Kein Anstand mehr?

dein Weltbild in Ehren, aber es funktioniert nicht. Wie wir bereits mehrfach in verschiedenen Threads festgestellt haben.

Wir haben vielleicht fesgestellt, dass es noch nicht funktioniert, aber ich persönlich lebe sehr erfolgreich damit..:p

Nur, weil man gegessen hat, was einem vorgesetzt wurde, ist man noch lange kein charakterloser Idiot...

Umgekehrt kann man sagen: nur, weil man nicht gegessen hat, was einem vorgesetzt wurde, ist man noch lange kein asozialer Rüpel.

Außerdem kann sich der Mensch m.M. nicht der Gesellschaft entziehen. Er würde ohne sie zugrunde gehen.

Das geht jetzt wirklich am Thema vorbei ^^

Essen als sinnliche Erfahrung?

Für mich ist's das nicht, das mal vorweg. Aber jeder kann sich sein Essen selbst gestalten...

Also ich wurde konservativ erzogen und hab trotzdem unheimlich viel Spaß und Freude am Kochen und Ausprobieren von Lebensmitteln :ugly:

Verdankt sich das deiner Erziehung oder deiner natürlichen Neigung?

edit: das Ganze geht übrigens hier voll am Thema vorbei o_O

Oh ja, du sagst es....
 
Optik und Geruch spielen eine wichtige Rolle. Wenn etwas für dich abstoßend aussieht und riecht, würdest du es essen, weil dir jemand sagt, dass du es auf jeden Fall zu essen hast? Zum Beispiel: würdest du ein blutiges Stück Fleisch essen, wenn du Vegetarier wärst, wenn man dich dazu aufforderte?

Vegatierer kann ich erst werden, wenn ich weiß, dass mir Fleisch und Wurst nicht schmeckt. Dazu sollte ich zumindest schon einmal Fleisch und Wurst gegessen haben.

Ich rede ja hier nicht von zusammen gepanschten Dingen, sondern von normalem Essen. Und ein Kleinkind interessiert im Grunde nicht die Anrichtung eines Gerichtes, sondern dass es schmeckt.
Die Optik und Geruch etc. kommt er später, wenn es älter wird und da hat es im Grunde schon so seine Lieblingsspeisen und Dinge, die es nicht essen will.

Aber wir sollten uns hier nicht an Essensdingen aufhalten, sondern hier geht es allgemein um Anstand.

Und jetzt sage mir bitte nicht, dass Anstand, Höflichkeit und Respekt gegenüber anderen Personen eine Einschränkung der Freiheit der eigenen Person oder des Geistes bedeuten würde. Denn das tut es nicht. Sondern Fakt ist und da bist du ebenfalls ein Teil davon, dass wir in einer Gesellschaft leben und bestimmten normalen Regeln innerhalb dieser Gemeinschaft unterworfen sind.

Du als Freigeist bist hier auch höflich. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn du auf der Straße läufst einen anderen umrempelst, nur weil der in Gedanken versunken den gleichen Weg läuft. Da gehst du dran vorbei oder etwa nicht? Oder setzt du dich z.B. auf einen anderen Menschen auf den Schoss oder schubst ihn von der Bank in der Bahn runter, nur weil dir jetzt der Platz so gefällt?
Denke mal nicht ;) Also fügst du dich mitunter auch den normalen gesellschaftlichen Regelungen, die eben Anstand, Höflichkeit und Respekt beinhalten sollten.
Völlig normal und in seiner geistigen Freiheit keineswegs einschränkend.


@Werder
was meinst du jetzt genau?
 
Ich schlage vor, dass der Thread umbenannt wird in "Essverhalten von Kindern unter besonderer Berücksichtigung von Klammusern".

darkkurt, bist du einverstanden?
 
Vegatierer kann ich erst werden, wenn ich weiß, dass mir Fleisch und Wurst nicht schmeckt. Dazu sollte ich zumindest schon einmal Fleisch und Wurst gegessen haben.

Vegetarier kannst du werden, sobald dir das Töten von Tieren grausam erscheint. Dann ist es egal, wie gerne du Fleisch und Wurst isst.

Und ein Kleinkind interessiert im Grunde nicht die Anrichtung eines Essens, sondern dass es schmeckt.
Die Optik und Geruch etc. kommt er später

Auch das Kleinkind riecht am Essen.

Aber wir sollten uns hier nicht an Essensdingen aufhalten, sondern hier geht es allgemein um Anstand.

Du sagst es, also genug davon.

Und jetzt sage mir bitte nicht, dass Anstand, Höflichkeit und Respekt gegenüber anderen Personen eine Einschränkung der Freiheit der eigenen Person oder des Geistes bedeuten würde. Denn das tut es nicht. Sondern Fakt ist und da bist du ebenfalls ein Teil davon, dass wir in einer Gesellschaft leben und bestimmten normalen Regeln innerhalb dieser Gemeinschaft unterworfen sind.

Ich sage gar nichts, außer: eben diese Regeln gilt es zu sprengen, weil ich mich nicht gerne unterwerfen lasse...^^

Du als Freigeist bist hier auch höflich. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn auf der Straße läufst, einen anderen umrempelst, nur weil der in Gedanken versunken den gleichen Weg läuft. Da gehst du dran vorbei oder etwa nicht? Oder setzt du dich z.B. auf einen anderen Menschen auf den Schoß ode schubst ihn von der Bank in der Bahn runter, nur weil dir jetzt der Platz so gefällt?
Denke mal nicht ;) Also fügst du dich mitunter auch den normalen gesellschaftlichen Regelungen, die eben Anstand, Höflichkeit und Respekt beinhalten sollten.
Völlig normal und in seiner geistigen Freiheit keineswegs einschränkend.

Ich gehe sogar so weit, "antiquierte" Verhaltensweisen anzunehmen...Tür aufhalten, Aufstehen beim Eintritt einer Dame etc. Das ist aber keine Fügung in gesellschaftliche Regelung, weil man das eben so macht (also unreflektiert), sondern weil es sich nach meinen Überlegungen als nützlich, vorteilhaft und meinem Charakter entsprechend erwiesen hat. Und wenn es mir nicht mehr nützen sollte, dann ließe ich die Höflichkeit auch fahren. Das ist ein großer Unterschied dazu, höflich zu sein, "weil man höflich zu sein hat".
 
Vegetarier kannst du werden, sobald dir das Töten von Tieren grausam erscheint. Dann ist es egal, wie gerne du Fleisch und Wurst isst.

Yepp. Oder so. Aber auch dafür sollte man dann schon ein gewissen Alter erreicht haben. ;)


Ich gehe sogar so weit, "antiquierte" Verhaltensweisen anzunehmen...Tür aufhalten, Aufstehen beim Eintritt einer Dame etc. Das ist aber keine Fügung in gesellschaftliche Regelung, weil man das eben so macht (also unreflektiert), sondern weil es sich nach meinen Überlegungen als nützlich, vorteilhaft und meinem Charakter entsprechend erwiesen hat. Und wenn es mir nicht mehr nützen sollte, dann ließe ich die Höflichkeit auch fahren. Das ist ein großer Unterschied dazu, höflich zu sein, "weil man höflich zu sein hat".

:biggrin:
Keine Ahnung wann das mal aufgekommen ist, dass man sich gegenüber Mitmenschen höflich und respektvoll zu verhalten hat bzw. sollte, aber ich denke mir, dass sich die Menschen dabei schon was gedacht haben und das durchaus ein Nutzen hat. Für jeden von uns, für jeden von uns auf unterschiedliche Weise. Und richtig - wir entscheiden selbst, wann wir höflich und respektvoll und mit Anstand andere Menschen behandeln. Wenn das nicht so wäre, würden wir hier nicht diskutieren.
Erwachsene Menschen können sich benehmen, wie sie wollen, ich reagiere dementsprechend darauf, aber Kinder und Jugendliche haben nun einmal einen Prozess zu durchlaufen - die Erziehung - und da haben sie sich nunmal an Normen, Gesetze, Vorgaben, Grenzen usw. zu halten. Ob sie wollen oder nicht. Dafür sind es Kinder, die es noch nicht besser wissen. Denn genau das bringen wir Ihnen bei: Denken, Handeln, Nachdenken, sich entwickeln.
 
:biggrin:
Keine Ahnung wann das mal aufgekommen ist, dass man sich gegenüber Mitmenschen höflich und respektvoll zu verhalten hat bzw. sollte, aber ich denke mir, dass sich die Menschen dabei schon was gedacht haben und das durchaus ein Nutzen hat. Für jeden von uns, für jeden von uns auf unterschiedliche Weise. Und richtig - wir entscheiden selbst, wann wir höflich und respektvoll und mit Anstand andere Menschen behandeln. Wenn das nicht so wäre, würden wir hier nicht diskutieren.
Erwachsene Menschen können sich benehmen, wie sie wollen, ich reagiere dementsprechend darauf, aber Kinder und Jugendliche haben nun einmal einen Prozess zu durchlaufen - die Erziehung - und da haben sie sich nunmal an Normen, Gesetze, Vorgaben, Grenzen usw. zu halten. Ob sie wollen oder nicht. Dafür sind es Kinder, die es noch nicht besser wissen. Denn genau das bringen wir Ihnen bei: Denken, Handeln, Nachdenken, sich entwickeln.

Höflichkeit und Respekt sind grundlegende Voraussetzungen der Gesellschaft. Ihr Missachten, was ganz natürlich ist, macht die Gesetze erforderlich, und die Gesetze wiederum den Staat...
Es ist aber eben eine prinzipielle Frage, ob ich höflich bin, weil ich als Kind gelernt habe, dass ich höflich sein muss, oder weil ich selbst irgendwann auf den (vernünftigen) Gedanken gekommen bin, dass Höflichkeit mir nützt.
Und es ist immer noch besser, die Kinder mit ihrer Respektlosigkeit gegen die Wand rennen zu lassen (trial-and-error), anstatt ihnen mit aller Autorität zu befehlen, höflich zu sein. Denn Nachdenken kann man nicht anerziehen, dass ist entweder da oder nicht. Edit: und eine überwältigende Mehrheit von Menschen ist nun mal eben einfach - ich weiß, das klingt hart und arrogant - dumm wie Brot (was keine Diffamierung von Brot sein soll).
 
Zuletzt bearbeitet:
Denn Nachdenken kann man nicht anerziehen, dass ist entweder da oder nicht.

Abgesehen von diesem Absatz stimme ich dir soweit zu.
Aber Nachdenken kann - muss anerzogen werden. Wenn die Kinder nicht über sich und ihr Verhalten nachdenken und reflektieren, wie können sie sich dann entwickeln? Das muss ihnen doch aufgezeigt werden, dass sie sich in bestimmten Situationen vielleicht falsch verhalten haben und/oder durch ein Gespräch herausgefunden werden, warum haben sich die Kids so verhalten. Nachdenken tut man durch Gespräche, durch Lernprozess, durch die Erziehung, durch Erfahrung usw.
Es ist nur eine andere Sache, ob es dann die Kids, Jugendlichen und späteren Erwachsenen dann auch wirklich tun. Dementsprechend haben wir ja dann die Rüpel vom Dienst.
Geist ist da, bei jedem von uns, es ist nur eine andere Sache, dieses Geist auch zu fördern und da fängt die Erziehung an.


Ich setze 5 Lose auf Taliesyn!

Bin ich hier beim Schlammcatchen oder wie? :biggrin:
 
Und es ist immer noch besser, die Kinder mit ihrer Respektlosigkeit gegen die Wand rennen zu lassen (trial-and-error), anstatt ihnen mit aller Autorität zu befehlen, höflich zu sein.


"Mit Messer, Gabel, Scher und Licht - spielen kleine Kinder nicht."

Sicher kennst du dieses kleine Sprichwort auch.
Ich finde das entkräftet dein "trial-and-error" besser, als jedes andere Argument.

Mein Bruder hat als kleiner Stöpsel mit beiden Händen auf den heißen Herd gelangt. Eine Hand ist heute - 20 Jahre später - total vernarbt und hässlich.

Nehmen wir an, wir wären in den USA großgeworden, wo Schusswaffen legal für jeden Privatmann zu kaufen sind... 8O
Was ich damit sagen will, ist dass man Kindern mit autoritärer Erziehung nicht nur Respekt vor anderen Dingen sondern auch den Respekt vor sich und Fremden beibringen kann. Da kommen die nämlich nicht von selbst drauf!
 
Denn Nachdenken kann man nicht anerziehen, dass ist entweder da oder nicht.

Das halte ich, entschuldige bitte, für völligen Blödsinn.

Die Grundlage zum Nachdenken bzw. Hinterfragen ist bei jedem von Geburt an vorhanden. Der Unterschied ist, inwiefern sie gefördert und gefordert wird.

Wenn ich meinem Kind ständig alles vormache, alles für das Kind erledige und z.B. in Gesprächen für mein Kind antworte, ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich zu einem unselbstständigen Menschen, der nicht in der Lage ist, mal seinen eigenen Kopf einzuschalten.

Ebenso ist jedoch eine positive Förderung möglich.

/Edit: Abgesehen davon kann eine Internalisierung von Werten/Moral erst erfolgen, wenn sie dir vorher aufgeführt werden. Du kannst nunmal erst entscheiden was gut/richtig bzw. was schlecht/falsch für dich ist, wenn du Optionen hast und die tauchen nicht von einen auf den anderen Moment auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber Nachdenken kann - muss anerzogen werden. Wenn die Kinder nicht über sich und ihr Verhalten nachdenken und reflektieren, wie können sie sich dann entwickeln? Das muss ihnen doch aufgezeigt werden, dass sie sich in bestimmten Situationen vielleicht falsch verhalten haben und/oder durch ein Gespräch herausgefunden werden, warum haben sich die Kids so verhalten. Nachdenken tut man durch Gespräche, durch Lernprozess, durch die Erziehung, durch Erfahrung usw.
Es ist nur eine andere Sache, ob es dann die Kids, Jugendlichen und späteren Erwachsenen dann auch wirklich tun. Dementsprechend haben wir ja dann die Rüpel vom Dienst.

Wenn man ihnen hinterher sagt, dass sie sich falsch verhalten haben - okay. Wenn man es ihnen von vornherein so ankündigt - nicht okay. Und wie du selbst sagst: ob sie später wirklich nachdenken, ist eine ganz andere Frage, unabhängig von der Erziehung. Und deswegen sage ich, dass man den Menschen nicht zum Denken erziehen kann....man kann ihn vielleicht anregen, indem man ihm Hinweise in diese Richtung gibt, aber denken tut letztlich nur der, der es will.
Denken hat unter diesem Aspekt auch nichts mit geistigen Fähigkeiten zu tun, die des Förderns bedürften.


"Mit Messer, Gabel, Scher und Licht - spielen kleine Kinder nicht."

Sicher kennst du dieses kleine Sprichwort auch.
Ich finde das entkräftet dein "trial-and-error" besser, als jedes andere Argument.

Moralisch/Ethische, also geistige Erziehung eine Sache - Bewahrung vor physischem Schaden durch Aufklärung eine andere Sache. Natürlich kann man die Kinder nicht einfach ins Feuer fassen lassen, damit sie's selbst merken.


Edit: @BuddyJesus: Wie gesagt, Förderung im Sinne von Anstoß, ja. Aber es ist nunmal jedem selbst überlassen, ob er denkt oder nicht, und er denkt nicht "besser" oder "schlechter", weil jemand ihm das beigebracht hat.

Die Optionen zur Entscheidung treten auf, wenn sie notwendig sind. Eine Anerziehung moralischer Werte birgt die Gefahr, dass der Mensch sie sein ganzes Leben lang mit sich trägt, ohne auch nur einmal darüber nachzudenken.
 
Wie schon geschrieben, meine Frau ist in der Lage - ich frage mich nur, warum sie es sein muss. In Bussen (und Bahnen) gibt es SITZPLÄTZE und GEPÄCKABLAGEN - beide Begriffe sind selbsterklärend...

Um mal wieder zurück auf das Anfangsthema zu kommen: Also ich gehöre zu denen, die, wenn sie sehen, dass der Bus voll wird, ihr Gepäck auf den Schoß packen und so den Platz anbieten.... Im Zug habe ich meinen MP3-Player im Ohr und lese zusätzlich... Wenn man mich anspricht, Platz zu machen, dann tue ich das auch gerne... Zu den Gepäckablagen: Ich bin schlicht und ergreifend zu klein um ohne fremde Hilfe (im Zug) meine Tasche dorthin zu packen bzw. dort wieder runter zu holen!!!!!!! Ein ähnliches Problem habe ich auch immer im Bus: wenn ich stehen muss, und ich keine Möglichkeit habe mich an einer Stange oder ähnlichem festzuhalten, bleiben nur die hochhängenden Griffe (diese beweglichen Gummischlaufen) - auf Grund meiner fehlenden Körpergröße habe ich damit aber keinen festen halt - und immer das Gefühl dass meine Schulter gleich auskugelt ;)
Wenn ich mit dem Bus fahre, dann habe ich meistens auch immer meine vollbepackte Reisetasche dabei. Oftmals muss ich stehen, was an und für sich ja kein Problem ist. Wenn dann Personen mit Kinderwagen rein wollen, habe ich schon oftmals erlebt, dass sie richtig "patzig" werden, wenn man nicht schnell genug den Platz frei macht. Aber mit Reisetasche und meistens noch im Gewühl mit anderen einsteigenden Fahrgästen will ich nicht immer den Leuten im Bus meine Tasche in die Waden stoßen. Und sich dann noch ein freies Plätzchen (ob nun stehend oder sitzend) zu suchen ist auch nicht immer leicht. Rücksicht von ALLEN seiten würde ich mir manchmal schon wünschen.............
 
Solange noch Plätze frei sind, halte ich es ja auch nicht für nötig, die Tasche 'runterzunehmen - und ich finde das Leute, die trotz anderer freien Plätze auf gerade, den mit Tasche bestehen, ziemliche Querulanten sind.
Ah diese Leute kenne ich auch. Der halbe Bus ist leer, aber genau neben mir müssen die sitzen. Furchtbar.

Was ich nicht leiden kann, sind die Senioren, die ohne Probleme gehen können und in einem Bus, der nur zu 10% belegt ist, unbedingt auf den Platz für Schwerbehinderte wollen... das sind dann sicherlich die, die auch diese Rentnerparteien wählen... :roll:
Ich kenn nur die, die nach dem Bus rennen können, nur eine Haltestelle fahren, aber sich dann unbedingt auf deinen Platz setzen wollen. Aber wenn der Bus leer ist, dann können sie komischerweise auch stehen. :roll:

Deinen Spott in allen Ehren, aber es gibt Berufsfelder, die keinerlei Konformismus verlangen. Und ich würde eher auf einen Beruf verzichten, als mein Prinzip der individuellen Freiheit dem zu opfern.
Es hat wohl noch keinem Kind geschadet, etwas essen zu müssen, was nicht schmeckt. Läßt man Kinder von klein auf entscheiden, was sie essen wollen und was nicht, dann erzieht man sich ein verwöhntes Gör.

Ja, ich denke, das dies der Hauptgrund ist. Kinder und Jugendliche leben und praktizieren das, was ihnen vermittelt und vorgelebt wird. Und in dem von dir geschilderten Fall wurden den Kindern bzw. Jugendlichen keine Verhaltensmuster vermittelt.
Und deshalb können sie dann nicht mehr eigenständig denken? Waren sie nie in der Schule? Da wird das ab und an nämlich auch verlangt :roll:

Ich weiß nicht woran es liegt, daß man den Eindruck bekommen könnte, die Jugend hätte keinen Respekt mehr. Seien es lautgestellte Musikabspielgeräte, Pöbeleien, Sachbeschädigungen oder einfach dieses Nichtplatzmachen. Ich finde das sehr erschrecken und extrem bedenklich.

Was ist denn mit der Jugend heutzutage los? Ich raff das nicht. Ich meine, ich komm auch nicht aus nem glücklichen Elternhaus, aber das ist doch kein Grund, sich wie ein asozialer aufzuführen.

@darkkurt: Viel Glück mit dem Baby
 
Ach ja, wo fängt Ignoranz an und wo hört sie auf?

Ich behaupte mal, das man die Antwort im Verlauf dieses Beitrages erkennt. In Deutsch würde fast jeder hier eine 5 bekommen, weil er das Thema verfehlt.

Zurück zum Thema, ach ja Ignoranz und das zusammenleben der Menschen. Ich selbst bin z.B.sehr hilfsbreit, mit ein Grund weshalb ich ein totaler Versager bin, weil man mit Ignoranz besser voran kommt. Man nimmt sich einfach was man braucht, als erstes ich und meine Familie. Ich sehe diese Ignoranz überall, sogar bei Menschen mit Kindern. Oft sehe ich mitten Gang, am besten querstehend einen Kinderwagen und zwei Personen am brabbeln. Was spricht dagegen, etwas zur Seite zu gehen? (Ich habe einen Freischein, weil ich eine junge Familie bin?)

Auch Dinge wie jemanden die Tür aufhalten ist mittlerweile eine Seltenheit geworden. Warum? Ich merke es daran, wie Leute gucken, wenn ich es mal mache. Ich will mich hier nicht als Moralapostel aufspielen, bin auch in keinster Weise ein Vorbild. Das was ich erreicht habe ist nicht nennenswert. Doch wenn jeder mal ein wenig helfen würde, dann wär doch so vieles angenehmer. Ich weiß nicht, wie wäre es denn wenn jeder mal postet wann er das letzte Mal jemanden fremdes freiwillig geholfen hat?

OK, ich fang an:
Letztens hat ein älterer Herr, der als Sklave für einen zornigen Vorarbeiter arbeitet, sich in den Finger geschnitten. Der Vorarbeiter rief,"Selber Schuld, selber Schuld!" Ich hin und,"Was ist hier los?" Er wusch seine Wunde aus, die nach meiner Erfahrung mit 2-3 Stichen hätte genäht werden sollen. Ich frug ihn,"Soll ich dir das verbinden?" Er,"Nein ist schon gut, ist schon gut!" Ich muckerte das er auf seinen Drecksjob angewiesen war. Er war schätzungsweise 58-62 Jahre alt und hielt sich aus Verlegenheit zu seinen Sklaventreiber zurück. Ich sagte,"Hast du Verbandszeug?" Er,"Jaja, ist schon gut. Das geht wieder." Und die rote Suppe lief nur so raus. "Ich hol dir jetzt was zum verbinden, du bleibst jetzt hier stehen und wartest." Ich lief zügig zum Verbandsraum und besorgte was zum verbinden. Ich gab Ihm Verbandszeug und ging dann weiter. Ein Kollege von Ihm half. Ich warf den assigen Vorarbeiter noch einen Feuerballblick zu und zog weiter.

So gogo, der Nächste ich will hier Postings sehen, spätestens morgen! ;)
 
Ich hab neulich einem Rollstuhlfahrer die Klappe zum hochfahren im Bus ausgeklappt, obwohl der Typ neben mir näher dran war, aber der ist einfach eingestiegen, hat sich hingesetzt und mir zugeguckt :roll:
 
@Maik
Da ich jeden Tag Menschen auf die unterschiedlichste Art begegne, wüsste ich jetzt überhaupt nicht, wo ich "gute" Taten aufzählen soll oder nicht.
Ist es denn schon was besonderes, wenn man alle Menschen, die man trifft, wie Verkäufer oder Kasserinnen oder Busfahrer freundlich grüßt? Wenn man Platz macht? Wenn man den alten Leuten über die Straße hilft? Oder im Bus Platz macht? Oder beim Einkaufen Rücksicht nimmt und mal jemanden vor lässt?
Das ist für mich Normalität, genauso Kinderwagen zu tragen oder sonstiges.
Da reg ich mich schon gar nicht mehr über Männer auf, die blind durch die Gegend laufen.
 
@Maik
Da ich jeden Tag Menschen auf die unterschiedlichste Art begegne, wüsste ich jetzt überhaupt nicht, wo ich "gute" Taten aufzählen soll oder nicht.
Ist es denn schon was besonderes, wenn man alle Menschen, die man trifft, wie Verkäufer oder Kasserinnen oder Busfahrer freundlich grüßt? Wenn man Platz macht? Wenn man den alten Leuten über die Straße hilft? Oder im Bus Platz macht? Oder beim Einkaufen Rücksicht nimmt und mal jemanden vor lässt?
Das ist für mich Normalität, genauso Kinderwagen zu tragen oder sonstiges.
Da reg ich mich schon gar nicht mehr über Männer auf, die blind durch die Gegend laufen.

Ja das sehe ich genauso wie du Jenny