Reddogg
Well-known member
- 4 Mai 2006
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Von Embargo's/Sanktionen etc. spreche ich ja auch noch nicht, sondern nur keine Unterstützung über die NATO. Mir wäre es auch neu das ALLE NATO-Mitglieder in der Türkei irgendwelche Soldaten stationiert hätten. Also manche Staaten schaffen es sehr wohl die Türkei nicht explizit dort zu unterstützen.Gegen die Türkei geschossen? Sie wird mal mehr, mal weniger scharf "ermahnt". Im Gegenzug pöbelt dann Erdogan zurück und gut ist wieder. Nee, also einen wirklichen Bruch in den Beziehungen will man wirklich nicht riskieren. Beendigung der Unterstützung, Embargos und dergleichen wird es nicht geben. Nicht, so lange die USA und der kleine Rest der NATO da noch landen und auftanken darf.
Da fragst Du den falschen, ich habe da eine ähnliche Ansicht wie die Linke. Auflösung und Neuorientierung/Neuetablierung. Mit neuen Regeln und Pflichten etc..Obwohl wir damit vom Thema abkommen, aber kannst Du mir eigentlich mal erzählen, wozu es noch immer die NATO gibt, wo sich der Warschauer Pakt ja aufgelöst hat?
Deswegen ja wie gesagt, internationale Verordnungen und nicht nur Deutschland. Nur international wird halt extrem schwierig, wenn man allein an Streumunition/bomben denkt...Ja, nun. So funktioniert Kapitalismus nunmal. Verkaufen, wir nicht, verkaufen andere.
Das ist richtig, dass das eine nicht ohne dem anderen geht. deswegen ja auch meine Hypothese mit intern. Staaten finden die ebenso ähnliche Überlegungen haben. Sind ja zum Glück nicht alle so fuchsteufelwild wie "Amerikaner und die Emirate" auf Krieg aus, für Rohstoffe, Macht etc..So, was nun Kriegswaffen betrifft frage ich mich, inwiefern unsere Lieferungen oder Nichtlieferungen den Ausgang der Streitigkeiten vor Ort beeinflusst. Ich komme zu dem Ergebnis: Gar nicht. Die Leute wollen Krieg führen und tun es egal mit welchen Mitteln (oder wessen Waffen). Einen Waffendeal nicht zu schließen heißt nur, das eigene linke Gewissen zu beruhigen, das ist alles. Viel wichtiger wäre, einen Krieg zu verhindern oder so schnell wie möglich zu beenden. Wie man das machen kann, können wir gern diskutieren, so auf den Plauz fällt mir dazu nix ein.
Wie gesagt bin ich nicht nur für keine Waffenlieferungen aus D, wobei das immer noch ein Anfang wäre. Siehe auch erneuerbare Energie, irgendwer muss halt den Anfang machen. Und im Falle der Waffen könnte man über die UN eben intern. Verordnungen erlassen wo die UN auch wenn sie extrem träge ist, Waffenverkäufe zulässt oder nicht. Wer dagegen verstösst, vors Gericht und ordentlich bestraft. Und dabei sollte es egal sein ob man den intern. Gerichtshof anerkennt oder nur anerkennt wenn man "böse" Diktatoren davor bringt.Aber wo Du so klar definierte Wertvorstellungen hast: Was bringt es denn, keine Waffen zu liefern - aus Deiner Sicht? Oder sollten wir nur, je nach Tagesdefinition, "die Guten" beliefern? Du weißt ja selbst, wie schnell aus Gut ein Böse und aus Böse ein Gut wird. Nennt man "Diplomatie", kannst es auch "verlogene Scheiße" nennen, is egal.
Du redest ja jetzt von Afghanistan, ich hatte allein vom Irak erstmal gesprochen.Und das ist auch nur die halbe Wahrheit. Vorher gab es ja schon die Mudschaheddin, die gegen die Russen kämpften, also die von Dir zitierten Al-CIAda. Immerhin 10 Jahre hat die USA religöse Fanatiker mit Waffen und Ausbildung versorgt. Scheißegal, Hauptsache die Russen verbreiten dort nicht den bösen Kommunismus....
Udn bezüglich IS. IS=ISIS. Mehr nicht. Diese Kurzform so meine These
amerik. ISIS Wenn Du die Seite etwas genauer anschaust, findest Du noch genug Elementer von ISIS auch was die genau machen.
Die ISIS entstammt aus der AQI (al-CIAda im Irak). Später wurde dann noch die Al-Nusra-Front quasi-integriert, auch wenn Julani, ehemaliger Führer der Al-Nusra sich viel eher zugetan sah der Al-CIAda aus Afghanistan. Aber Julani wurde dann von al-Bagdhadi (Führer der ISIS) daraufhin als Abtrünniger bezeichnet und schwups Al-Nusra wurde quasi-Bestandteil der ISIS.
Das der fundamentalistische Bestandteil von ISIS/AQI schon vorher vorhanden war. Keine Frage. Aber er war nicht dazu da gegen andere isl. Strömungen zu kämpfen, das kam erst sehr viel später. Als die Amerikaner Al-Maliki einseitig unterstützten und ihn machen liessen. Dies führte dazu das ein tei lder rebellengruppen gegen die anderen isl. Strömungen Sturm liefen auch weil jene isl .strömungen andere naja die jahrelange Drangsalierung auch mal zukommen lassen wollten. Als al-Maliki aber dann mit dem Iran auch noch agierte, schwups wurde auch er abgesägt von den Amerikanern. Ähm durch eine neue Einheitsregierung.
Somit nochmal zusammenfassend. ISIS/AQI war zuerst dazu da die Amerikaner im Irak zu bekämpfen. Als die Amerikaner das falsche machten wurden auch deren verbündete Ziel von Terror (weil sie selbst auch terror verbreiteten). Die heutigen Tötungen von Andersgläubigen, andere isl. Strömungen, Christen etc. war aber nicht das Grundgerüst dieser Rebellengruppe. Das kam erst nach und nach später dazu.
Natürlich nimmt der Terrorist alles entgegen was ihm geboten wird. Aber deswegen ist er auch ein Terrorist. Ein (angeblicher demokratischer Staat), sollte sich seine Verbündeten und dessen Ausrichtung aber zumindest weitestgehend kennen. Das die Staaten des Emirats da jeden utnerstützen der ihnen behilflich sein kann, ok nehme ich mit. Aber bei Staaten wie USA, Türkei, indirekt dann auch die NATO und somit auch D. Sollte die Aufklärung schon etwas mehr hermachen.Ok,ich muss Dich mal fragen: ...
Das ist richtig mit den ISIS haben u.a. auch "prowestl. Staaten" einen Feind aufgebaut der keineswegs so einfach in die Berge zusammengefercht werden kann wie damals die Al-CIAda. Oder sagen wir lieber die Taliban. Denn Al-CIAda war ja doch immer genau wenn man sie "brauchte" zugegen.Fakt ist, dass sich der IS nicht von allein auflösen wird. Die werden nicht sagen: "Oh man, wir haben Mist gebaut. Entschuldigt bitte, wir sind dann mal weg". Wenn das, was ich sage, menschenverachtend ist, dann bist Du jetzt dran mir zu sagen, wer für die Bekämpfung zuständig ist.
Bekämpft werden sollte sie von denen die sie in/direkt unterstützen, was bedeuten würde die Emirate, USA, Türkei im ersten Atemzug. Schliesslich sind sie verantwortlich für diese Rebellengruppe. Danach alle Unterstützungsstaaten, das sind so einige NATO-Länder wie Deutschland.
Eine Organisation die vom Militär nicht gebändigt werden kann, hat die mil. Mittel nicht durch Selbstbau erhalten. Somit ist es weiterhin wichtig wer dafür verantwortlich war. Wenn diese Org. auch noch international aktiv wird, dann dürfte gar nicht nur ein Staat dahinter stehen. Dann müssen erstmal jene Staaten ran gegen die diese Offensive geht. Gleichzeitig dürfen/sollten jene Staaten Druck auf die Unterstützungsstaaten machen. Und dann mal kieken ob man sich diplomatisch nähern kann oder es zum grösseren Krieg kommt.Wenn sich morgen in Deutschland eine Organisation formiert, die mit militärischen Mitteln (scheißegal, wer ihnen die zur Verfügung gestellt hat) gegen ihre "Feinde" vorgeht, dann sehe ich natürlich erstmal den Staat in der Pflicht, gegen diese Gruppe vorzugehen. Beispiel: NSU. Wenn der Staat nun aber nicht in der Lage ist, dagegen vorzugehen, wer sollte es in Hinblick auf Nachhaltigkeit und minimalste diplomatische Verwicklungen am ehesten tun?
Ok, ich hab da mal eine kleine Auswahl für Dich:
- Die Weltpolizei - USA
Ohne mit Vorurteilen um sich zu werfen, ich denke diese Regierung darf man hinter fast jeder Org. zum regime change vermuten.
[
Leider trifft es zunächst immer die Anrainerstaaten wie jetzt Syrien, demnächst vielleicht Libanon, Ägypten etc.. Sie werden in den Krieg getrieben.*]Ein internationaler Staatenbund - Jeder, der gerade Bock hat. den IS zum kotzen findet und zu viele Einwohner hat
Wir dürfen nicht ausser Acht lassen, das dieser Feind ebenso wie Al-CIAda "gezüchtet" wurde. Schon heute darf ISIS dafür herhalten das die Amerikaner in Syrien bombardieren können (das dürfen ist ja so eine Sache, die ersten Meldungen auch gegen Assad damit vorzugehen liessen nur kurz auf sich warten). Die Türkei nutzt die ISIS um gegen die Kurden vorzugehen. Und naja die Emirate wollen eh ihre "besondere" islamische Strömung voranbringen. Wobei noch keiner so explizit gegen den ISIS vorgeht, sondern bisher nur die Trainigssession mit den Amerikaner, Waffendeals mit Amerikanern und z.B. Deutschland ranholt etc. Da bin ich noch gespannt. Nur kämpfen tun bisher vordergründig "moderate" syr. Rebellengruppen die ihren Einflussbereich in Sorge haben und die Assad-Armee. Die irak. Armee kämpft zwar auch aber nun ja ohne grosse wirkliche nennenswerte aktionen. Von ein paar Zurückeroberungen und wieder Gefallenen wichtigen Punkten (überwiegend Öl) ist da aber nicht mehr bekannt.Ich denke, dass die eigenen Leute sich dem erstmal entgegen werfen müssen. Klar wollen sie den Krieg nicht, aber außer den Aggressoren will auch sonst niemand den Krieg. Und selbst die würden vermutlich darauf verzichten, wenn der Feind einfach so gehen würde und ihnen das Feld kampflos überließe. Krieg ist immer scheiße und wenn er irgendwo ausbricht, bringt er immer Elend und Verderben. Aber wenn sich niemand entgegen stellt, wann hat der IS den Hals voll? Vielleicht ja im malerischen Tessin? Oder Berlin? Oder Stockholm? Spitzbergen?
Pervers, menschenverachtend, ... Wer soll es denn machen?
