitmischen ... allerdings kann man ihnen daraus nur den Vorwurf machen, dass sich Projekte mit Bürgerbeteiligung länger hinziehen ...


Der Kreisverband von B90/Die Grünen (Kreis Waldshut) hat sich klar gegen das Pumpspeicherwerk ausgesprochen.

Sie sind in BW hier nunmal jetzt an der Regierung, also was tun?

Das Speicherwerk am Schluchsee verhindern, weil sie bisher ja dagegen waren, oder umkippen und Ihre Anhänger prellen und vor den Kopf stossen?
 
Sie sind in BW hier nunmal jetzt an der Regierung, also was tun?

Folgerichtig wäre ein runder Tisch. Eine solch große Flächenversieglung und potentielle Trinkwassergefährdung darf nicht ignorant über die Köpfe der Anwohner hinweg entschieden werden, auch wenn sie im sensiblen Rahmen zu einem richtigen Zweck erfolgt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ beibaers

Ich seh das Problem nicht in der Partei (die anderen sträuben sich doch noch vehementer gegen einen Ausbau) sondern in dem gesellschaftlichen Vorgehen. Wir sind jahrelang doch so "erzogen" worden, das jeder nur schaut, was vor seiner Haustür ist und das nur der gehört wird, der am lautesten schreit (klagt). Vergessen wird aber oft, dass es bei jeder Energieerzeugung irgendwen gibt, der protestiert und demonstriert. Projekte wie Brockdorf sind auch mit zahllosen Klagen und Prozessen überzogen worden und ich möchte nicht wissen, wie viele AKW den gleichen Weg gehen mussten, eh sie ans Netz gehen durften. Nicht umsonst wurde das letzte AKW 1989 ans Netz genommen und danach keins mehr.

Vielleicht muss man einen anderen Weg gehen und der wird ja in den Artikeln auch angeschnitten. Vielleicht müssen die betroffenen Bürger an den Erlösen beteiligt werden, vielleicht muss man auch einfach Aufkärungsarbeit betreiben, vielleicht braucht alles einfach nur ein wenig Zeit und Einsicht ist eben manchmal auch anstrengend, sieht man doch hier, wie schwer es hier vielen selbst bei (für unsere Praxis) bedeutungslosem Gelaber fällt ;)

Vielleicht sollte man ganz neue Wege gehen. Die Ablehnung der Menschen besteht ja auch darin, dass sie ausser einer Verschandelung ihrer eigenen persönlichen Umwelt keinen Sinn sehen, zumal wenn die Erträge eh nur in der Hand von reichen Spekulanten und Aktionären landet, was ja leider bei regenerativen Energien auch oft nicht anders läuft.

Auch hier ist die Politik gefragt und es müssen viele Umdenkprozesse stattfinden, auch bei den Grünen, logisch.
 
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