Eben da bin ich etwas skeptisch. Gerade wenn es um Infrastruktur, Entwicklung und Veränderung geht ist Deutschland ganz besonders träge.Wenn man richtig grünes Licht gibt und der Druck zur Lösung da ist, was meinste, wie schnell das voran geht.
Wir sind schon lange nicht mehr das Land, das die Ärmel hochkrempelt und das Ruder plötzlich rumreißt.
Ich halte es für sinnvoller, wenn die unliebsamen Energiemodelle in absehbarer Zeit abgeschafft werden, oder noch besser durch Steuern und Abgaben in naher Zukunft schrittweise unrentabel werden um einen gewissen Druck bei den Konzernen zu erzeugen, sodass der Markt aus Eigeninitiative die Entwicklung fördern und den Ausbau in angemessener Zeit vorwärts treiben kann. Kapital ist genug vorhanden.
Der alte "Atomkonsens" von 2002 war da schon in Ordnung. Als ärgerlich empfand ich dagegen die Laufzeitverlängerung, weil die Maschinerie bereits angelaufen war und der Prozess bereits ganz gute Fortschritte machte.
Auch wenn ich kein Freund der Kernkraft bin, halte ich jetzt einen Komplettausstieg übers Knie brechen zu wollen für bedenklich, weil einfach noch zu viele Fragen offen sind. Ich vermisse bei der ganzen Diskussion die sachlichen Leute, die sich professionell mit der Thematik befassen. Ich sehe nur noch Kernkraftgegner und Leute, die in der Kernkraft das Allheilmittel sehen. Rational erscheint mir momentan keine der beiden Parteien.

