Gegen die Türkei geschossen? Sie wird mal mehr, mal weniger scharf "ermahnt". Im Gegenzug pöbelt dann Erdogan zurück und gut ist wieder. Nee, also einen wirklichen Bruch in den Beziehungen will man wirklich nicht riskieren. Beendigung der Unterstützung, Embargos und dergleichen wird es nicht geben. Nicht, so lange die USA und der kleine Rest der NATO da noch landen und auftanken darf.
Von Embargo's/Sanktionen etc. spreche ich ja auch noch nicht, sondern nur keine Unterstützung über die NATO. Mir wäre es auch neu das ALLE NATO-Mitglieder in der Türkei irgendwelche Soldaten stationiert hätten. Also manche Staaten schaffen es sehr wohl die Türkei nicht explizit dort zu unterstützen.

Obwohl wir damit vom Thema abkommen, aber kannst Du mir eigentlich mal erzählen, wozu es noch immer die NATO gibt, wo sich der Warschauer Pakt ja aufgelöst hat?
Da fragst Du den falschen, ich habe da eine ähnliche Ansicht wie die Linke. Auflösung und Neuorientierung/Neuetablierung. Mit neuen Regeln und Pflichten etc..


Ja, nun. So funktioniert Kapitalismus nunmal. Verkaufen, wir nicht, verkaufen andere.
Deswegen ja wie gesagt, internationale Verordnungen und nicht nur Deutschland. Nur international wird halt extrem schwierig, wenn man allein an Streumunition/bomben denkt...

So, was nun Kriegswaffen betrifft frage ich mich, inwiefern unsere Lieferungen oder Nichtlieferungen den Ausgang der Streitigkeiten vor Ort beeinflusst. Ich komme zu dem Ergebnis: Gar nicht. Die Leute wollen Krieg führen und tun es egal mit welchen Mitteln (oder wessen Waffen). Einen Waffendeal nicht zu schließen heißt nur, das eigene linke Gewissen zu beruhigen, das ist alles. Viel wichtiger wäre, einen Krieg zu verhindern oder so schnell wie möglich zu beenden. Wie man das machen kann, können wir gern diskutieren, so auf den Plauz fällt mir dazu nix ein.
Das ist richtig, dass das eine nicht ohne dem anderen geht. deswegen ja auch meine Hypothese mit intern. Staaten finden die ebenso ähnliche Überlegungen haben. Sind ja zum Glück nicht alle so fuchsteufelwild wie "Amerikaner und die Emirate" auf Krieg aus, für Rohstoffe, Macht etc..


Aber wo Du so klar definierte Wertvorstellungen hast: Was bringt es denn, keine Waffen zu liefern - aus Deiner Sicht? Oder sollten wir nur, je nach Tagesdefinition, "die Guten" beliefern? Du weißt ja selbst, wie schnell aus Gut ein Böse und aus Böse ein Gut wird. Nennt man "Diplomatie", kannst es auch "verlogene Scheiße" nennen, is egal.
Wie gesagt bin ich nicht nur für keine Waffenlieferungen aus D, wobei das immer noch ein Anfang wäre. Siehe auch erneuerbare Energie, irgendwer muss halt den Anfang machen. Und im Falle der Waffen könnte man über die UN eben intern. Verordnungen erlassen wo die UN auch wenn sie extrem träge ist, Waffenverkäufe zulässt oder nicht. Wer dagegen verstösst, vors Gericht und ordentlich bestraft. Und dabei sollte es egal sein ob man den intern. Gerichtshof anerkennt oder nur anerkennt wenn man "böse" Diktatoren davor bringt.


Und das ist auch nur die halbe Wahrheit. Vorher gab es ja schon die Mudschaheddin, die gegen die Russen kämpften, also die von Dir zitierten Al-CIAda. Immerhin 10 Jahre hat die USA religöse Fanatiker mit Waffen und Ausbildung versorgt. Scheißegal, Hauptsache die Russen verbreiten dort nicht den bösen Kommunismus....
Du redest ja jetzt von Afghanistan, ich hatte allein vom Irak erstmal gesprochen.

Udn bezüglich IS. IS=ISIS. Mehr nicht. Diese Kurzform so meine These ;) ist doch eh nur gekommen wegen der gleich Benennung eines amerik. Militärstrategiekonsortiums. Es ist interessant, das beide quasi zur selben Zeit neue Namen bekamen. ISIS wurde zu IS (isl. Staat später, denn die Kalifatausrufung kam erst später), und ISIS wurde zu SIS.
amerik. ISIS Wenn Du die Seite etwas genauer anschaust, findest Du noch genug Elementer von ISIS auch was die genau machen.
Die ISIS entstammt aus der AQI (al-CIAda im Irak). Später wurde dann noch die Al-Nusra-Front quasi-integriert, auch wenn Julani, ehemaliger Führer der Al-Nusra sich viel eher zugetan sah der Al-CIAda aus Afghanistan. Aber Julani wurde dann von al-Bagdhadi (Führer der ISIS) daraufhin als Abtrünniger bezeichnet und schwups Al-Nusra wurde quasi-Bestandteil der ISIS.

Das der fundamentalistische Bestandteil von ISIS/AQI schon vorher vorhanden war. Keine Frage. Aber er war nicht dazu da gegen andere isl. Strömungen zu kämpfen, das kam erst sehr viel später. Als die Amerikaner Al-Maliki einseitig unterstützten und ihn machen liessen. Dies führte dazu das ein tei lder rebellengruppen gegen die anderen isl. Strömungen Sturm liefen auch weil jene isl .strömungen andere naja die jahrelange Drangsalierung auch mal zukommen lassen wollten. Als al-Maliki aber dann mit dem Iran auch noch agierte, schwups wurde auch er abgesägt von den Amerikanern. Ähm durch eine neue Einheitsregierung.
Somit nochmal zusammenfassend. ISIS/AQI war zuerst dazu da die Amerikaner im Irak zu bekämpfen. Als die Amerikaner das falsche machten wurden auch deren verbündete Ziel von Terror (weil sie selbst auch terror verbreiteten). Die heutigen Tötungen von Andersgläubigen, andere isl. Strömungen, Christen etc. war aber nicht das Grundgerüst dieser Rebellengruppe. Das kam erst nach und nach später dazu.


Ok,ich muss Dich mal fragen: ...
Natürlich nimmt der Terrorist alles entgegen was ihm geboten wird. Aber deswegen ist er auch ein Terrorist. Ein (angeblicher demokratischer Staat), sollte sich seine Verbündeten und dessen Ausrichtung aber zumindest weitestgehend kennen. Das die Staaten des Emirats da jeden utnerstützen der ihnen behilflich sein kann, ok nehme ich mit. Aber bei Staaten wie USA, Türkei, indirekt dann auch die NATO und somit auch D. Sollte die Aufklärung schon etwas mehr hermachen.


Fakt ist, dass sich der IS nicht von allein auflösen wird. Die werden nicht sagen: "Oh man, wir haben Mist gebaut. Entschuldigt bitte, wir sind dann mal weg". Wenn das, was ich sage, menschenverachtend ist, dann bist Du jetzt dran mir zu sagen, wer für die Bekämpfung zuständig ist.
Das ist richtig mit den ISIS haben u.a. auch "prowestl. Staaten" einen Feind aufgebaut der keineswegs so einfach in die Berge zusammengefercht werden kann wie damals die Al-CIAda. Oder sagen wir lieber die Taliban. Denn Al-CIAda war ja doch immer genau wenn man sie "brauchte" zugegen. ;)
Bekämpft werden sollte sie von denen die sie in/direkt unterstützen, was bedeuten würde die Emirate, USA, Türkei im ersten Atemzug. Schliesslich sind sie verantwortlich für diese Rebellengruppe. Danach alle Unterstützungsstaaten, das sind so einige NATO-Länder wie Deutschland.

Wenn sich morgen in Deutschland eine Organisation formiert, die mit militärischen Mitteln (scheißegal, wer ihnen die zur Verfügung gestellt hat) gegen ihre "Feinde" vorgeht, dann sehe ich natürlich erstmal den Staat in der Pflicht, gegen diese Gruppe vorzugehen. Beispiel: NSU. Wenn der Staat nun aber nicht in der Lage ist, dagegen vorzugehen, wer sollte es in Hinblick auf Nachhaltigkeit und minimalste diplomatische Verwicklungen am ehesten tun?
Eine Organisation die vom Militär nicht gebändigt werden kann, hat die mil. Mittel nicht durch Selbstbau erhalten. Somit ist es weiterhin wichtig wer dafür verantwortlich war. Wenn diese Org. auch noch international aktiv wird, dann dürfte gar nicht nur ein Staat dahinter stehen. Dann müssen erstmal jene Staaten ran gegen die diese Offensive geht. Gleichzeitig dürfen/sollten jene Staaten Druck auf die Unterstützungsstaaten machen. Und dann mal kieken ob man sich diplomatisch nähern kann oder es zum grösseren Krieg kommt.

Ok, ich hab da mal eine kleine Auswahl für Dich:
  • Die Weltpolizei - USA

  • Ohne mit Vorurteilen um sich zu werfen, ich denke diese Regierung darf man hinter fast jeder Org. zum regime change vermuten.
    [
    *]Ein internationaler Staatenbund - Jeder, der gerade Bock hat. den IS zum kotzen findet und zu viele Einwohner hat
    Leider trifft es zunächst immer die Anrainerstaaten wie jetzt Syrien, demnächst vielleicht Libanon, Ägypten etc.. Sie werden in den Krieg getrieben.

    Ich denke, dass die eigenen Leute sich dem erstmal entgegen werfen müssen. Klar wollen sie den Krieg nicht, aber außer den Aggressoren will auch sonst niemand den Krieg. Und selbst die würden vermutlich darauf verzichten, wenn der Feind einfach so gehen würde und ihnen das Feld kampflos überließe. Krieg ist immer scheiße und wenn er irgendwo ausbricht, bringt er immer Elend und Verderben. Aber wenn sich niemand entgegen stellt, wann hat der IS den Hals voll? Vielleicht ja im malerischen Tessin? Oder Berlin? Oder Stockholm? Spitzbergen?

    Pervers, menschenverachtend, ... Wer soll es denn machen?
    Wir dürfen nicht ausser Acht lassen, das dieser Feind ebenso wie Al-CIAda "gezüchtet" wurde. Schon heute darf ISIS dafür herhalten das die Amerikaner in Syrien bombardieren können (das dürfen ist ja so eine Sache, die ersten Meldungen auch gegen Assad damit vorzugehen liessen nur kurz auf sich warten). Die Türkei nutzt die ISIS um gegen die Kurden vorzugehen. Und naja die Emirate wollen eh ihre "besondere" islamische Strömung voranbringen. Wobei noch keiner so explizit gegen den ISIS vorgeht, sondern bisher nur die Trainigssession mit den Amerikaner, Waffendeals mit Amerikanern und z.B. Deutschland ranholt etc. Da bin ich noch gespannt. Nur kämpfen tun bisher vordergründig "moderate" syr. Rebellengruppen die ihren Einflussbereich in Sorge haben und die Assad-Armee. Die irak. Armee kämpft zwar auch aber nun ja ohne grosse wirkliche nennenswerte aktionen. Von ein paar Zurückeroberungen und wieder Gefallenen wichtigen Punkten (überwiegend Öl) ist da aber nicht mehr bekannt.
 
Wie gesagt bin ich nicht nur für keine Waffenlieferungen aus D, wobei das immer noch ein Anfang wäre. [...] Und im Falle der Waffen könnte man über die UN eben intern. Verordnungen erlassen wo die UN auch wenn sie extrem träge ist, Waffenverkäufe zulässt oder nicht.
Halte ich sogar für eine gute Idee. Von mir aus kann auch die UN dann entscheiden, wer liefert und wieviel, also quasi den Vertrag absegnet.

Aber weißt Du was? Das hilft uns hier und jetzt kein Stück. Wir haben jetzt ein Problem mit Flüchtlingen und mit dem IS. Dieses Problem muss jemand besser gestern als heute angehen. Also behalten wir mal Deine Idee im Hinterkof als gute Variante für die Zukunft.

Du redest ja jetzt von Afghanistan, ich hatte allein vom Irak erstmal gesprochen.
Du kannst doch nicht IS und Al-Kaida getrennt betrachten. Im Prinzip gehört die Taliban, Boko Haram, jetzt auch Ansaru und selbst die kleinen Splittergruppen, wie etwa ETIM und Al-Dschihad (gibt es die eigentlich noch?) auch dazu. Und wenn man sich mal die gesamte Bedrohung klar machen will, dann kann man auch gerne die Liste noch um die Abu Sayyaf, Jemaah Islamiyah und andere erweitern. Inzwischen ist ja sogar schon die Zahl der muslimischen Terrororganisationen unüberschaubar geworden. Jeder kleine Inselstaat hat ja schon seine eigene.

Den IS interessieren doch auch keine Ländergrenzen. Die USA hat durch ihre bescheuerten Kriege den gesamten Nahen Osten destabilisiert, einschließlich große Teile Afrikas und Vorderasiens. Als stärkste Macht ging jetzt aus dem Machtvakuum der IS hervor, den ich auch als Hauptziel sehe. Gibt es den nicht mehr, warten unzählige andere auf ihre Chance. Genau deswegen hat die USA nicht einfach Hussein aus dem Ledersessel schießen können und warten können, bis der gesamte Irak fröhlich die verordnete Freiheit und Demokratie feierte.

Wenn man will, dass in der Region wieder Ruhe, Frieden und Ordnung herrscht, dann muss sich vor allen anderen die eigene Bevölkerung darum kümmern. Truppen und Verbände "aus dem Westen" werden als Aggressoren und Besatzer wahr genommen (was ja auch bislang immer so war, wenn man sich nur mal die Geschichte Afghanistans anschaut). Truppen aus dem Westen können die Terrororganisationen höchstens zersplittern, aber nie besiegen. Unter Kontrolle bringen kann sie nur die eigene Bevölkerung, die sie vor allem nicht (mehr) unterstützt.

Unsere Rolle, also die des Westens, kann dabei allerhöchstens unterstützender Natur sein. Aber die Unterstützung muss auch als solche wahr genommen werden und keinesfalls so, dass wir etwa das Kommando haben und die Landsleute gegeneinder in die Schlacht hetzen. Der Wille, den Terror aus dem Land zu fegen, muss nunmal von den Leuten selbst kommen.

Wir dürfen nicht ausser Acht lassen, das dieser Feind ebenso wie Al-CIAda "gezüchtet" wurde.
Und das hat man auch vor Ort nicht vergessen. Schon deshalb darf da unten kein Star und kein Stripe mehr auftauchen. Die USA könnten sich zur Abwechslung mal mit etws völlig unerwartetem Guten, Humanitären befassen und die Flüchtlinge aufnehmen, die derzeit in Massen die Krisengebiete verlassen. Da können sie zwar nicht ballern und nix bomben, wäre aber äußerst hilfreich. Zumal sie mehr als genug Platz, Mittel und Möglichkeiten dafür haben.

Aber wie gesagt - es darf auch sonst kein "westlicher Soldat" da unten kämpfen. Du, wir wissen doch beide, dass die Iraker nicht vergessen haben, dass sie sich zur Belustigung der USA von den Persern haben den Arsch zerfetzen lassen, aber als sie nicht mehr "funktionierten" auch ganz schnell "abgeschafft" werden sollten. Im Grunde gilt das Gleiche für Afghanistan.

Du magst es nach wie vor für falsch halten, dass die eigenen Bürger des Landes da unten kämpfen, aber für mich ist das überhaupt die einzige Option, wie man dauerhaft Frieden und Stabilität in das Land und die Region rein bringen kann. Selbst wenn das Volk sich danach einen Despoten, Diktator oder sonstwas wählt, wird es allemal besser für alle sein, als wenn die USA wieder eine getreue Marionette á la Karsai installiert und mit enormen finanziellen und militärischem Aufwand auf unbestimmte Zeit für Ruhe und Ordnung sorgen muss. Das Volk muss von sich heraus den Terrorismus bekämpfen und darf erst gar nicht das Gefühl haben, dass sie einerseits von den Terroristen und andererseits von den Besatzern zermürbt und aufgerieben werden.

Nur wenn zu wenige Leute da unten sind, haben sie keine Chance gegen die wachsende Zahl der IS-Kämpfer oder Boko Haram, ... wie sie alle heißen. Deswegen sollten die kampffähigen Männer schleunigst in ihre Heimat und dort für ihre Zukunft kämpfen. Gern mit internationaler Unterstützung, sofern von ihnen selbst gewünscht. Aber der Impuls muss von ihnen selbst kommen und das bitte sehr schnell.
 
Tut mir erstmal leid, wenn ich jetzt viel Text überspringe und mich kurz fasse. Ich komme hier nicht ganz mit bei eurer Schlagzahl. ;)

Wenn wir von unserem Steuergeld hätten die Binnenwirtschaft ankurbeln wollen, brauchen wir doch nicht auf Flüchtlinge zu warten. Wir hätten einfach die Steuern senken können, wäre viel effektiver gewesen.
Den Binnenmarkt ankurbeln ist ja nicht das Ziel, sondern immernoch Menschen in Not zu helfen. Imo muss man aber, wenn man sich über die Kosten aufregen will, auch differenziert damit auseinander setzen. Wir reden ja nicht einfach davon X Milliarden Steuern im Ofen zu verbrennen, sondern tatsächlich über die Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft.
Und ob ich jetzt 10 Milliarden locker mache damit jeder Erwerbstätige 20€/Monat mehr in der Tasche hat, um mal falsch zu parken oder ob wir 1 Mio. Flüchtlingen mit ~833€/Monat das wesentliche zum Überleben bieten können, ist für mich nochmal ein qualitativer Unterschied.
Können wir 100 Millionen aufnehmen? Na das wird wohl auch nix. Wieviel können wir also maximal? Die Antwort bleibt mir irgendwie jeder schuldig.
Das interessiert mich nur nicht ob das jetzt 2, 7 oder 96,3 Mio sind. Sie sind da, sie kommen und schon das kriegen wir in Deutschland aber insbesondere in der EU nicht gebacken und das kann in der Dimension und mit der Vorlaufzeit eigentlich gar nicht sein.
Bei aller Weltoffenheit, die ich der Mehrheit der Deutschen durchaus unterstelle, aber meinst Du nicht, dass wenn eine fremde Kultur (und Religion) über ein sozialverträgliches Maß in eine andere Kultur (und Religion) geimpft wird, dass es da nicht auch zu Abwehrreaktionen, mindestens jedoch Reibungspunkten kommt?
Ich denke nicht, dass wir weltoffen sind. Wir haben verschiedene Zonen um uns herum. Alles was weiter als 500 Meter von unserer Wohnung passiert, sind wir super weltoffen, alles was 50 Meter vor oder hinter unserem Auto passiert, sind wir super weltoffen. Und alles was weiter als 10 Meter um uns selbst passiert, sind wir auch super weltoffen.
 
Tut mir erstmal leid, wenn ich jetzt viel Text überspringe und mich kurz fasse. Ich komme hier nicht ganz mit bei eurer Schlagzahl. ;)
Ja, wir waren fleißig :D

Das interessiert mich nur nicht ob das jetzt 2, 7 oder 96,3 Mio sind. Sie sind da, sie kommen und schon das kriegen wir in Deutschland aber insbesondere in der EU nicht gebacken und das kann in der Dimension und mit der Vorlaufzeit eigentlich gar nicht sein.
Also was die Planung angeht, ist es absolut peinlich, das kann man nicht anders sagen. Dass meine Volksvertreter jetzt überhaupt erst anfangen zu begreifen, was da auf uns zugerollt kommt, ist an Naivität kaum noch zu überbieten.

Aber der Mensch hat nunmal 2 Augen, ein linkes und ein rechtes. Zumindest sollte er das haben. Das linke sieht das Elend, aus dem die Flüchtlinge kommen und fordert uns auf, Hilfe zu leisten. Das rechte Auge sieht in jedem Flüchtling aber auch einen Kostenfaktor und letztlich auch zusätzliche Belastung für alles - die Kassen, die das soziale Gefüge, die Sicherheit,...

Man sollte schon beide Augen offen haben, wenn man durch die Welt geht. Der (gelehrte) Linke antwortet mir auf das Problem, wieviele Flüchtlinge wir aufnehmen können: "Wieviele Engel passen auf eine Nadelspitze? So viele nur wollen!" Ok, das mag auf Engel und Nadeln zutreffen. Bei Flüchtlingen und Deutschland sieht es anders aus. Es gibt definitiv eine Maximalzahl. Und zwar eine, die wir ohne zusätzliche Kredite quasi aus der Kaffeekasse bezahlen können. Eine weitere, die nur mit Steuererhöhungen und/oder Kredite machbar ist und eine, die kurzfristig (bis vielleicht maximal 6 Monate) machbar ist. Alles darüber hinaus läuft auf Selbstmord hinaus. Und es kann nicht in unserem Interesse sein, uns für andere Länder zu ruinieren, zumal damit niemandem geholfen wäre. Die Flüchtlinge müssten dann auch weiter ziehen und können die Deutschen dann gleich mit nehmen.

Wir müssen irgendwann sowieso die Grenzen dicht machen, da kommen wir überhaupt nicht drum herum. Aber wenn wir (hoffentlich zusammen mit einer internationalen Staatengemeinschaft) militärisch in den Heimatländern der Flüchtlinge intervenieren (auf welche Art auch immer - aktiv in Kampfhandlungen oder passiv durch Ausbildung, Gerät etc.), haben wir zumindest eine kleine Chance, dass der Flüchtlingsstrom langsam abebbt und die ersten wieder von sich heraus nach Hause gehen bevor wir sie raus schmeißen müssen. So ist es nunmal, so hart es auch klingt. Ich kann es nicht ändern.

Ich denke nicht, dass wir weltoffen sind. Wir haben verschiedene Zonen um uns herum. Alles was weiter als 500 Meter von unserer Wohnung passiert, sind wir super weltoffen, alles was 50 Meter vor oder hinter unserem Auto passiert, sind wir super weltoffen. Und alles was weiter als 10 Meter um uns selbst passiert, sind wir auch super weltoffen.
Ja, nun will sich selbstverständlich niemand einen Flüchtling auf den Schoß setzen. Will vermutlich auch nicht der Flüchtling :D

Du, ich weiß ja was Du meinst. Die meisten wollen helfen, aber so ein Auffanglager nicht vor der Tür haben. Dabei ist allen klar, dass mitleidig gucken und warme Worte allein auch nicht reichen. Und da die Zahl der Flüchtlinge laufend steigt (und mit ihr die Prognosen für dieses Jahr), muss man sich natürlich auch irgendwann damit abfinden, dass das nächste Asylantenheim womöglich nicht weit weg sein wird. Ist ja normal.

Was aber genauso Fakt ist: Wir können nicht auf Dauer alle Flüchtlinge hier behalten. Wenn sich niemand gegen den IS engagiert, dann hört die Flüchtlingsflut erst auf, wenn der IS meint, ein genügend großes Reich zu besitzen und sein Kalifat ausruft. Und so lange wollen wir warten, ja? Und kannst Du mir sagen, wo der IS seine Grenzen sieht?

Es wird so oder so der Punkt kommen, da wir die Leute an der Grenze abweisen müssen, ob wir wollen oder nicht. Und es wird so oder so eine humanitäre Katastrophe sein - ist es ja jetzt schon. Die einzige Frage, die wir uns stellen müssen ist, welcher Art unsere Hilfe sein muss, damit sie effektiv und nachhaltig ist.
 
Mal aus dem praktischen Leben rund um Flüchtlinge.

Eine Bekannte berichtet:
"Sie sind da - unsere ersten Flüchtlinge - 7 junge Männer aus Eritra. EIgentlich sollten sie morgen kommen, aber nein. Das LRA in Gestalt von Frau *piep*, hat sie einfach - ohne Information - vor dem Wohnhaus abgesetzt - ohne Essen, ohne Wasser und ohne die Wohnungsschlüssel."

"Ein junger Mann leidet seit Tagen an einem schmerzhaften Abzess - er wurde zum Arzt gefahren und muss operiert werden."

"2,5 Raumwohnung mit Bad und Küche. Das größe Zimmer wurde mit Schränken, einem Tisch und 7 Stühlen ausgestattet. Dann ein 4 Bett und ein 3 Bettzimmer. Ich muss Euch nicht sagen, wie wenig Platz geschweige Privatspäre ist. Das ist menschenunwürdig. Auf meine etwas forschere Nachfrage hieß es, 6qm stehen ihnen zu. Basta. Muss man sich mal geben, das LRA bekommt für die Unterbringung je Flüchtling 206 Euro pro Monat, die Warmmiete beträgt ca. 350 Euro."

Ich war Montag am LaGeSo in Moabit:
"Ich hatte heute die seltsame Ehre, die Situation an der LaGeSo in Moabit so ansatzweise erleben zu dürfen - und ich frage mich: Bin ich in Deutschland oder in Timbuktu.
Flüchtlinge kommen dort an, teils habe ich sie mit Taxen kommen sehen, und es ist niemand offizielles da, der sich um sie kümmert.
Also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf der Straße zu übernachten. Bei den "jungen Männern" wäre ich ja fast noch bereit, angesichts der Temperaturen zu sagen, geht grad noch so, aber (schwangere) Frauen und Kinder auf der Straße liegen zu lassen geht gar nicht.
Kein Essen, kein Trinken, keine Notunterkunft und die Notdurft kostet 50 Cent.
Hallooo, wo sind wir hier?
Was wirklich aufbaut sind die Freiwilligen, die Schlafplätze organisieren, die Bewohner Berlins, die Teppiche, Isomatten, Schlafsäcke, Decken und Klamotten vorbei bringen, damit die, die draußen pennen müssen, nicht auf dem nackten Boden pennen müssen.
Und natürlich auch die Personen und Imbissläden, die die Flüchtlinge mit Essen und Trinken versorgen.
Wo sind wir hier eigentlich?"

Und Vollpfosten wie unsere sächsische Misere machen sich Gedanken darum, ob man den Leuten die so behandelt werden, nicht noch das Taschengeld kürzt.

gruss kelle!
 
Du, ich weiß ja was Du meinst. Die meisten wollen helfen, aber so ein Auffanglager nicht vor der Tür haben.
Aber warum nicht?
"Üblich". Ich weiß nicht so recht ob es "normal" ist zu denken: Och nö, die hängen bestimmt Wäsche auf und das sieht ja nicht so hübsch aus und dann muss ich ja jetzt meine Garage abschließen, lass die mal lieber irgendwo in der Wüste zwischen den Fronten verdursten.
 
Braucht man gar nicht. Der neu installierte Diktator oder die neue wie auch immer geartete Regierung muss nur stark und handlungsfähig genug sein, diese Gruppe(n) unter Kontrolle zu halten. Religöse Irre gab es auch zu Zeiten von Hussein genug, nur sind die so gut wie nie unter ihren Steinen hervor gekrochen gekommen.
Die letzten Konflikte haben gezeigt, dass es mit dem "nur" nicht so einfach ist.

Weil aus dem Wohl ihres Landes irgendwann ihr eigenes dauerhaft erwächst. Sag mal, was wäre wohl passiert, wenn im Juni/Juli 1945 alle Deutschen, die kein Haus mehr hatten, oft auch keine Familien mehr, keinerlei nennenswerten Besitz und kaum was zu essen allesamt ihre Koffer gepackt hätten und ausgewandert wären? Notfalls sich auch gewaltsam Zutritt zu einem Land verschafft hätten?
Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg zu Ende. Und in welches Land hätte man den fliehen können? Der Vergelich hinkt schrecklich.

Nein, sondern Kosten. Hohe Kosten durch die dilletantische Rückführung des ganzen Geräts. Ebenso die Vernichtung einwandfreien Geräts vor Ort. Laut Tagesschau wurden ja sogar umgebaute PKWs (baugleich mit Mercedes Geländewagen) geshreddert aus Angst, man könnte vor Ort damit böse Dinge tun.
Und man kann davon ausgehen, dass man das bei zukünftigen militärischen Interventionen effizienter durchführen wird? Die Bundeswehr ist doch in der jetzigen Verfassung mit solchen Einsätzen überfordert.

Also ich bin gegen Frauen im Krieg. Ich bin auch gegen Frauen in der Armee. Mag sein, dass ich da völlig überholte Ansichten habe, aber eine Frau sollte das tun, wozu ein Mann nunmal nicht fähig ist: Kinder gebären. Wenn 1000 Männer überleben und 1 Frau, ist das große Scheiße. Sie kann, auch wenn sie täglich mit allen 1000 Männern S*x hat, nur ein Kind gleichzeitig austragen. Wenn 1000 Frauen überleben und nur 1 Mann, dann wäre es für den Mann nicht nur das Paradies, sondern er könnte binnen eines Jahres den Bestand seiner Art um 1000 Kinder bereichern. Das mag nach heutigen moralischen Maßstäben zynisch klingen, aber nicht umsonst werden Frauen und Kinder seit Menschengedenken bei Kriegen möglichst verschont.
Ähm, ja. :roll:

Es geht mir nicht um Frauen, sondern Männer. Du meinst, Mann muss in den Krieg ziehe (wenn's um das eigene Land geht). Das halte ich für pervers.
 
Aber warum nicht?
Also ich hätte es auch nicht gewollt. Jetzt haben sie uns klammheimlich gleich 2 untergejubelt, die ich zu Fuß jeweils in 5 Minuten erreichen kann. Und ich lebe noch :D

Über meine Gründe kann ich Dir gern Auskunft geben. Auch darüber, wie die Leute größtenteils aus meinem Freundeskreis darüber denken. Aber das wird sicherlich nicht repräsentativ für alle sein.

Also ich wollte und will es nicht, weil es die Lebens- und Wohnqualität der Gegend rapide senkt. Auch ist es eine Frage, wie sicher man sich in seiner Gegend fühlt, wenn man das Haus verlässt. Und das muss man ja auch mal, spätestens des Broterwerbs wegen.

In meinem Fall kann ich Dir nur sagen, was sich seitdem hier verändert hat. Hier ist dadurch die Kriminalität extrem angestiegen, nicht nur gefühlt. Zumindest, was bestimmte Straftaten angeht. Dazu zählen Raub, Diebstahl und Einbruch. Hinzu kommen kleinere Ordnungswidrigkeiten wie Verschmutzung und Lärmbelästigung. Wobei ich beim letzteren schon ziemlich resistent bin, da vorher halt die Assis besoffen gegröhlt haben, jetzt zanken sich die Asylanten. Großer Vorteil: Ich verstehe jetzt nicht mehr, was sie sagen. Und Verschmutzung - da sehe ich die BSR in der Pflicht. Ich wohne dafür weit genug weg, dass ich es nicht riechen muss.

Und ich habe sogar ein paar "Insider-Informationen" :) In dem einen Heim wohnt auch eine junge Mutter, die mit meiner Frau zusammen den Sprachkurs besucht hat. Sie kommt aus Vietnam, ihr hat man dieses Zimmer im Heim irgendwie zugewiesen. Sie hatte uns schon erzählt, dass sie sehr um das Wohl und die Gesundheit ihrer Tocheter (1 Jahr) besorgt ist. Die ganze Nacht Lärm im Heim, manchmal schlagen da Leute besoffen an ihre Tür so stark, dass sie glaubt, sie wollen die Tür eintreten. Sie versteht nicht, was sie sagen, vermutlich irren sie sich einfach in der Tür im Suff. Dazu Dreck auf den Fluren, die Reinungsfirma kommt nur ein Mal pro Woche. Auf jeden Fall hat sie sich nach dem Kurs sofort eine Wohnung gesucht. Ob sie eine gefunden hat, weiß ich nicht, der Kontakt ist dann irgendwie abgebrochen.

Vor dem Heim sitzen den ganzen Tag dutzende Leute. Ab und an kommt die Polizei, ab und an ein Krankenwagen. So weit ich es beurteilen kann, geht es vor dem Heim friedlich zu, sofern man sich von den üblichen provozierenden Blicken nicht beeindrucken lässt. Zumindest ist es bislang noch zu keiner verbalen oder körperlichen Auseinandersetzung gekommen, was mich angeht. Eine Freundschaft von mir hat sich mal mit einer Frau in den Haaren gehabt, weil sie ihr Kind nicht unter Kontrolle bringen konnte. Das hat immer mit Sand und Steinen auf ihr Kind geworfen. Da sind sie hin und haben sich beschwert, woraufhin sie sie nur laut angeschrien und mit den Armen gefuchtelt hat, nicht aber ihr Kind zu Ordnung rief. Aber ich denke, solches asoziales Pack findet sich auch unter Deutschen reichlich.

Zumindest ist der Status Quo der, dass ich jetzt hier seit 40 Jahren in dem Kiez wohne und seit knapp 8 Jahren in dieser Wohnung. Ergo ist meine Miete erträglich und man kennt hier Hinz und Kunz. Allerdings kann ich auch sagen, dass wenn ich mich jetzt nach einer neuen Wohnung umschauen würde, hier nicht mehr her ziehen würde, auch nicht für den Mietpreis, den ich aktuell zahle. Und das sehen alle aus meinem Freundeskreis so, die hier im Kiez wohnen.

Die letzten Konflikte haben gezeigt, dass es mit dem "nur" nicht so einfach ist.
Ja, mit IS zu leben ist auch nicht einfach.

Zu diesem Zeitpunkt war der Krieg zu Ende. Und in welches Land hätte man den fliehen können? Der Vergelich hinkt schrecklich.
Klar hinkt der Vergleich. Zumal es gar nicht so viele Deutsche mehr gab, wie es heute Flüchtlinge gibt. Aber der Vergleich soll auch nur zeigen, dass wir heute nicht in diesem Land leben würden, wie wir es heute kennen, wenn unsere Großeltern sich entschieden hätten, die Ruinen hier Ruinen sein zu lassen und lieber irgendwo hin zu gehen, wo es einfacher ist zu leben.

Und man kann davon ausgehen, dass man das bei zukünftigen militärischen Interventionen effizienter durchführen wird? Die Bundeswehr ist doch in der jetzigen Verfassung mit solchen Einsätzen überfordert.
Was soll ich dazu sagen? Ich hoffe es! Ich denke, dass jeder Mensch (und jede Organisation, Gruppe, Firma, ...) aus ihren Fehlern lernen kann. Also sage ich pauschal mal: Ja :)

Es geht mir nicht um Frauen, sondern Männer. Du meinst, Mann muss in den Krieg ziehe (wenn's um das eigene Land geht). Das halte ich für pervers.
Ja, dann stelle ich auch Dir mal so lange die Frage, bis ich darauf eine realistische Antwort bekomme: Wer soll es denn machen?

Gut, die Männer ziehen nicht in den Krieg. Bleiben alle hier und gucken aus dem Fenster. Gern. Und dann warten wir bis der IS in Deutschland ankommt, die Männer dann weiter gen Norden ziehen und wir dann das Problem für sie lösen müssen? Wenn ich mein rechtes Auge ganz doll zukneife und mein linkes ganz weit auf reiße, dann besteht unsere Pflicht darin, den Leuten zu helfen; Aber nicht darin, ihre Probleme für sie endgültig zu lösen. Und unter "Hilfe" verstehe ich noch immer, dass jemand sich eines Problems selbst annimmt, es aber allein nicht schafft und jemanden braucht, der ihm "hilft". Alles andere ist keine Hilfe mehr. Das ist dann "Vormundschaft".

Ich finde diese Denkweise immer etwas witzig. Wir sind uns darüber alle einig, dass jeder Star und jeder Stripe da unten wie ein rotes Tuch wirkt. Die werden nicht als "Befreier" gesehen, sondern als Aggressoren und Besatzer, was wohl inzwischen auch auf die Blauhelme zutrifft. Jede Intervention einer ausländischen Armee ohne den Rückhalt in der Bevölkerung kann überhaupt gar nicht zu einem wie auch immer gearteten guten Ende kommen. Da wir davon ausgehen können, dass hier weder Gott, Allah, noch eine Außerirdische Macht für Ruhe, Ordnung und Stabilität sorgen kann: Wer verdammt nochmal soll es machen, wenn nicht die eigenen Leute?

Und was "Männer" angeht: Da ich dargelegt habe, warum ich keine Frauen und Kinder an der Front sehen will, die Alten vermutlich nicht mehr fit genug sind und nicht richtig zielen können und ich davon überzeugt bin, dass auch Syrer, Iraker, ... nur 2 Geschlechter kennen, wird die Wahl langsam eng.
 
Und Vollpfosten wie unsere sächsische Misere machen sich Gedanken darum, ob man den Leuten die so behandelt werden, nicht noch das Taschengeld kürzt.

Das Leben ist schon hart. Man kommt uneingeladen und überraschend zu "Besuch" und dann wird gemeckert, dass der Gastgeber nicht sofort alles stehen und liegen lässt um sich um einen zu kümmern.

Es wird sich immer nur darüber beschwert, dass zu wenig getan wird, es wird so gut wie keine Dankbarkeit gezeigt, dass überhaupt was getan wird. Das deutsche Volk hilft eine Menge (ob nun gewollt oder ungewollt) und hat sich nicht ausgesucht, dass es Flüchtlinge beherbergen will. Sie kommen einfach so. Daher kann ruhig ein wenig Dankbarkeit gezeigt werden und wenn hier alles so unwürdig ist, dann hat man ja immer noch die Möglichkeit woanders hin zu gehen. Aber Stopp, woanders ist es meist schlechter als hier.
 
Braunschweig richtet Sonderkommission ein - "Soko Asyl"

Folgende News wurde am 20.08.2015 um 20:57:00 Uhr veröffentlicht:
Braunschweig richtet Sonderkommission ein - "Soko Asyl"
Shortnews

Um die angestiegene Kriminalitätsrate im Umfeld der Landresaufnahmebehörde in Kralenrieden in den Griff zu bekommen, wurde die "Soko Asyl" ins Leben gerufen. Die eingesetzten Beamten wollen nun "durchgreifen". Der Leiter der Kriminalpolizei Ulf Küch sprach von einem Schutzauftrag gegenüber den Bürgern.

In letzter Zeit steigen die Zahlen von Ladendiebstählen, Körperverletzungen und Einbrüchen im Umfeld der Aufnahmebehörde. Etwas vier Prozent der 2000 Bewohner seien bisher strafrechtlich auffällig geworden. Das sind etwa 100 Personen.


Genau lässt es sich allerdings nicht beziffern, weil der Durchsatz an Bewohnern recht hoch sei, meinte Ulf Küch im Interview und erinnerte daran, dass straffällig gewordene Asylbewerber in der Regel abgeschoben werden.
 
Das Leben ist schon hart. Man kommt uneingeladen und überraschend zu "Besuch" und dann wird gemeckert, dass der Gastgeber nicht sofort alles stehen und liegen lässt um sich um einen zu kümmern.

"Gemeckert" haben hier zwei Gastgeber, wenn ich das richtig verstanden habe.

Wie sollten die Flüchtlinge denn eigentlich Dankbarkeit zeigen? :think:
 
Wie sollten die Flüchtlinge denn eigentlich Dankbarkeit zeigen? :think:

Sich anständig benehmen - nicht meckern, dass es zu wenig ist - geduldig sein, etc.

Ich denke auch, dass die wirklich hilfsbedürftigen größtenteils dankbar sind m Gegensatz zu den Deutschen Proasyljunkies. Aber zweitere Gruppe ist nun mal die Präsentere in den Foren und Communitys und nervt einfach nur die normalen Menschen.
 
Sie nerven? Weil "normale" Menschen lieber nicht so genau wissen möchten, was da passiert?

Es zwingt Dich doch niemand, Threads mit dem Schlagwort "Flüchtling" zu öffnen... :think:
 
Sie nerven? Weil "normale" Menschen lieber nicht so genau wissen möchten, was da passiert?

Es zwingt Dich doch niemand, Threads mit dem Schlagwort "Flüchtling" zu öffnen... :think:

Sie nerven, weil sie so tun, als wenn Demokratien überflüssig ist. Sie vermitteln den Eindruck, dass jegliches Handeln alternativlos ist. Ebenso wie die heutige Politik.

Und sicherlich könnte ich so welche Threads meiden. Tatsächlich möchte man aber einigermaßen informiert sein. Zudem möchte man die Demokratie nicht so leicht aufgeben, denn diese scheint heutzutage kaum noch jemanden wichtig zu sein. Außer dann, wenn man Demokratie umdefiniert in eine Staatsform, welche jegliches Handeln vorgibt, weil dieses als richtig definiert wurde.
 
Es wird sich immer nur darüber beschwert, dass zu wenig getan wird, es wird so gut wie keine Dankbarkeit gezeigt, dass überhaupt was getan wird.

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Finger von der Tastatur lassen.

Wofür Dank zeigen, dafür dass man als schwangere Frau auf der Straße pennen darf, ohne auch nur ein Glas Wasser zu bekommen?
Dafür, dass einem ähnlich viel Platz zugestanden wird wie einem Hausschwein?

Geh einfach hin und hilf den Flüchtlingen, dann wirst Du Dankbarkeit erfahren.
Aber das kommt für nen Nationalen wie Dich gar nicht in Frage.
Erstens sinds ja ungebetene Gäste.
Zweitens würde es Vorurteile zerstören.

gruss kelle!
 
alles nur Propaganda nicht Kelle. Als Ortsansässiger kannst Du das sicher nicht bestätigen. :mrgreen:
 
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Wofür Dank zeigen, dafür dass man als schwangere Frau auf der Straße pennen darf, ohne auch nur ein Glas Wasser zu bekommen?
Dafür, dass einem ähnlich viel Platz zugestanden wird wie einem Hausschwein?
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gruss kelle!
Was wäre denn Dein Vorschlag ? Jedem ein Ein-Familien-Haus zu gönnen ? Ständig gefüllte Kühlschränke ?
Lass´ doch mal bitte die Kirche im Dorf und gebe der "Eingliederung" ein wenig Zeit.
Dein, von mir oben zitiertes, statement zeigt doch, das wir, also D , z.Zt. nicht die Ressourcen ect haben
um jedem "Ankömmling" einen Wohlstand ad hoc zu garantieren.
 
Wofür Dank zeigen, dafür dass man als schwangere Frau auf der Straße pennen darf, ohne auch nur ein Glas Wasser zu bekommen?

Dankbarkeit dafür, dass man keine Angst vor Bomben haben muss, davor, dass man keine Angst vor Verfolgung haben muss. Dankbar dafür, dass selbst das Wasser aus dem Fluss sauberer ist als das Trinkwasser in der Heimat.

Dafür, dass einem ähnlich viel Platz zugestanden wird wie einem Hausschwein?

Dankbar dafür, dass man sich frei bewegen kann auf recht vielen km² ohne angst vor Schusswaffen zu haben.

Geh einfach hin und hilf den Flüchtlingen, dann wirst Du Dankbarkeit erfahren.
Aber das kommt für nen Nationalen wie Dich gar nicht in Frage.
Erstens sinds ja ungebetene Gäste.
Zweitens würde es Vorurteile zerstören.

gruss kelle!

Ich habe sogar schon mal in einem Asylantenheim übernachtet. Das war 96. Ehrlichgesagt hat es bei mir mehr Vorurteile auf- als abgebaut. Ich kenne aber auch noch andere Asylanten. Die hier Autos kaufen und an die Heimat schicken, so dass sie dort verkauft werden können und ich mich frage, wieso sie fliehen mussten, wenn der Bruder dort die Autos annehmen und mit Gewinn weiter verkaufen kann? Ansonsten hast du recht, bevor ich einem Flüchtling helfe gehe ich lieber in die nächste Bahnhofsmission und helfe dort armen Menschen. Ich gebe lieber unserer Obdachlosen, die in der deutschen Bank im Vorraum übernachtet etwas Geld, weil sie ihr Leben aufgrund von Psychosen scheinbar nicht gemeistert bekommt.

Ich helfe auch gerne mit Spenden an hungernde Menschen weltweit. Wer aber hierher kommt, der ist nun mal Gast und hat nun mal keine Forderungen zu stellen.
 
Dankbarkeit dafür, dass man keine Angst vor Bomben haben muss, davor, dass man keine Angst vor Verfolgung haben muss. Dankbar dafür, dass selbst das Wasser aus dem Fluss sauberer ist als das Trinkwasser in der Heimat.
Und das wirst Du höchstpersönlich auch nie erfahren, weil diese Leute sich nicht bei Leuten bedanken müssen die gar nichts gegenüber ihnen gemacht haben. Du könntest helfen und würdest merken wie oft, wie herzig (wie man hier in CH so schön sagt) die Familen diese Gesten schon der kleinsten Hilfe mit Dankbarkeit quittieren. Nur davon wirst Du in der grossen Presse nichts erfahren. Da musst Du schon selbst aktiv werden.


Dankbar dafür, dass man sich frei bewegen kann auf recht vielen km² ohne angst vor Schusswaffen zu haben.
Na anscheinend aber auch nur solange solange man am richtigen Ort unterkam. In manchen Gebieten ist man vor gewalt auch hier in D nicht sicher. Und anstatt der Pöbel die richtige Adresse anvisiert mit seinen Politikern haut er wieder auf die kleinsten und schwächsten in der Gesellschaft. Und manch H4/ALG2-Empfänger darf endlich mit eindreschen wo er doch noch vor wenigen Monaten der Prügelaffe der Gesellschaft war.

Halte ich sogar für eine gute Idee. Von mir aus kann auch die UN dann entscheiden, wer liefert und wieviel, also quasi den Vertrag absegnet.

Aber weißt Du was? Das hilft uns hier und jetzt kein Stück. Wir haben jetzt ein Problem mit Flüchtlingen und mit dem IS. Dieses Problem muss jemand besser gestern als heute angehen. Also behalten wir mal Deine Idee im Hinterkof als gute Variante für die Zukunft.
Dass dies die aktuelle Situation nicht allzuviel hilft ist auch mir klar. Deswegen sollen die ran die es zu verantworten haben. U.a. jene die anti-Assad-Rebellengruppen unterstützen um nicht selbst Krieg gegen Assad führen zu müssen.


Du kannst doch nicht IS und Al-Kaida getrennt betrachten. Im Prinzip gehört die Taliban, Boko Haram, jetzt auch Ansaru und selbst die kleinen Splittergruppen, wie etwa ETIM und Al-Dschihad (gibt es die eigentlich noch?) auch dazu. Und wenn man sich mal die gesamte Bedrohung klar machen will, dann kann man auch gerne die Liste noch um die Abu Sayyaf, Jemaah Islamiyah und andere erweitern. Inzwischen ist ja sogar schon die Zahl der muslimischen Terrororganisationen unüberschaubar geworden. Jeder kleine Inselstaat hat ja schon seine eigene.
Doch aber genau das muss man im Moment machen. Denn wenn Du es sinnlos aufblähst, bleibt bei der Lösung nämlich niemand mehr da. Nicht einmal die Amerikaner würden gegen alle gleichzeitig vorgehen, selbst wenn sie die Aufbauhilfe etc. von allen jenen Staaten eigenehändig bekommen.
Man muss es isolieren.

Den IS interessieren doch auch keine Ländergrenzen. Die USA hat durch ihre bescheuerten Kriege den gesamten Nahen Osten destabilisiert, einschließlich große Teile Afrikas und Vorderasiens. Als stärkste Macht ging jetzt aus dem Machtvakuum der IS hervor, den ich auch als Hauptziel sehe. Gibt es den nicht mehr, warten unzählige andere auf ihre Chance. Genau deswegen hat die USA nicht einfach Hussein aus dem Ledersessel schießen können und warten können, bis der gesamte Irak fröhlich die verordnete Freiheit und Demokratie feierte.
Da gebe ich Dir Recht. Und solange wir mit den USA weiterhin so einen Käse veranstalten sind wir auch mitverantwortlich. Und wenn wir auch weiterhin dabei sind irgendwelche Regierung einzusetzen, gewissen Teile der Bevölkerung einseitig unterstützen wird es weiterhin so sein, das ganz besonders die US-Streitkräfte nichts anderes sind als Besatzer.

Und das hat man auch vor Ort nicht vergessen. Schon deshalb darf da unten kein Star und kein Stripe mehr auftauchen. Die USA könnten sich zur Abwechslung mal mit etws völlig unerwartetem Guten, Humanitären befassen und die Flüchtlinge aufnehmen, die derzeit in Massen die Krisengebiete verlassen. Da können sie zwar nicht ballern und nix bomben, wäre aber äußerst hilfreich. Zumal sie mehr als genug Platz, Mittel und Möglichkeiten dafür haben.
Deswegen sage ich ja sollte man sich von der US-Strategie lösen und selbst Mehrheiten bei der UN suchen und finden, die anders vorgehen. Das dies nicht viel besser sein wird, weiss auch jeder. Wenn man mal Richtung Kosovo schaut, wo die EU quasi die momentane Situation aufgebaut hat.

Aber wie gesagt - es darf auch sonst kein "westlicher Soldat" da unten kämpfen. Du, wir wissen doch beide, dass die Iraker nicht vergessen haben, dass sie sich zur Belustigung der USA von den Persern haben den Arsch zerfetzen lassen, aber als sie nicht mehr "funktionierten" auch ganz schnell "abgeschafft" werden sollten. Im Grunde gilt das Gleiche für Afghanistan.
Doch darf er, er darf sogar die Mehrheit der Streitkräfte bilden. Nur nicht mehr bei der Entwicklung der Demokratie, Regierung etc. aber genau das ist ja der erste Grund warum US und andere Staaten überhaupt nur intervenieren. Und das weiss die Bevölkerung.

Du magst es nach wie vor für falsch halten, dass die eigenen Bürger des Landes da unten kämpfen, aber für mich ist das überhaupt die einzige Option, wie man dauerhaft Frieden und Stabilität in das Land und die Region rein bringen kann. Selbst wenn das Volk sich danach einen Despoten, Diktator oder sonstwas wählt, wird es allemal besser für alle sein, als wenn die USA wieder eine getreue Marionette á la Karsai installiert und mit enormen finanziellen und militärischem Aufwand auf unbestimmte Zeit für Ruhe und Ordnung sorgen muss. Das Volk muss von sich heraus den Terrorismus bekämpfen und darf erst gar nicht das Gefühl haben, dass sie einerseits von den Terroristen und andererseits von den Besatzern zermürbt und aufgerieben werden.
Ja das ist soweit ok aber nicht jeder Mann. Sondern ausgebildete oder baldig ausgebildete. Davor muss aber zumindest sowas wie relative Sicherheit geben. Die zivile Bevölkerung muss auch erkennen das sie nicht nur Kanonenfutter sind.

Nur wenn zu wenige Leute da unten sind, haben sie keine Chance gegen die wachsende Zahl der IS-Kämpfer oder Boko Haram, ... wie sie alle heißen. Deswegen sollten die kampffähigen Männer schleunigst in ihre Heimat und dort für ihre Zukunft kämpfen. Gern mit internationaler Unterstützung, sofern von ihnen selbst gewünscht. Aber der Impuls muss von ihnen selbst kommen und das bitte sehr schnell.
Wie gesagt es ist ja nicht so als wenn da niemand von der ansässigen Bevölkerung gegen ISIS kämpft. Bei der ISIS ist es die syr. Armee, teile der anti-Assad-Rebellengruppen. Aber und nun kommt es, genau diese Gruppen sind im Visier, von US (syr.Armee) von Türkei (anti-Assad-Rebellengruppen vornehm die Kurden). Genau die Rebellengruppen gegen die man vorgehen will werden immer noch von den Emiraten geschützt und finanziert. Und was machen wir, wir freuen uns über jeden Deal den wir mit jenen Emiraten machen und hoffen das sie uns einen kleinen Zettel geben wo steht, das geht nicht in die Spannungsgebiete. Viele Youtube-Video's sprechen eine andere Sprache....Und auch das weiss die Zivilbevölkerung und deswegen kämpft natürlich dann auch nicht jeder mit. Wieso auch?
 
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