Nein, das wäre das einzig logische, wenn du sie nicht hier behalten willst. Denn nur so bietet sich ihnen eine Perspektive, NICHT WIEDERKOMMEN zu müssen.
Na ich glaube, Du verwurstelst hier gerade einige Dinge. Wir reden hier von Flüchtlingen, die vor Krieg, Folter, Vertreibung und Genozid fliehen. Die würden ohne den IS ganz normal ihr Leben weiter führen. Die kommen gar nicht primär in dem Schrottkahn, um im gelobten Land ein neues Leben zu führen. Die wollen erstmal nur nicht sterben.

Ob sie sich in Europa überhaupt integrieren wollen, ist überhaupt nicht geklärt. Wenn sie her kommen, wollen die meisten wohl erstmal nur nicht auffallen. Etwas Ruhe finden, Kraft tanken. Und wenn es nach den Leuten ginge, vermutlich am liebsten morgen wieder zurück, aber bitte ohne IS. Ich kenne nur sehr wenige, denen es gefällt, die Heimat unfreiwillig zu verlassen, alles zurück zu lassen, um dann im Ungewissen irgendwo neu anzufangen.

Aber wie dem auch sei. Dein Vorschlag ist also, sie nicht zu integrieren, sondern ihnen einen Sprachkurs zu verpassen und sie in etwas auszubilden, dass in ihrem Land benötigt wird und das Land vorwärts bringt, verstehe ich das richtig?

Dagegen spräche aus meiner Sicht der Zeit- und Kostenrahmen. Deutschkurs mit mindestens 1 Jahr, eher realistisch 2. Dann eine Ausbildung, 3 Jahre oder Weiterbildung von 1-2 Jahren. Es gibt überhaupt kein Anzeichen dafür, dass in 2 bis 5 Jahren der IS in irgendeiner Weise an Einfluss verlieren wird, eher im Gegenteil. Eine Rückführung ist folglich nach heutiger Faktenlage ebenso ausgeschlossen, wie morgen oder vor 1 Jahr. Außerdem ist die Anzahl der Flüchtlinge völlig ungewiss. Wir können beziffern, wieviele wir jetzt haben. Wir können aber nicht sagen, wieviele uns der IS noch schicken wird. Im Worst Case können wir mit mehreren 10 Millionen Menschen rechnen. Realistisch betrachtet werden es aber noch weit über 1 Million werden.

Was wäre die Alternative? Gut ausgebildete "Eingeborene" in Deutschland halten, indem man eine hohe Mauer um unser Land errichtet?
Die Leute verlassen ja ihre Heimat nicht, weil es hier alles doof ist oder weil sie von wem auch immer verfolgt werden, sondern weil sie im Ausland schlicht bessere Konditionen und Perspektiven haben. Folglich muss das Ziel sein, die Bedingungen hier so weit zu verbessern, dass ein Umzug ins Ausland unattraktiv wird.

Oder Den Tatsachen ins Auge sehen: 1. Uns fehlt der Nachwuchs (sogar der im Niedriglohnsektor!)
Das ist ein Thema der Familienpolitik in Deutschland. Hier können wir uns gern an unseren europäischen Nachbarn orientieren. Frankreich hat eingesehen, dass Geld allein auch nicht mehr Kinder bringt. Wohl aber eine gute KITA-Unterkunft und eine gute Work-Life-Balance. Es darf eben halt keiner Angst vor Arbeitslosigkeit haben, nur weil er ein Kind erpoppt hat. Teilzeit für junge Eltern muss möglich sein, ohne dabei am Hungertuch nagen zu müssen. Und und und. Ist aber ein anderes Thema, das nicht hier her passt.

2. es kommen täglich mehrere hundert Personen an, die entweder schon in ihrem Heimatland gut oder wenigstens grundsätzlich ausgebildet sind, oder gewillt sind, alles für ein besseres Leben hierzulande zu investieren und in die Hände zu spucken. Ja, es ist auch Kroppzeug dabei, aber eine Auswahl zu treffen ist an der Grenze wohl schwierig bis unmöglich.
Klar kann niemand das Kruppzeug bei der Einreise filtern. Leider sieht man das den Leuten ja nicht an. Aber ich wehre mich dagegen, dass uns diese Leute pausenlos als wertvolle Fachkräfte verkauft werden sollen. Das sind sie schon allein wegen der Sprachbarriere nicht. Und selbst wenn die nicht wäre, sitzen da nicht pulkweise die hier so dringend benötigten Forscher und Entwickler in den Rostkähnen.

Ich widerspreche doch gar nicht, dass einige gute Handwerker sein mögen. Andere vielleicht gute Bauern, Arbeiter und hier und da wird auch ein Akademiker dazwischen gepfercht sitzen. Aber bitte: Wenn wir von Flüchtlingen reden, dann reden wir nicht von einem normalen Einreise- und Selektionsprozess. Wir reden davon, Erste Hilfe zu leisten und nicht davon, die Probleme der Welt zu lösen.

Nochmal: Worum es mir geht: Wie sieht "Erste Hilfe" aus? Wie lange wird sie geleistet? Was passiert danach? Wie sieht denn nun der Plan aus?

Der Pferdefuß an der deutschen Politik ist, dass die Einwanderungsregeln so restriktiv sind, dass vielen gar keine andere Wahl bleibt, als den Umweg über den Flüchtlingsstatus zu versuchen.
Du glaubst wirklich, dass diese Menschenmassen in den Booten kommen, weil sie an der deutschen Botschaft zu oft gescheitert sind und es leid sind, endlose Formulare auszufüllen? :ugly:

Ja, was denn nun? Auf der einen Seite haben wir Fachkräftemangel und Geburtenkrise, aber auf der anderen Seite brauchen wir sie nicht? Streiche brauchen, setze wollen, oder?
Wir haben eine Geburtenkrise, die ich allerdings nicht durch Massenzuwanderung lösen würde. Wir haben einen Fachkräftemangel, der allerdings nicht durch Ziegenhirten aus Eritrea zu beseitigen sein wird.

Was wir brauchen, sind bestimmte Fachkräfte, nicht irgendwelche. Wir brauchen beispielsweise keine Agrarökonomen in 10.000er-Packs. Wir brauchen keine Mediendesigner, BWLer, Germanisten oder diverse andere, die mir jeden Tag zu Dutzenden arbeitslos auf der Straße in die Arme laufen.

Und ich möchte auch nicht jede deutsche Frau zwangsverpflichten, mit einem Flüchtling poppen zu müssen, damit die Geburtenraten steigt. Hat schon bei Hitlers Lebensborn nicht sonderlich gut funktioniert und rückblickend wird der auch nicht als so positiv und fortschrittlich von den Historikern beurteilt. Das kann nur mit entsprechenden Anreizen passieren, aber wie gesagt - anderes Thema.

Es läuft erstmal darauf hinaus den Asylbewerber bereits zwischen Ankunft und Entscheidung angemessen zu betreuen und mit Hinblick auf eine mögliche Migration vorzubereiten. Dazu zählen für mich Seelsorge, Sprachkurse, Feststellung der Fähigkeiten, Orientierungsveranstaltungen, gegebenenfalls Vermittlung von Grundkenntnissen etc. Ein grundsätzliches "Herzlich Willkommen, schön dass du es geschafft hast und jetzt nehmen wir dich mal an die Hand und zeigen dir erstmal alles"-Programm.
Ok, also Du möchtest bei den Flüchtlingen dafür werben, dass sie sich bitte hier niederlassen sollen. Ok, ist zumindest mal eine Idee. Ich will die gar nicht großartig filetieren, nur mal meine Gedanken dazu:

Wer bitte soll denn das machen? Die Arbeitsämter (oder -agenturen, wie auch immer) sind ja schon kaum in der Lage, deutsche Arbeitskräfte halbwegs vernünftig zu katalogisieren, geschweige denn zu vermitteln. Umschulungen udn Weiterbildungen sind streng budgetiert und werden zum Teil völlig geistfrei vergeben (60-jähriger Maurer wurde zum Fachinformatiker für Systemintegration umgeschult, kein Witz!). Das alles ohne jede Sprach- und Kulturbarriere.

Aber bevor es dazu kommt: Die Leute müssen erstmal medizinisch betreut werden. Kaum jemand hat Bock auf Ebola, Malaria oder sonstwas in Deutschland. Gegen Tropenkrankheiten sind ohnehin nur ein paar wenige Touris geimpft, die Mehrheit wird es nicht sein. Hausärzte dürften wohl auch nicht sofort an Malaria denken, nur weil Frau Weber Husten und Fieber hat. Dann müssen die Leute untergebracht werden. Da sie nunmal nicht gesittet auf Einladung einreisen, sondern sich illegal in großer Zahl Zugang verschaffen, kann man nunmal nicht eine schöne sonnige Wohnung in bester Lage für die Leute suchen, sondern muss sie erstmal notdürftig vor Regen, Wind und Wetter schützen. Dazu bieten sich nunmal große Hallen an. Geht nicht anders und ist völlig in Ordnung. Wir können auch nicht innerhalb weniger Wochen ganz neue Stadtbezirke schaffen und Häuser bauen. Also kann so eine Notunterkunft auch schonmal über Monate die einzig mögliche Bleibe sein. Hinzu kommt auch, dass derartige Unterkünfte zwar unbequem und nicht schön sind, aber im Gegensatz zum Südfensterloft wenigstens bezahlbar für alle.

Da würde ich auch anfangen zu saufen und zu randalieren.
Dann bist Du aber ein ziemlich undankbarer Flüchtling. So undankbar, dass es jenen, die Dir nachfolgen wollen, passieren kann, dass sie gar nicht mehr aufgenommen werden. Wenn mir jemand Schutz vor Verfolgung, Terror und Mord gewährt, würde ich persönlich schön die Fresse halten und nicht auf den 5-Sterne-Standard pochen. Ich glaube, das tut nicht mal Snowden.

Was ich in diesem Zusammenhang als "Ausbildung" bezeichne ist keine klassische duale Ausbildung über 3 Jahre zum medizinischen Fachangestellten oder zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Es geht mehr darum je nach Vorkenntnissen eine Grundlage zu schaffen um auf dem deutschen Arbeitsmarkt zurecht kommen zu können. Ein anerkannter Abschluss (sei es schulisch oder eben auch beruflich) mit dem es weiter gehen kann. Ein staatlicher Bildungsweg, der auf die besonderen Bedürfnisse von Migranten und Flüchtlinge zugeschnitten ist, wenn du so willst.
Diese Ausbildung muss aber trotz allem konkurrenzfähig zu deutschen Abschlüssen sein. Sonst haben sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Und das musst Du erstmal hin bekommen. Ich meine, viele Firmen sehen eine Umschulung als nicht gleichwertig zu einer dualen Ausbildung an, obgleich vor der gleichen IHK eine Prüfung abgelegt werden muss. Selbst hier gibt es schon Unterschiede!

Und wenn Du es hin bekommst, dann bleibt trotzdem den Frage im Raum, wieviel genau wir wovon brauchen und was tun wir, wenn die Nachfrage gesättigt ist? Weiter ausbilden? Zurück schicken? Wohin dann mit den Leuten? Ich glaube, dass der Plan, so gut er auch erstmal klang, scheitern muss. Irgendwann stehen wir nämlich wieder am gleichen Punkt, an dem der Markt gesättigt ist, aber noch immer Leute kommen wollen. Dein Plan ist leider nur kurzfristig tauglich, aber er beschäftigt sich halt auch nur mit den Symptomen (den Flüchtlingen), statt mit der Ursache (Krieg, Verfolgung, IS). Ich glaube, dass ein Plan, der wirklich funktionieren soll, genau da ansetzen muss. Sonst kann er gar nicht nachhaltig sein.
 
Na ich glaube, Du verwurstelst hier gerade einige Dinge. Wir reden hier von Flüchtlingen, die vor Krieg, Folter, Vertreibung und Genozid fliehen.
Ah, die "guten" Flüchtlinge, im Gegensatz zu den "bösen", die vor Armut, Hunger und Perspektivlosigkeit fliehen... :roll: Ich finde es ja ausgesprochen zynisch, das Krieg und Vertreibung als hinlängliche Bedrohung für das Leben aufgefasst werden, Armut und Hunger aber nicht...
Die würden ohne den IS ganz normal ihr Leben weiter führen. Die kommen gar nicht primär in dem Schrottkahn, um im gelobten Land ein neues Leben zu führen. Die wollen erstmal nur nicht sterben.

Ob sie sich in Europa überhaupt integrieren wollen, ist überhaupt nicht geklärt. Wenn sie her kommen, wollen die meisten wohl erstmal nur nicht auffallen. Etwas Ruhe finden, Kraft tanken. Und wenn es nach den Leuten ginge, vermutlich am liebsten morgen wieder zurück, aber bitte ohne IS. Ich kenne nur sehr wenige, denen es gefällt, die Heimat unfreiwillig zu verlassen, alles zurück zu lassen, um dann im Ungewissen irgendwo neu anzufangen.
Ich kenne noch wenige, die in ein verheertes Land, bzw. in eine verheerte soziale Struktur zurückkehren wollen. Glaubst du, ein Kosovare findet es toll, zurückgeschickt zu werden, weil ja "kein Krieg mehr ist", obwohl er genau weiß, dass in seinem Dorf jetzt Serben leben, die Sie vor ein paar Jahren am liebsten umgebracht hätten? Oder ein Afghane, der weiß, dass in seinem Dorf die Taliban eine Hochburg hatten? Das Kriegsflüchtlinge nach Beendigung des Krieges gern und sofort in ihr Heimatland zurück wollen, ist konservative Sozialromantik. In vielen Berichten zu Syrien-Flüchtlingen hört man, dass sie keine Zukunft in ihrem Land sehen würden, selbst wenn der IS vertrieben oder vernichtet wäre.

Aber wie dem auch sei. Dein Vorschlag ist also, sie nicht zu integrieren, sondern ihnen einen Sprachkurs zu verpassen und sie in etwas auszubilden, dass in ihrem Land benötigt wird und das Land vorwärts bringt, verstehe ich das richtig?
Von Integration war erst mal nicht die Rede, aber Voraussetzung dafür sind Sprachkenntnisse und die Fähigkeit, sich in unser Sozialleben einzufügen. Und zwar nicht als Kostgänger, sondern auf der GEBERseite. Fakt ist, dass jeder Flüchtling, der momentan herkommt, egal ob er für Dich ein "guter" oder ein "böser" Flüchtling ist, diese Chance für MONATE (oder länger) verwehrt bleibt. Weder Du noch Ich können also daraus eine sinnvolle und objektive Beobachtung ziehen, ob man sich integrieren will oder nicht. Und selbst unter der Voraussetzung, dass sie es nicht wollen, so ist es doch sinnvoller sie mit Perspektive zurückzuschicken. Die Chance, dass nicht nur einer, sondern 2 oder 3 NICHT versuchen, nach Deutschland zu kommen, weil ein ausgebildeter Handwerker in Erethria, Mali oder Libyen evtl. eine Familie ernähren kann, könnte sich rechnen - AUCH in humanitärer Hinsicht.

Dagegen spräche aus meiner Sicht der Zeit- und Kostenrahmen. Deutschkurs mit mindestens 1 Jahr, eher realistisch 2. Dann eine Ausbildung, 3 Jahre oder Weiterbildung von 1-2 Jahren. Es gibt überhaupt kein Anzeichen dafür, dass in 2 bis 5 Jahren der IS in irgendeiner Weise an Einfluss verlieren wird, eher im Gegenteil. Eine Rückführung ist folglich nach heutiger Faktenlage ebenso ausgeschlossen, wie morgen oder vor 1 Jahr. Außerdem ist die Anzahl der Flüchtlinge völlig ungewiss. Wir können beziffern, wieviele wir jetzt haben. Wir können aber nicht sagen, wieviele uns der IS noch schicken wird. Im Worst Case können wir mit mehreren 10 Millionen Menschen rechnen. Realistisch betrachtet werden es aber noch weit über 1 Million werden.
Halte Dich doch nicht allzusehr bei den Syrern auf. DIE sitzen in der Regel auch nicht Monatelang im Übergangslager, sondern haben ihre Anerkennung i.d.R. recht schnell. Aber auf der Anderen Seite sind sie diejenigen, bvei denen man am Schnellsten was tun könnte und müsste, die Gründe nennst du selber. Warum sollten Sie das Anrecht darauf pachten, sich 3-5 Jahre plus durchfüttern zu lassen, was die meisten wahrscheinlich auch nicht wollen? Viele Haben sogar eine Ausbildung, nur ohne Deutschkenntnisse werden die nicht anerkannt. Und selbst mit sind die Hürden dafür zu hoch. Viele WOLLEN arbeiten, also sollten wir sie lassen!

Die Leute verlassen ja ihre Heimat nicht, weil es hier alles doof ist oder weil sie von wem auch immer verfolgt werden, sondern weil sie im Ausland schlicht bessere Konditionen und Perspektiven haben. Folglich muss das Ziel sein, die Bedingungen hier so weit zu verbessern, dass ein Umzug ins Ausland unattraktiv wird.
Sag ich doch. Bloß ist die utopie, in den Ländern direkt was zu verbessern, lächerlich. Ich denke, die Saat kann am besten hier gelegt werden, aufgehen muss sie dann in den Heimatländern.

Klar kann niemand das Kruppzeug bei der Einreise filtern. Leider sieht man das den Leuten ja nicht an. Aber ich wehre mich dagegen, dass uns diese Leute pausenlos als wertvolle Fachkräfte verkauft werden sollen. Das sind sie schon allein wegen der Sprachbarriere nicht. Und selbst wenn die nicht wäre, sitzen da nicht pulkweise die hier so dringend benötigten Forscher und Entwickler in den Rostkähnen.
Mein Mantra: Sprachbarriere Abbauen, herausfinden, wer wie nützen kann. Die ohne Ausbildung wenn möglich wertvoll machen. Wenn nicht für Uns, dann für ihre Leute zu Hause.

Ich widerspreche doch gar nicht, dass einige gute Handwerker sein mögen. Andere vielleicht gute Bauern, Arbeiter und hier und da wird auch ein Akademiker dazwischen gepfercht sitzen. Aber bitte: Wenn wir von Flüchtlingen reden, dann reden wir nicht von einem normalen Einreise- und Selektionsprozess. Wir reden davon, Erste Hilfe zu leisten und nicht davon, die Probleme der Welt zu lösen.
Nochmal: Worum es mir geht: Wie sieht "Erste Hilfe" aus? Wie lange wird sie geleistet? Was passiert danach? Wie sieht denn nun der Plan aus?
Um beim Bild zu bleiben: Ein abgerissenes Bein versorgst du nicht mit einem Pflaster, auch nicht, wenn es ein Großes ist. Wir bekämpfen Symthome mit der Ersten Hilfe, und jedes Pfasterpaket ist irgendwann mal leer. Und ja, wir (Europäer und Industrieländler, nicht nur Deutsche!) haben die Möglichkeit, die Probleme der Welt und damit auch unsere Problemchen zu lösen. Aber - nochmal zurück zu deinem Erste-Hilfe-Bild - einmal Nadel und Faden und ein paar Wochen Krankenhaus zur Genesung kosten zwar einmal mehr, aber jahrelang Pflaster und Aspirin sind auch nicht für lau zu haben!

Du glaubst wirklich, dass diese Menschenmassen in den Booten kommen, weil sie an der deutschen Botschaft zu oft gescheitert sind und es leid sind, endlose Formulare auszufüllen? :ugly:
Ich gehe davon aus, dass sich eine Ablehnung bei 200-300 Menschen rasend schnell herumspricht...:ugly:


Wir haben eine Geburtenkrise, die ich allerdings nicht durch Massenzuwanderung lösen würde. Wir haben einen Fachkräftemangel, der allerdings nicht durch Ziegenhirten aus Eritrea zu beseitigen sein wird.

Was wir brauchen, sind bestimmte Fachkräfte, nicht irgendwelche. Wir brauchen beispielsweise keine Agrarökonomen in 10.000er-Packs. Wir brauchen keine Mediendesigner, BWLer, Germanisten oder diverse andere, die mir jeden Tag zu Dutzenden arbeitslos auf der Straße in die Arme laufen.
Und, woher sollen sie kommen, wenn du keine Flüchtlinge willst und auf die Wiedereinführung des Mutterkreuzes keinen Wert legst? Ich stelle zu bedenken: selbst wenn heute ein gebährfähige Frau sich entscheiden, HEUTE geschwängert zu werden, dauert es 10 Monate + 18-25 Jahre, bis überhaupt etwas herauskommt, dass wie eine Fachkraft aussieht. Also, welche Quelle schwebt dir vor?
 
Ah, die "guten" Flüchtlinge, im Gegensatz zu den "bösen", die vor Armut, Hunger und Perspektivlosigkeit fliehen... :roll: Ich finde es ja ausgesprochen zynisch, das Krieg und Vertreibung als hinlängliche Bedrohung für das Leben aufgefasst werden, Armut und Hunger aber nicht...
Na die Termini "gut" und "böse" habe ich nicht verwendet, also unterstelle mir so einen Quatsch bitte auch nicht. Natürlich zählen Hunger und Armut auch dazu, weil sie das Leben bedrohen, keine Frage.

Ich kenne noch wenige, die in ein verheertes Land, bzw. in eine verheerte soziale Struktur zurückkehren wollen. [...] In vielen Berichten zu Syrien-Flüchtlingen hört man, dass sie keine Zukunft in ihrem Land sehen würden, selbst wenn der IS vertrieben oder vernichtet wäre.
Ja, darkkurt, aber das ist nun wirklich nicht mehr unser Problem. Wie stellst Du es Dir denn vor? Die ganze Welt auf Vordermann bringen? Soviel Geld haben wir nicht. Nicht mal alle Industrienationen zusammen.

Wir können womöglich militärisch gegen den IS vorgehen. Vielleicht auch Aufbauhilfe leisten. Wir können auch Flüchtlinge temporär aufnehmen und betuddeln. Aber wir können ganz sicher nicht die Probleme der Welt lösen. Und nein, ich fühle mich weder persönlich, noch als Deutscher für diese Probleme verantwortlich. Auch nicht wenn ich wüsste, dass meine Hilfiger-Jeans von Kindern in Indien per Hand gefärbt wurde (was sie hoffentlich nicht ist).

Mal eine ernsthafte Frage: Was erwarten die Leute denn? Oder anders: Was denkst Du Dir denn, wie es laufen soll? Stell' Dir mal vor, die Deutschen hätten nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich so gedacht: "Hm, H****r ist zwar weg, aber hier ist ja alles im Arsch. Hab' keinen Bock drauf, hier was aufzubauen. Noch dazu sitzen jetzt überall die Yankees, Tommys, Franznacken in den Häusern. Drüben der Iwan. Erst schänden sie unsere Frauen, dann befreien sie uns nicht nur von H****r, sondern von allem Besitz, den wir hatten. Die sollen wir jetzt auch noch als Freunde bezeichnen und für sie arbeiten. Nee, lass mal. Ich wandere mal lieber aus, wo es schön warm ist und die Häuser noch schick aussehen. Spanien und Italen sollen dieser Tage ganz idyllisch sein, wie man hört..."

Klar ist das Land verheert. Und falls noch ein Haus steht, wird es wohl abrissfällig sein. In solchen Fällen kann die europische oder internationale Staatengemeinschaft auch gern helfen, ohne gleich den ganzen Tisch decken zu müssen. Infrastruktur kann neu errichtet werden, Leute können vor Ort ausgebildet werden und in der Anfangszeit kann man sicher auch Luftbrücken einrichten. Aber bitte alles mit Plan und mit Bedacht und vor allem muss erstmal die Gefahr gebannt sein. Man will ja schließlich keine perfekte Infrastruktur dem IS übergeben - hoffe ich.

Halte Dich doch nicht allzusehr bei den Syrern auf. DIE sitzen in der Regel auch nicht Monatelang im Übergangslager, sondern haben ihre Anerkennung i.d.R. recht schnell. Aber auf der Anderen Seite sind sie diejenigen, bvei denen man am Schnellsten was tun könnte und müsste, die Gründe nennst du selber. Warum sollten Sie das Anrecht darauf pachten, sich 3-5 Jahre plus durchfüttern zu lassen, was die meisten wahrscheinlich auch nicht wollen? Viele Haben sogar eine Ausbildung, nur ohne Deutschkenntnisse werden die nicht anerkannt. Und selbst mit sind die Hürden dafür zu hoch. Viele WOLLEN arbeiten, also sollten wir sie lassen!
Weil das aus meiner Sicht die völlig falsche Herangehensweise ist. Dieser Plan beginnt nämlich exakt da, wo er auch endet: Holt sie her, dann sehen wir weiter. Und dieser "Plan" ist für den Arsch. Bewiesenermaßen für den Arsch, wie man noch heute eindrucksvoll anhand der "Gastarbeiter" der 50er/60er Jahre sieht. Was ich will ist, dass man nicht nur Symptome behandelt, sondern Ursachen bekämpft. Oder im Idealfall beides gleichzeitig.

Was bedeutet, dass man sich überlegen muss, was mit den Leuten in Zukunft wo wie passieren soll und das bevor man überhaupt auch nur einen einzigen rein lässt. Und nicht anders. Da die Zeit drängt, würde ich das Merkel dann auch persönlich aus dem Whirlpool des Nobelhotels ihres G7-Schwachsinnsgipfels bitten, um sich dieser Problematik jetzt und gleich anzunehmen. Am Ende will ich ein Ergebnis sehen, welches Europa und vor allem Deutschland verkraften kann, den Leuten hilft (ja, Selbstschutz geht vor Fremdschutz!) und das Problem dauerhaft auf eine Weise beseitigt, dass alle Seiten damit (gut) leben können.

Wenn dieser Plan auf eine militärische Intervention in Afrika hinaus läuft, dann ist es so. Wenn es ohne geht, noch besser. Denn auch die von Dir explizit benannten "Armutsflüchtlinge" haben ein Problem mit ihrer Regierung. Die sind ja nicht alle arm, weil sie zu faul zum Arbeiten sind, sondern weil ihre Regierungen korrupt sind und das Volk ihnen scheißegal ist. Die Leute sollten ihre Herrscher am nächsten Baum einfach mal aufknüpfen. Aber wie auch immer. Das Problem liegt immer außerhalb deutscher Grenzen und muss folglich auch dort beseitigt werden. Auf die eine oder andere Art.

Sag ich doch. Bloß ist die utopie, in den Ländern direkt was zu verbessern, lächerlich. Ich denke, die Saat kann am besten hier gelegt werden, aufgehen muss sie dann in den Heimatländern.
Und das sagst Du, obgleich Du nur wenige Sätze vorher gerade noch selbst gesagt hast, dass die gar kein Interesse haben, in ihr kaputtes Land zurück zu gehen? Wo ist da die Logik?

Wenn ich mich mal in diese Menschen hinein versetze: Wer hier die Kraft investiert, deutsch zu lernen (und die Sprache ist verdammt schwer zu lernen), nebst der ganzen Integrationskurse (Stichwort: Leben in Deutschland etc), anschließend in deutsch eine Ausbildung oder gar Studium erfolgreich absolviert, dann hier auch gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt hat, sollte aus welchem Grund genau auf verbrannte Erde zurück kehren? Wenn Du mich fragst, dann ist das utopisch! Ich glaube, dass die Zahl derer sich im Promille-Bereich bewegen wird, wenn überhaupt.

Und, woher sollen sie kommen, wenn du keine Flüchtlinge willst und auf die Wiedereinführung des Mutterkreuzes keinen Wert legst? Ich stelle zu bedenken: selbst wenn heute ein gebährfähige Frau sich entscheiden, HEUTE geschwängert zu werden, dauert es 10 Monate + 18-25 Jahre, bis überhaupt etwas herauskommt, dass wie eine Fachkraft aussieht. Also, welche Quelle schwebt dir vor?
Also mal davon abgesehen, dass es am Thema der Flüchtlingsproblematik und -politik vorbei geht, lasse ich mal trotzdem auf dieses Minenfeld-Thema ein:

Zunächst muss erstmal mit aller Kraft versucht werden, den Fachkräftemangel aus "eigenem Bestand" zu decken, bevor man über Importe überhaupt nachdenkt. Wird nach wie vor nicht gemacht. Wenn diese Anstrengung nicht zum Erfolg führt, muss man die Bedingungen schaffen, dass es für eben genau diese Zielgruppe aus dem weltweiten Ausland interessant wird, zu migrieren. Und zwar so interessant, dass sie selbst die restriktiven Einreisebestimmungen auf sich nehmen, die Du bemängelt hast und ich gut hieß.

Anreize könnten sein: Begrüßungsgeld, Kostenübernahme für den Lebensunterhalt während der ersten 3 Monate, kostenlose Sprach- und Integrationskurse, und so einiges mehr. Aber bitte - ich rede davon, es für einen ausgewählten Personenkreis anzubieten - nämlich genau diejenigen, die wir hier dringend brauchen.

Ansonsten sollte man gleich nach der Sitzung mit den Flüchtlingen das Thema Fortpflanzung angehen. Das Thema schwelt seit Jahren vor sich hin und von Jahr zu Jahr sinken meine Aussichten, eine Rente zu bekommen, von der ich leben kann. Die Deutschen bekommen ja nicht etwa so wenig Nachwuchs, weil sie zu blöd zum Poppen wären, sondern auch vielen anderen Gründen. Da ist Job, Karriere und allgemeine Existenzangst. Dazu kommt eine allgemein kinderunfreundliche Gesellschaft, zum Teil katastrophale Betreuungsangebote und für einige Familien bedeutet ein Kind fast den finanziellen Ruin. Das muss dringend angegangen werden, auch wenn aus einem Löffelchen warmer Suppe erst in 2 Dekaden überhaupt eine Fachkraft erwachsen ist. Denn wenn das Löffelchen jetzt im Latex landet, dann ist in 2 Dekaden noch immer nicht mehr da, als das Löffelchen...
 
Na die Termini "gut" und "böse" habe ich nicht verwendet, also unterstelle mir so einen Quatsch bitte auch nicht.
Wo sollte ich dir das unterstellt haben? ;)
Das ist das übliche Bild, mit dem auch in den Medien gearbeitet wird. Kriegsflüchtlinge haben eine Rechtfertigung, Armutsflüchtlinge nicht. Richtig und falsch, berechtigt und unberechtigt, gut und böse - such dir was aus.
Natürlich zählen Hunger und Armut auch dazu, weil sie das Leben bedrohen, keine Frage.
Es wird unterschieden.





Ja, darkkurt, aber das ist nun wirklich nicht mehr unser Problem. Wie stellst Du es Dir denn vor? Die ganze Welt auf Vordermann bringen? Soviel Geld haben wir nicht. Nicht mal alle Industrienationen zusammen.
doch, haben wir. Wenn allein die Spareinlagen für 16 Jahre Flüchtlinge durchfüttern reicht (da hat man die Substanz noch nicht mal angefasst...), dann hätte man auch dafür Geld.



Wir können womöglich militärisch gegen den IS vorgehen. Vielleicht auch Aufbauhilfe leisten. Wir können auch Flüchtlinge temporär aufnehmen und betuddeln. Aber wir können ganz sicher nicht die Probleme der Welt lösen. Und nein, ich fühle mich weder persönlich, noch als Deutscher für diese Probleme verantwortlich. Auch nicht wenn ich wüsste, dass meine Hilfiger-Jeans von Kindern in Indien per Hand gefärbt wurde (was sie hoffentlich nicht ist).
doch, ist sie! Aber zurück zum Thema: Wir sind nicht für die Probleme verantwortlich, aber für die Menschen, die unter ihnen Leiden. Zum einen moralisch, zum anderen ganz real, weil sie HIER sind. Und das ändert sich auch nicht, wenn der IS weg wäre. Der Brunnen ist vergiftet. Auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte oder für immer. Wir sollten nicht den Fehler wiederholen, den wir in den 50ern und 60ern mit den "Gast"Arbeitern gemacht haben.

Wir müssen uns darauf einrichten, das diese Flüchtlinge für immer bleiben werden.



Mal eine ernsthafte Frage: Was erwarten die Leute denn? Oder anders: Was denkst Du Dir denn, wie es laufen soll? Stell' Dir mal vor, die Deutschen hätten nach dem Zweiten Weltkrieg mehrheitlich so gedacht: "Hm, H****r ist zwar weg, aber hier ist ja alles im Arsch. Hab' keinen Bock drauf, hier was aufzubauen. Noch dazu sitzen jetzt überall die Yankees, Tommys, Franznacken in den Häusern. Drüben der Iwan. Erst schänden sie unsere Frauen, dann befreien sie uns nicht nur von H****r, sondern von allem Besitz, den wir hatten. Die sollen wir jetzt auch noch als Freunde bezeichnen und für sie arbeiten. Nee, lass mal. Ich wandere mal lieber aus, wo es schön warm ist und die Häuser noch schick aussehen. Spanien und Italen sollen dieser Tage ganz idyllisch sein, wie man hört..."



Klar ist das Land verheert. Und falls noch ein Haus steht, wird es wohl abrissfällig sein. In solchen Fällen kann die europische oder internationale Staatengemeinschaft auch gern helfen, ohne gleich den ganzen Tisch decken zu müssen. Infrastruktur kann neu errichtet werden, Leute können vor Ort ausgebildet werden und in der Anfangszeit kann man sicher auch Luftbrücken einrichten. Aber bitte alles mit Plan und mit Bedacht und vor allem muss erstmal die Gefahr gebannt sein. Man will ja schließlich keine perfekte Infrastruktur dem IS übergeben - hoffe ich.
Falscher Vergleich, nimm lieber die Überlebenden Juden. Mit einem Unterdchied - die hatten ab 1948 mit Israel einen Joker. Aber in ihr Heimatland sind die wenigsten zurück.



Weil das aus meiner Sicht die völlig falsche Herangehensweise ist. Dieser Plan beginnt nämlich exakt da, wo er auch endet: Holt sie her, dann sehen wir weiter. Und dieser "Plan" ist für den Arsch. Bewiesenermaßen für den Arsch, wie man noch heute eindrucksvoll anhand der "Gastarbeiter" der 50er/60er Jahre sieht. Was ich will ist, dass man nicht nur Symptome behandelt, sondern Ursachen bekämpft. Oder im Idealfall beides gleichzeitig.
Der Fehler war, dass man glaubte, sie würden auf jeden Fall wieder Gehen. Und sie auch genau so behandelt hat!
 
Wo sollte ich dir das unterstellt haben? ;)
Na hier:
Fakt ist, dass jeder Flüchtling, der momentan herkommt, egal ob er für Dich ein "guter" oder ein "böser" Flüchtling ist, [...]

Das ist das übliche Bild, mit dem auch in den Medien gearbeitet wird. Kriegsflüchtlinge haben eine Rechtfertigung, Armutsflüchtlinge nicht. Richtig und falsch, berechtigt und unberechtigt, gut und böse - such dir was aus. Es wird unterschieden.
Das liegt aber auch an den Flüchtlingen, die in Osteuropa zwar nicht verfolgt wurden und auch zu keiner Zeit vom Hungertod bedroht waren, aber nicht damit leben konnten, keinen neuen Benz zu fahren. Sowas bleibt halt in den Köpfen. Oder auch Zigeuner, die in ihrer Heimat keine Freunde hatten, aber alles andere als "verfolgt" waren. Die fanden nur den Inhalt unserer Mülltonnen spannender als die heimischen, das war alles.

Beim Krieg ist es einfacher: Da ist die Bedrohung offensichtlich, während "Armut" ein äußerst dehnbarer Begriff ist, der ja sogar auf deutsche Hartzis angewandt wird und die mit echter Armut so gar nichts zu tun haben.


doch, haben wir. Wenn allein die Spareinlagen für 16 Jahre Flüchtlinge durchfüttern reicht (da hat man die Substanz noch nicht mal angefasst...), dann hätte man auch dafür Geld.
Das ist ja nicht das Geld des deutschen Staates, sondern das Lebenswerk aller Deutschen Bürger. Es kann ja nicht Dein Vorschlag sein, die Deutschen gesamtheitlich zu enteignen, damit ander Leute im Ausland damit Party machen können?

Davon abgesehen: Was hilft es? Das löst kein Problem, sondern lindert wieder nur temporär ein Symptom.

Wir können uns aber gern stattdessen darüber unterhalten, ob wir wieder eine Vermögenssteuer haben wollen. Geld, das Geld verdient, kann gern von mir aus mit 50% oder mehr versteuert werden. Von mir aus auch gern 100%, was einem Zinsverbot gleich käme. Oder irgendeine andere Lösung, die Geld in Staatskasse von den Leuten spült, die ohnehin schon zu viel haben. Aber bitte nicht wieder beim Hartzi sparen.


Wir sind nicht für die Probleme verantwortlich, aber für die Menschen, die unter ihnen Leiden. Zum einen moralisch, zum anderen ganz real, weil sie HIER sind.
Also zum Moralunterricht sollte man vielleicht erstmal den IS, Israel, die USA und so ziemlich jedes Regime in Afrka und Südamerika schicken, bevor man auch nur daran denkt, einen Deutschen diesbezüglich zu belehren - also vielleicht erst mal den Urheber am Kragen packen, statt den Helfern.

Und die Tatsache, dass sie HIER sind, ist ja schon der erste gravierende Fehler, den man vielleicht nicht mehr ausgebügelt bekommt. Höchste Zeit, den Whirlpool zu verlassen, Frau Merkel!

Was darüber hinaus moralische Verpflichtungen angeht, so sehe ich jedes Land Europas in der Pflicht, zu helfen. Die Frage ist aber nach wie vor: Wie?. Alle rein, dann Augen zu und durch funktioniert definitiv nicht aus mehrfach genannten Gründen.

Und das ändert sich auch nicht, wenn der IS weg wäre. Der Brunnen ist vergiftet. Auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte oder für immer.
Dann müssen Aquädukte gebaut werden. Unterirdische Leitungssysteme. Filteranlagen. Solarkraftwerke. Alles mögliche und gern auch mit deutscher und europäischer Unterstützung. Aber das ist der zweite Schritt. Wie sieht der erste aus? Wie beseitigt man die Gefahr, dass überhaupt ein deutscher oder europäischer Arbeiter dort gefahrlos arbeiten kann ohne befürchten zu müssen, erschossen, entführt oder gefoltert zu werden?

Wir müssen uns darauf einrichten, das diese Flüchtlinge für immer bleiben werden.
Ok, das ist Deine Ansicht. Akzeptiere ich und ist auch die logische Folge dessen, was Du vorschlägst in puncto Integrationskurse und Ausbildung. Insofern ist Dein Plan in sich stimmig.

Nur möchte ich das so pauschal nicht. Damit machen wir uns wirklich die Probleme anderer Länder zu eigen. Ich sag es mal mit meinen krassen Worten: Wir können gar kein Interesse daran haben, das Auffangbecken für alle Menschen der Welt zu sein, die ein Regime oder Terrororganisation nicht haben will. Weder wir, noch Europa. Und ja, "der ganzen Welt", denn der islamische Wahnsinn ist weltweit auf dem Vormarsch und wo er es nicht ist, sind es andere, wie etwa Myanmar mit ihren Rohingya. Überall auf der Welt knallen hier und da mal Leute und Regime durch. Es ist aber nicht unsere Aufgabe, überall den Eimer drunter zu stellen.

Falscher Vergleich, nimm lieber die Überlebenden Juden. Mit einem Unterdchied - die hatten ab 1948 mit Israel einen Joker. Aber in ihr Heimatland sind die wenigsten zurück.
Was ist an meinem Vergleich falsch? Weil der Vergleich mit den Juden besser in Deine Argumentation passt? Flucht vor Hunger und Elend wäre ja ein starkes Motiv, da sind wir uns doch einig? Beides gab es massenhaft nach Kriegsende trotz Marshall-Plan und der Russen-Hilfe.

Aber ja, der Vergleich mit den Juden ist auch nicht falsch. Alle Länder außer der DomRep haben irgendwann dicht gemacht (1938, Evian, Schweiz) und keine Juden mehr aufnehmen wollen. Ich will das nicht moralisch bewerten, aber mal als Messlatte so stehen lassen. Und als Beispiel dafür aufführen was passiert, wenn man eben keinen Plan hat. Alle haben so viele aufgenommen, wie sie selbst meinen verkraften zu können (wobei ja auch sehr reiche Juden dabei waren) und dann war Schluss. Heißt, das erste Viertel Juden ist aus Deutschland legal ausgereist, das nächste Viertel halb-legal und der Rest musste zusehen, wo er bleibt. Von den Juden in den von Deutschland besetzten Gebieten ganz zu schweigen, die hatten gar keine Chance mehr.

Und das sieht jetzt der deutsche/europäische Plan (den es nicht gibt) auch vor, ja? Wir nehmen auf, bis wir nicht mehr können und der Rest soll dann zusehen, wo er bleibt? Oder nehmen wir (Deutschland und Europa) alle auf, die kommen wollen und opfern uns dafür? Oder wohin denkst Du, führt das?

Der Fehler war, dass man glaubte, sie würden auf jeden Fall wieder Gehen. Und sie auch genau so behandelt hat!
Ja, dann war der Fehler der, dass man sie so behandelt hat oder dass man zu dämlich war, sie auch wieder zu verabschieden?

Für mich steht die Definition für einen Gastarbeiter fest. Er ist und bleibt Gast. Zumindest so lange, bis er aus eigenem Antrieb dafür sorgt, den Status zu ändern - also sich selbst um Sprachkurse kümmert, den Einbürgerungstest macht und die deutsche Staatsbürgerschaft erwirbt. Alle anderen sind Gäste und haben das Land eigentlich auch ohne Aufforderung wieder zu verlassen, bevor sie sich strafbar machen. Die Aufenthaltsgenehmigung endet mit dem Arbeitsverhältnis; völlig egal, wie lange es bestanden hat. Schon am ersten Tag der Arbeitslosigkeit sind es illegale Einwanderer, die ausgewiesen werden müssen. Schwere Versäumnisse, die sich hier die deutsche Regierung auf ewig vorhalten lassen muss - und zwar parteienübergreifend.

Gleiches gilt aber auch für Asylanten. Sie erhalten Asyl auf bestimmte oder unbestimmte Zeit. Es mag ja erstmal moralisch fragwürdig erscheinen, wenn man einen Asylanten, der seit 50 Jahren geduldet wurde, hier Kinder und Enkel fabriziert hat, wieder ausgewiesen wird samt Familie. Aber so sind nunmal die Spielregeln. Alternativ muss er sich selbst und aus eigenem Antrieb darum kümmern, hier eingebürgert zu werden. Aber das soll bitte auch eine Hürde sein. Es kann nicht das Ziel sein, die Leute schon an der Grenze, freundlich mit dem deutschen Pass wedelnd, zu begrüßen. Es soll nur der eingebürgert werden, der es wirklich will und dafür auch verschiedene Hürden zu nehmen bereit ist. Es soll für jeden möglich sein, aber bitte nicht als Geschenk.

Wenn wir also über Fehler der Vergangenheit reden, die wir nicht wiederholen sollten, dann ist es doch erstrecht wichtig, jetzt einen Plan zu haben, bevor auch nur eine einzige Hautschuppe eines Flüchtlings die deutsche Grenze passiert!
 
Was ich will ist, dass man nicht nur Symptome behandelt, sondern Ursachen bekämpft.
Aber wir können ganz sicher nicht die Probleme der Welt lösen.
Die Ursachen sind doch die Probleme der Welt, oder nicht? :think:

Ich denke wir sollten uns mehr oder weniger darauf einstellen, dass in den nächsten Jahrzehnten konsequent Flüchtlinge aus allen Himmelsrichtungen eintrudeln. Das wird unser Problem in der Welt sein, ob wir nun wollen oder nicht. Egal wieviele Waffen wir an Milizen verschenken oder wieviele wir an den EU-Außengrenzen abfangen. Und dafür brauchen wir ein effizientes System, dass den Zustrom regelt, die Menschen mit dem nötigsten versorgt und je nach Einzelfall eben auf eine erfolgreiche Rückreise und/oder erfolgreichen dauerhaften Aufenthalt angemessen vorbereitet. Zum Wohl der Flüchtlinge und der Integrität unserer Gesellschaft, ist es wichtig, dass wir uns gerade in den ersten Monaten intensiv um Asylsuchende kümmern und ihnen einen Sinn und Perspektive zurück geben und nicht einfach irgendwo parken und hoffen, dass sie schon irgendwie zurecht kommen.

Dann bist Du aber ein ziemlich undankbarer Flüchtling.
Wenn ich zum Teil Jahre per Anhalter, zu Fuß oder per Floß von meiner Heimat quer über den Globus flüchte, vorbei an Tod, Angst, Hunger, Gefängnis, Folter und dann, tausende Kilometer von Familie entfernt, Monate lang auf dem 7-Meter-Punkt ohne professionelle Betreuung in die absolute Untätigkeit und Einsamkeit falle, wäre ich über Schnaps schon ein wenig dankbar.
 
Die Ursachen sind doch die Probleme der Welt, oder nicht? :think:
Ja, aber weder können wir alle lösen, noch können wir uns um alle Symptome kümmern. Irgendwie müssen wir selektiv sein. Das komplette Gutmenschenprogramm ist leider unbezahlbar.

Ich denke wir sollten uns mehr oder weniger darauf einstellen, dass in den nächsten Jahrzehnten konsequent Flüchtlinge aus allen Himmelsrichtungen eintrudeln.
Na was heißt denn "eintrudeln"? Deutschland ist doch keine offene Facebook-Party?! Noch haben wir es ja in der Hand, wem wir wo und wie lange Zugang gewähren. Also schlimmstenfalls klopfen halt mehr an die Tür. Und auch bei denen muss man sich Gedanken machen, was man mit den Leuten dann tun wird.

Wie ja nun mehrfach gesagt: Europa kann und will hoffentlich auch gar nicht das Auffangbecken für all jene sein, die andere nicht haben wollen.

Das wird unser Problem in der Welt sein, ob wir nun wollen oder nicht. Egal wieviele Waffen wir an Milizen verschenken oder wieviele wir an den EU-Außengrenzen abfangen. Und dafür brauchen wir ein effizientes System, dass den Zustrom regelt, die Menschen mit dem nötigsten versorgt und je nach Einzelfall eben auf eine erfolgreiche Rückreise und/oder erfolgreichen dauerhaften Aufenthalt angemessen vorbereitet.
Ok, aber mehr will ich ja auch nicht. Ich will eigentlich nur, dass man sich vorher Gedanken darum macht und es verbindlich niederschreibt. Es muss ganz klare Regeln und Zielsetzungen geben, nicht nur Absichtserklärungen (die es bislang ja auch noch nicht mal gibt).

Und so lange es da keinen Plan gibt, darf man auch nicht einreisen lassen, ist doch wohl klar. Ich kann ja auch nicht mit 2 Promille schonmal auf die Autobahn fahren, während man sich noch darüber streitet, ob nun 0,5 oder 0,3 Promille legal sein sollen.

Zum Wohl der Flüchtlinge und der Integrität unserer Gesellschaft, ist es wichtig, dass wir uns gerade in den ersten Monaten intensiv um Asylsuchende kümmern und ihnen einen Sinn und Perspektive zurück geben und nicht einfach irgendwo parken und hoffen, dass sie schon irgendwie zurecht kommen.
Dass dieses "Abladen" und "Abhängen lassen" nicht die Ideallösung ist, wird den meisten klar sein. Nur weil es eben einem Plan ermangelt, kann man ja nicht viel mehr machen. Man fühlt sich eben nur irgendwie moralisch verpflichtet, will ein guter Christ und/oder vorbildlicher Gutmensch sein, also muss man helfen. Das aber völlig kopflos.

Eine Hilfe kann ja auch bedeuten, dort militärisch zu intervenieren. Vielleicht reicht auch schon die Drohung einer Intervention. Leider habe ich nicht die Patentlösung in der Tasche. Ich zahle aber auch horrend viel Steuern, dass ich erwarten kann, dass meine bescheuerten Volksvertreter sich aktiv und massiv darüber Gedanken machen. Und da sie weit mehr verdienen als ich, sollte auch die Lösung besser sein als jede, die ich hier zum Besten geben könnte.

Wenn ich zum Teil Jahre per Anhalter, zu Fuß oder per Floß von meiner Heimat quer über den Globus flüchte, vorbei an Tod, Angst, Hunger, Gefängnis, Folter und dann, tausende Kilometer von Familie entfernt, Monate lang auf dem 7-Meter-Punkt ohne professionelle Betreuung in die absolute Untätigkeit und Einsamkeit falle, wäre ich über Schnaps schon ein wenig dankbar.
Wenn Alkohol und Randale Deinen einzigen Interessen sind, wenn Du nicht mehr direkt bedroht bist und irgendwo aufgenommen worden bist, dann bist Du aber noch immer ein verdammt übler und unverschämter Flüchtling ;)

Ich sehe es ganz nüchtern. Jeder Flüchtling ist mindestens für die nächsten Jahre ein Arbeitsloser, auch wenn er nicht als solcher geführt wird. Er ist ein Kostenfaktor mit denkbar schlechtesten Voraussetzungen, diesen Zustand irgendwann zu ändern - also schlechtere Karten als jeder Hartzi hat. Das ist nunmal Fakt.

Das sagt noch nichts darüber aus, ob die Leute sich womöglich mehr anstrengen, als ein deutscher Hartzi, hier Fuß zu fassen und vielleicht sogar erfolgreich ein Geschäft zu gründen. Was auch immer, es ist ein "vielleicht", "eventuell" und das auch noch "irgendwann". Bis es aber eventuell vielleicht irgendwann so weit ist, sperren wir die Tore auf und hoffen, dass alles gut geht mit Gottes Hilfe? Ich denke eher, dass wir einen Plan brauchen, der eine göttliche Intervention nicht berücksichtigt.

Und dann bleibt noch immer die Frage der Sozialverträglichkeit. Die Leute mögen Döner auch nur, weil sie ihn mal freiwillig probiert und für gut befunden haben. Nicht etwa, weil der Staat ein Gesetz erlassen hätte, wenigstens einmal täglich einen Döner unter Aufsicht verzehren zu müssen. Genauso ist das Argument, dass die meisten (oder auch nur ein Großteil der) Deutschen rassistische Züge hätten, ausgemachter Schwachsinn und dumm-dämliche Parole von Linksaußen. Es ist aber nunmal ein Unterschied, ob mir ein paar Hundert Asylanten, Flüchtlinge oder Migranten vor die Nase gesetzt werden oder ob ich in einem ansonsten deutschen Haus einen neuen Nachbar aus Ruanda bekomme. Wenn der nicht jede Nacht randaliert und seinen Müll nicht im Hausflur entsorgt, wer hätte denn was gegen diesen Nachbarn?

Nun ist das aber bei Flüchtlingen nicht so einfach möglich. Schon gar nicht, wenn überhaupt nicht geklärt ist, was aus denen werden soll. So eine Wohnung muss auch irgendwie eingerichtet werden und man muss sich auch irgendwie um die Leute kümmern. Für jeden Sozialarbeiter, Arzt, .... was auch immer ist es ein Unterschied, ob man sich um 500 Leute an einem Ort oder um 500 über das ganze Bundesland verteilt kümmern muss. Das ist logistisch unf finanziell eine Mammutaufgabe. Käme also überhaupt nur für jene in Frage, die überhaupt potenziell migrieren könnten oder bereits auf dem Weg dahin sind. Aber es ist völlig ausgeschlossen, dass man diesen Luxus jedem Flüchtling bieten kann. Und ich denke auch nicht, dass das unsere Aufgabe ist. Aber wie gesagt - so lange es keinen Plan gibt, sollten wir noch nicht mal eine Hautschuppe aufnehmen.
 
Ja, aber weder können wir alle lösen, noch können wir uns um alle Symptome kümmern. Irgendwie müssen wir selektiv sein. Das komplette Gutmenschenprogramm ist leider unbezahlbar.
Gibt es denn dazu Zahlen? Schätzungen? Anhaltspunkte?

Forbes hat letztes Jahr 1.645 Milliardäre in der Welt gelistet, deren Vermögen in nur einem Jahr um mehr als 1 Bio. US-Dollar auf 6,4 Bio. US-Dollar gestiegen ist.

Alleine davon könnte man die Armut in der Welt quasi beenden. Problem ist nur die Unfähigkeit, vorher passende politische Verhältnisse zu schaffen.
 
Genauso ist das Argument, dass die meisten (oder auch nur ein Großteil der) Deutschen rassistische Züge hätten, ausgemachter Schwachsinn und dumm-dämliche Parole von Linksaußen. Es ist aber nunmal ein Unterschied, ob mir ein paar Hundert Asylanten, Flüchtlinge oder Migranten vor die Nase gesetzt werden oder ob ich in einem ansonsten deutschen Haus einen neuen Nachbar aus Ruanda bekomme. Wenn der nicht jede Nacht randaliert und seinen Müll nicht im Hausflur entsorgt, wer hätte denn was gegen diesen Nachbarn?
Erst pfercht man sie zusammen wie ein rudel wilder Hunde und beschwert sich, dass sich einige wie wilde Hunde aufführen? :roll:

Du sprichst die ganze Zeit von Kosten und Arbeitslosigkeit und vergleichst sie mit Hartzis ohne irgendeinen Beleg für deren Qualifikation. In Syrien sind sämtliche Kunden von meinem Vater spurlos verschwunden, erfolgreiche und funktionierende Unternehmen mit bis zu tausend Angestellten komplett aufgelöst. Die sitzen wahrscheinlich alle irgendwo in Auffanglagern.
 
Gibt es denn dazu Zahlen? Schätzungen? Anhaltspunkte?

Forbes hat letztes Jahr 1.645 Milliardäre in der Welt gelistet, deren Vermögen in nur einem Jahr um mehr als 1 Bio. US-Dollar auf 6,4 Bio. US-Dollar gestiegen ist.

Alleine davon könnte man die Armut in der Welt quasi beenden. Problem ist nur die Unfähigkeit, vorher passende politische Verhältnisse zu schaffen.
Das ist aber kein Staatsvermögen, sondern Privatvermögen. Wenn Du da ran willst, musst Du quasi alle Menschen enteignen, damit andere damit Party machen können.

Ich meine, für mich wäre sogar ein Szenario ein Plusgeschäft, wenn man die 5 Billionen Euro einziehen, und je zur Hälfte in die Welt und zur anderen Hälfte gleichmäßig auf alle deutschen Bürger verteilen würde. Dann würde man zwar den Hunger nur für 8 statt 16 Jahre bekämpfen, aber das ist letztlich ja auch wurscht. Es ist so oder so nur eine kurzsichtige und kurzfristige Lösung. Ähnlich wie der Vorschlag der Beraterfirma, die vorschlug zur Bekämpfung der Haushaltslöcher doch einfach Wald zu verkaufen :ugly:

Aber es ist und bleibt eine Lösung, die nur einmal durchführbar, nicht mal im Ansatz nachhaltig ist und daher nur als witziges Rechenbeispiel dienen kann.

Erst pfercht man sie zusammen wie ein rudel wilder Hunde und beschwert sich, dass sich einige wie wilde Hunde aufführen? :roll:
Die kommen doch schon so abgepackt hier an?!

Aber wem das nicht passt, der kann mir ja gern erklären, wie es sonst funktionieren soll. Deutsche umsiedeln und vertreiben, um Platz für Flüchtlinge zu schaffen? Eine neue Stadt extra für Flüchtlinge gründen, alles Neubau? Oder alle gleich in Wohnungen stecken, wo man jedwede Kontrolle aufgibt und die Kosten explodieren? Was darf's denn sein, hm?

Du sprichst die ganze Zeit von Kosten und Arbeitslosigkeit und vergleichst sie mit Hartzis ohne irgendeinen Beleg für deren Qualifikation. In Syrien sind sämtliche Kunden von meinem Vater spurlos verschwunden, erfolgreiche und funktionierende Unternehmen mit bis zu tausend Angestellten komplett aufgelöst. Die sitzen wahrscheinlich alle irgendwo in Auffanglagern.
Die Arbeitslosigkeit ergibt sich vollautomatisch aufgrund der Sprachbarriere. Ihr tut immer alle so, als würde ich die Leute alle für strötenblöd halten.

Das ist nicht der Fall.

Was ich sage ist, dass jemand auch hoch qualifiziert sein kann, was völlig nutzlos ist, wenn er sich nicht mal eine Pizza bestellen kann. Er kann dann eben nicht arbeiten, wenn man keine gemeinsame Sprache findet, in der man sich verständigen kann. Bei Akademikern ist es meist einfacher, weil sie oft schon immer auf Arbeit englisch gesprochen haben. Bei Handwerkern ist das eher unüblich, sowohl hüben als auch drüben.

Ein Hartzi spricht aber zumeist schonmal deutsch (heutzutage muss man mit dieserlei Vermutungen aber auch schon vorsichtig sein). Das heißt, er hat diesbezüglich schonmal keine Hürden am Arbeitsmarkt zu nehmen. Da geht es "nur" noch um Qualifikation und Berufserfahrung. Bei Flüchtlingen steht davor noch immer ein Deutschkurs und der dauert nunmal mindestens 1 Jahr. Mindestens! Eher realistisch 2. So ist das nunmal, kann da auch nix für.
 
Auch das Thema deutsche Sprache finde ich nicht besonders stichhaltig. In meinem Bereich ist englisch von wichtigerer Natur als deutsch/schwiizerdütsch. Wir haben von 200 Leuten ca. 50 Leute die nur englischsprachig sind. Und die kommen trotzdem hier sowohl arbeitstechnisch als auch lebenstechnisch durch. Wo eine Wille da auch ein Weg. Das die deutsche Sprache erlent werden sollte ist ja völlig ok, sehe auch so (wobei von den ca. 50 Leuten manche schon vor mir hier waren und immer noch kein Deutsch sprechen und es funktioniert trotzdem). Die Frage ist nur wie integrationswillig sind beide Seiten. Ok, bie Pegida und einigen besonderen Deutschen würde ich auch die Intelligenz, ähm schulische Ausbildung in Absprache stellen das sie dazu fähig wären, aber man muss ja auch nicht mit jedem abhängen. Das nur ganz kurz und ganz schnell eingeworfen.
 
[...] Die Frage ist nur wie integrationswillig sind beide Seiten. [...]
Also ich kenne etliche, die kein Wort englisch sprechen. Das kann von der Bildung abhängen, sehr oft aber auch mit dem Alter. Früher brauchte man nunmal kein Englisch. Und selbst wer in der Schule mal englisch hatte und es danach nie wieder brauchte, dessen Englisch wird wohl etwa so gut sein wie mein Russisch, das ich seit 1989 nicht mehr brauchte.

Aber davon jetzt mal abgesehen: Was soll ich mich überhaupt in meinem Land denen anpassen, die zuwandern? Geht's noch?
 
Gleiches gilt aber auch für Asylanten. Sie erhalten Asyl auf bestimmte oder unbestimmte Zeit. Es mag ja erstmal moralisch fragwürdig erscheinen, wenn man einen Asylanten, der seit 50 Jahren geduldet wurde, hier Kinder und Enkel fabriziert hat, wieder ausgewiesen wird samt Familie. Aber so sind nunmal die Spielregeln.
Scheinbar ist die Politik doch nicht so planlos. Man hat ja Regeln, einen Plan. Und auch du scheinst nicht so planlos zu sein wie du dich hier gibst. Jeden schnellstmöglich konsequent und ohne Ausnahme abzuschieben ist doch dein Plan, oder? Für eine zentrale Unterbringung abseits der einheimischen Bevölkerung scheinst du auch zu sein.

Wenn wir also über Fehler der Vergangenheit reden, die wir nicht wiederholen sollten, dann ist es doch erstrecht wichtig, jetzt einen Plan zu haben, bevor auch nur eine einzige Hautschuppe eines Flüchtlings die deutsche Grenze passiert!
Der Zug ist doch längst abgefahren. Warum jetzt noch darüber diskutieren? Jetzt ist doch ein Plan gefragt, wie man die Probleme mit der großen und stark ansteigenden Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerbern im Lande löst. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in der EU.
 
Scheinbar ist die Politik doch nicht so planlos. Man hat ja Regeln, einen Plan. Und auch du scheinst nicht so planlos zu sein wie du dich hier gibst.
Doch, ich bin planlos. Weil ich nur weiß, was ich nicht will und meine auch zu wissen, wie es nicht funktionieren kann. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich weiß, was zu tun ist.

Jeden schnellstmöglich konsequent und ohne Ausnahme abzuschieben ist doch dein Plan, oder?
Eher würde ich lieber das Problem lösen wollen statt Symptome zu behandeln. Und ein Teil der Problemlösung wird sicherlich auch die Rückführung der Leute vorsehen, ganz klar. Erstens ist es ihre Heimat. Zweitens werden sie hier definitiv nicht alle gebraucht. Mag den einen oder anderen geben, der einen Mehrwert darstellt. Aber die werden uns nicht schiffsladungsweise anschwemmen.

Ansonsten hat es in meiner Welt selbstverständlich die höchste Priorität, die Leute wieder selbst Herr über ihr Leben werden zu lassen. Im Idealfall natürlich in ihrem Heimatland, aber dazu müssen die Bedingungen geschaffen sein. Egal, ob da nun der IS oder ein anderes Regime die Schuld an den Zuständen dort trägt. Nur wie man da am schlauesten vorgehen sollte, weiß ich nicht.

Für eine zentrale Unterbringung abseits der einheimischen Bevölkerung scheinst du auch zu sein.
Alles andere ist ja auch völlig unrealistisch. Du kannst die Flüchtlinge gar nicht bunt ins Land streuen. Du hast doch dann jedwede Kontrollmöglichkeit verloren. Und wie selbst Darkkurt schon feststellte, ist es unmöglich, dass man Freund von Feind bereits an der Grenze bei der Einreise aus macht.

Mir ist völlig klar, dass eine Migration in der Turnhalle nicht möglich ist. Aber ich will ja auch niemanden migrieren, assimilieren, integrieren. Ich will ihnen nur ein zeitweises Obdach und Verpflegung geben. Nicht mehr. Wer mehr will, muss sich selbst darum kümmern und Hürden nehmen. Wie in jedem anderen Land auch. Ansonsten bleibt der Status Flüchtling und dann wird er bei der erstbesten Gelegenheit wieder verabschiedet. Ist ja auch völlig nachvollziehbar, finde ich.

Diejenigen, die sich hier niederlassen wollen (und dürfen!), für die ist eine Unterbringung in einem Heim, Auffanglager oder sonst einer zentralen Einrichtung natürlich Mist. So wird Integration nicht funktionieren. Das sind diejenigen, die natürlich dezentral untergebracht werden müssen. Sozialverträglich, gern auch nach Quote verteilt, aber in erster Linie natürlich dort, wo sie auch Arbeit finden werden.

Der Zug ist doch längst abgefahren. Warum jetzt noch darüber diskutieren? Jetzt ist doch ein Plan gefragt, wie man die Probleme mit der großen und stark ansteigenden Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerbern im Lande löst. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in der EU.
Na wenn der Zug längst weg ist und wir ohnehin nur noch symptomatisch agieren können, dann bleiben ja nur noch Notfallmaßnahmen übrig. Dann ist doch klar, dass nicht viel mehr als eingezäunte und bewachte Gebiete möglich sind, die einerseits die Anwohner vor den Zuwanderern, aber auch die Zuwanderer vor durchgeknallten Anwohnern schützen. Täglich frisches Essen, eine Putzkolonne einmal täglich und ein Arzt vorbei geschickt, das war's dann. Und dann mal beraten, wie man das Problem an der Wurzel packen kann.

Viel mehr, als die Leute im Standby-Modus am Leben und gesund zu halten, bis man eine Idee zur Problemlösung hat, ist ja gar nicht möglich. Dann laufen wir aber Gefahr, dass die Leute auf Monate oder gar Jahre hier so leben müssen, wenn uns nichts einfällt, wie man die Probleme in den Griff bekommt. Keine schönen Aussichten, aber wohl der einzig gangbare Weg.

Und was die Diskussion über die Verteilung der Flüchtlinge angeht, würde ich es mir vermutlich einfacher machen. Irgendwo (kann auch gern in Deutschland sein) ein zentrales Auffanglager und jedes Mitgliedsland zahlt entsprechend seiner Wirtschaftsleistung seinen Anteil an den entstehenden Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Versorgung und allem, was dazu gehört. Wird doch wohl möglich sein...
 
Das ist aber kein Staatsvermögen, sondern Privatvermögen. Wenn Du da ran willst, musst Du quasi alle Menschen enteignen, damit andere damit Party machen können.
Ich würde es "besteuern" nennen, nicht enteignen.

Es ist so oder so nur eine kurzsichtige und kurzfristige Lösung. Ähnlich wie der Vorschlag der Beraterfirma, die vorschlug zur Bekämpfung der Haushaltslöcher doch einfach Wald zu verkaufen
Ich wollte damit eigentlich aufzeigen, dass die Armut in anderen Ländern zum Teil aus dem Streben nach Reichtum einer kleinen Gruppe Menschen besteht. Die 1.645 Milliardäre werden in den letzten Monaten nicht so hart selber gearbeitet haben, dass sie 1 Bio. US-Dollar verdienen konnte. Da hat nur Geld gearbeitet, und den Erlös müssen andere verdienen.

Aber es ist und bleibt eine Lösung, die nur einmal durchführbar, nicht mal im Ansatz nachhaltig ist und daher nur als witziges Rechenbeispiel dienen kann.
Denk doch nicht nur ans Duchfüttern. Wie wäre es denn, wenn die Firma Microsoft oder Oracle ihre Angestellten in Pakistan und Indien einfach besser bezahlen würde, oder die ganzen Textilverkäufer, oder... oder... oder... Dann gäbe es in den Ländern mehr Geld, das würde sich verteilen und ganz vielen würde es dauerhaft besser gehen.

Wenn Menschen trotz 14 Stunden Job Hunger leiden, dann ist das ein Problem des Arbeitgebers. Und der Arbeitgeber der dritten Welt sind wir. Und für uns wären das Peanuts. Aber wir ruhen uns aus und füttern ein paar Hilfsorganisationen gezwungenermassen mit ein paar Milliarden, während wir selber Duksche Geldspeicher bauen.
 
Die Arbeitslosigkeit ergibt sich vollautomatisch aufgrund der Sprachbarriere. Ihr tut immer alle so, als würde ich die Leute alle für strötenblöd halten.
Du versuchst nur in deiner Argumentation die Hürde so hoch wie möglich zu legen. Du nimmst das Sprachniveau von Neuankömmlingen ("wenn er sich nicht mal eine Pizza bestellen kann") und willst sie mindestens problemlos an der Uni studieren lassen können, bevor sie ihre Notunterkunft erstmals verlassen dürfen.

Im Urlaub kann ich nach 3 Tagen ne Pizza und nen gemischten Salat bestellen, die Großmutter im türkischen Supermarkt arbeitet seit 10 Jahren ohne ein Wort deutsch zu können, meine letzte Schulung war auf "Frenglisch" und mein Taxifahrer kriegt wahrscheinlich auch kein Diktat fehlerfrei hin. Was solls?

Du willst dich nicht anpassen, du willst sie nicht in deiner Nähe haben, du willst nicht für Menschen in Not bezahlen, du willst die Probleme in deren Heimat nicht lösen und du willst nicht wissen wo deine Jeans gefärbt wurde. Du bist überhaupt nicht offen für menschenwürdige Ideen. Dir bleibt doch nur den Stacheldraht um Europa zu ziehen damit bloß keiner hier reinkommt und deine Welt verändert an die du dich gewöhnt hast.

Im Mittelmeer müssen erst Menschen ersaufen, weil wir so knickerig sind und wir kriegen die schwarze Null und MEADS. Und aus potenziell geeigneten Standorten machen wir lieber ne Landesgartenschau. Glückwunsch.

So sollte man mit Menschen nicht umgehen und es muss auch nicht immer alles einen wirtschaftlichen Mehrwert haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Urlaub kann ich nach 3 Tagen ne Pizza und nen gemischten Salat bestellen, die Großmutter im türkischen Supermarkt arbeitet seit 10 Jahren ohne ein Wort deutsch zu können, meine letzte Schulung war auf "Frenglisch" und mein Taxifahrer kriegt wahrscheinlich auch kein Diktat fehlerfrei hin. Was solls?

Jaja scheiß auf Kommunikation. Das ist doch grad dein Fazit, oder? Am besten schaffen wir die Sprache gleich ab und beschnüffeln uns nur noch gegenseitig, so wie Tiere... Deine Argumentation ist lächerlich und verdient daher auch nur eine lächerliche Antwort...

Du willst dich nicht anpassen, du willst sie nicht in deiner Nähe haben, du willst nicht für Menschen in Not bezahlen, du willst die Probleme in deren Heimat nicht lösen und du willst nicht wissen wo deine Jeans gefärbt wurde. Du bist überhaupt nicht offen für menschenwürdige Ideen. Dir bleibt doch nur den Stacheldraht um Europa zu ziehen damit bloß keiner hier reinkommt und deine Welt verändert an die du dich gewöhnt hast.

Photon hat sicherlich ein größeres Interesse daran weltweite Probleme zu lösen als du. Denn wenn es allen Menschen auf der Welt gut geht, nur dann ist es möglich, dass man friedlich miteinander nebeneinander leben kann. Du hingegen brauchst doch Not, Elend, Hungerskatastrophen um deinen Wunsch nach MultiKulti im eigenem Land vollziehen zu können. Nicht anders ist es zu erklären, dass es keinerlei ernsthafte Bemühungen gibt die Welt grundsätzlich zu verbessern. Menschen wie du brauchen das Elend doch nur um sich selbst besser zu fühlen, weil man dann beweisen kann, wie tolerant man ist, weil man Menschen hier in Deutschland helfen will. Aber im Grunde geht es dir doch primär um deine eigene Selbstwahrnehmung, dich besser fühlen zu können als darum Leid auf der Welt zu verhindern. Ansonsten würdest du den effektivsten Weg mit all deinen zur Verfügung stehenden Mittel versuchen durchzusetzen. Jeglichen Luxus einstellen und alles für die Menschen tun. Aber lieber von der Gesellschaft fordern und sich dennoch besser fühlen, oder?

Im Mittelmeer müssen erst Menschen ersaufen, weil wir so knickerig sind und wir kriegen die schwarze Null und MEADS. Und aus potenziell geeigneten Standorten machen wir lieber ne Landesgartenschau. Glückwunsch.

Hast du Kontoauszüge, die beweisen, dass du nicht knickrig bist? Mit jedem Euro, den du spendest kannst du leben retten. Also sollte dein Spenden erst dann aufhören, wenn du maximal vielen Menschen geholfen hast. Aber ums Helfen geht es dir nicht, oder? Dir geht es nur darum über die deutsche Gesellschaft zu schimpfen....

So sollte man mit Menschen nicht umgehen und es muss auch nicht immer alles einen wirtschaftlichen Mehrwert haben.

Ich habe gehört es werden noch Entwicklungshelfer vor Ort gesucht. Nicht alles was man tut muss einen wirtschaftlichen Mehrwert haben....

Mich kotzen Menschen wie du einfach an.
 
Mich kotzen Menschen wie du einfach an.

Dich kotzt es doch im wesentlichen an, dass Nationalisten und Rassisten wie Du hier nicht mehr einfach ihre kruden Thesen runterrattern können.

Wenn Du nicht mehr weiterkommst, wirst Du dann beleidigend, unterstellst friedlichen Demonstranten Gewaltbereitschaft, verunglimpfst etc.

Und man muss nicht woanders hin, um etwas gegen Unmenschlichkeit zu tun.
Es reicht schon, sich vor Asylbewerberheimer zu stellen, wenn Deine Kameraden meinen, dort aufmarschieren zu müssen.
Es ist auch viel gewonnen, wenn man sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert.
Und ich zitiere mal aus dem Tagesspiegel:

"Mich beruhigt es, in einer Stadt zu leben, die eine starke, aktive Antifa hat. Weil ich dann sicher bin, dass in meinem Kiez keine Nazis die Meinungshoheit übernehmen.

Ach ja, übrigens: Diese Menschen machen das ehrenamtlich."

https://www.tagesspiegel.de/berlin/chaoten-oder-heilsbringer-danke-liebe-antifa/9382378.html

Ich habe ängstliche Gesichter von Menschen aller Altersgruppen gesehen, als hier im Zentrum zehn Deiner Kameraden Bier trinkend und pöbelnd durch die Gegend zogen.
Nachdem der schwarze Mob dann Deine Kameraden hat rennen lassen, kehrte das Lächeln in die Gesichter zurück. Das ist gesellschaftliches Engagement.

Und dass Du in Deinem nationalistischen Wahn der Meinung bist, wir bräuchten Armut in der Welt, um hier dem MultiKulti zu frönen, zeigt, wie fernab jeglicher Realität Du vegetierst.
Dass Leute aus beruflichen Gründen, der Liebe wegen oder aus Interesse an einem anderen Land das Heimatland verlassen, kannst Du Dir nicht vorstellen.

gruss kelle!
 
Und ich habe das Gefühl die Antifa kusiert wieder hier rum und akzeptiert genauso wenig andere Meinungen.
Der eine Rechts gesteuert der andere Extrem Links gesteuert.

Das kotzt echt an, aber davon lassen wir uns natürlich nicht den Tag vermiesen. *Schnüff*
 
Wenn Menschen trotz 14 Stunden Job Hunger leiden, dann ist das ein Problem des Arbeitgebers. Und der Arbeitgeber der dritten Welt sind wir.
Schonwieder dieses "wir". Es wird Dich staunen zu hören, dass ich auch nur Arbeitnehmer bin und für die gleichen Leute am Ende arbeite, wie die Leute auf der anderen Seite des Erdballs. Ich bin nicht "wir".

Warum geht es uns trotzdem weitaus besser? Nicht, weil wir fleißiger oder schlauer sind. Einen Großteil macht die Politik aus, auch Gesetze und ja, auch wenn ich kein großer Fan von ihnen bin, auch die Gewerkschaften. Alles deutsche und europäische Errungenschaften. Ich will nicht sagen, dass es ganz Indien von heute auf morgen besser gehen würde, wenn sie nur einfach in Gewerkschaften organisieren würden und eine sozialere Regierung hätten. Vermutlich würde es uns dann auch ein wenig schlechter gehen, weil die Preise erheblich steigen würden, aber damit könnte ich leben. Ob es auch ein Hartzi könnte, weiß ich nicht.

Letztlich werde ich auch auf Arbeit ausgebeutet, wie so ziemlich jeder Arbeitnehmer. Nur eben nicht so krass, wie jemand in der 3. Welt. Wo wir dann wieder beim Thema wären, das Problem zu beseitigen. Nein, wir beseitigen es nicht, in dem wir mehr oder weniger korrupten Hilfsorganisationen Geld schicken. Auch nicht den noch viel korrupteren Regimen in Form von "Entwicklungshilfe". Wie gesagt, habe ich leider keine Lösung parat. Wenn ich eine habe, sag ich bescheid :)

Du willst dich nicht anpassen,
Richtig. Und ich bin erschüttert, dass das auch noch negativ bewertet wird. Verkerhte Welt hier.

du willst sie nicht in deiner Nähe haben,
Kommt drauf an.

du willst nicht für Menschen in Not bezahlen,
Stimmt nicht. Ich will nur nicht, dass das Geld zum Fenster raus geschmissen wird und in Dinge investiert wird, die keine Zukunft haben.

du willst die Probleme in deren Heimat nicht lösen
Wie kommst Du darauf? Für mich ist es sogar von entscheidener Bedeutung, wofür mein Geld verwendet wird. Ob man den Leuten einfach ein Hotel bezahlt oder man damit gezielt die Probleme beseitigt, damit sich diese ganze Diskussion, ob sie hier bleiben sollen/dürfen/können, erst gar nicht für die Masse ergibt.

Du bist überhaupt nicht offen für menschenwürdige Ideen. Dir bleibt doch nur den Stacheldraht um Europa zu ziehen damit bloß keiner hier reinkommt und deine Welt verändert an die du dich gewöhnt hast.
Na wenn ich Stacheldraht eine für mich akzeptable Lösung halten würde, hätte ich sie sicher schon angeführt. Du solltest aus meinen Beiträgen wissen, dass ich eigentlich immer sehr unverblümt rede.

Ich habe im Gegenteil mehrfach gesagt, dass unsere Hilfe auch unsere Pflicht ist. Überliest man natürlich immer dann gerne, wenn man sich schon seine Meinung gebildet hat, ne? ;) Doch, ich bin offen für menschenwürdige Ideen. Aber sie müssen vor allem realistisch sein.

Ich höre immer nur Genörgel. Oh, die armen Flüchtlinge müssen hier "zusammengepfercht" in "menschenunwürdigen Bedingungen hausen". Hallo? Hat sich mal jemand die Zustände angeschaut, aus denen sie teilweise kommen und was die Leute ihr Zuhause nannten? Oft nicht mal Zugang zu sauberem Trinkwasser, von Medizin ganz zu schweigen. Und dann ist ein umgebaute Unterkunft, eine leer stehende Schule (ähnlich einer Unterkunft in einem DDR-Ferienlager). eine umgebaute Turnhalle oder ein anderes umfunktioniertes Gebäude mit Duschen, Betten, Aufenthaltsräumen und und und auf einem "menschenunwürdig"? Leute, geht's noch oder was? Das Hilton hat nunmal nicht genug Suiten.

Der nächste Punkt: Alle einbürgern bzw. unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung/Arbeitserlaubnis. Mal auch nur im Ansatz darüber nachgedacht, was das bedeutet? Ich rede mal nicht von Kosten, da ich das ohnehin nicht für finanzierbar halte. Ich rede davon, wie das Sozialgefüge eines Landes in die Knie geht, weil es zu einem künstlich herbeigeführten demografischen Wandel kommt. Wenn wir jetzt und heute festhalten, dass es sich nur um 40.000 Menschen handelt, die mehr oder weniger wahllos über das Land verteilt werden, streiche ich sofort das Argument und sage selbst, dass es Blödsinn ist. Aber hat irgendjemand von euch den Garantieschein dabei? Nein? Ok, dann müssen wir wohl vom Worst-Case-Szenatio ausgehen und sagen, dass mehr als die Hälfte der Menschen aus Afrika und Vorderasien nach Europa kommen wollen. Und dann packen wir die Koffer oder was? Klar, die Antarktis soll malerisch sein. Und wenn der Klimawandel so weiter geht, wird es dort vielleicht sogar richtig schön grün und idyllisch in ein paar tausend Jahren sein.

Im Mittelmeer müssen erst Menschen ersaufen, weil wir so knickerig sind und wir kriegen die schwarze Null und MEADS. Und aus potenziell geeigneten Standorten machen wir lieber ne Landesgartenschau. Glückwunsch.
Schonwieder dieses "wir". ich kann es echt nicht mehr hören.

Um Dich zu beruhigen - ich will kein MEADS. Ich will nicht mal eine BW, weil ich die für überflüssig halte. Sie ist marode und seit nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl in Gerät-, als auch in Mannschaftsstärke so stark limitiert, dass wir überhaupt niemanden auch nur nur 1 Tag aufhalten könnten. Folglich: Sinnlos, aber teuer. Weg damit. Und dieses Geld können wir dann gern auch für Flüchtlinge verwenden. Aber bitte mit Verstand und nicht einfach nur raus schmeißen, wie wir es mit Griechenland machen.

So sollte man mit Menschen nicht umgehen und es muss auch nicht immer alles einen wirtschaftlichen Mehrwert haben.
Predigst Du das bitte erstmal den Urhebern des Übels bevor Du das den Helfern über den Kopf gießt?

Und überhaupt: Bleibst Du wohl mal auf dem Teppich? Die Leute kommen aus Verhältnissen, da ist ein Menschenleben weniger wert als eine verrostete Kalaschnikov oder wahlweise eine tote Ziege. Hier bekommen sie Schutz, Hygiene, medizinische Versorgung, sauberes Wasser, regelmäßig warmes Essen, ausreichend Kleidung, ... alles Dinge, die sie in ihrer Heimat vermutlich seit Jahren und Jahrzehnten nicht mehr hatten. Sogar Alkohol scheinen sie sich ja leisten zu können. Das alles, obwohl sie sich gewaltsam und illegal Zugang zu Europa verschafft haben. Und so sollte man mit Menschen nicht umgehen? Soso.

Was schlägst Du vor? Vielleicht sollten wir sie aus ihren Herkunftsländern noch mit der MS Deutschland abholen, hm? Der sicheren Überfahrt wegen. Dann bringen wir sie "menschenwürdig" unter (also kein Plattenbau, bitte), sondern ein Häuschen mit kleinem Grundstück. Und da schicken wir dann ein Mal pro Woche einen Sozialarbeiter vorbei, der dann aufschreibt, was sie noch brauchen, also Couch, Himmelbettchen, Fernseher (nicht zu klein bitte und nur mit Schüssel, man will ja schließlich die Fernsehshows in Muttersprache genießen), Geschirrspüler und so. Wäre das dann "menschenwürdig" genug? Oder übertreibe ich jetzt? Ich weiß es schon gar nicht mehr...

Ehrlich gesagt kann ich dieses Gutmenschengesabbel (entschuldige bitte den Ausdruck) nicht mehr hören. Ich erwarte von keinem Flüchtling Dankbarkeit. Er soll nichts zurück zahlen, bekommt von mir aus auch noch 1000 Euro, damit er in seiner Heimat erstmal wieder ein wenig auf die Beine kommen kann. ich erwarte nur, dass er wieder geht, sobald das möglich ist. Oder bei Interesse und Bedarf(!) sich eben selbst darum kümmert, hier bleiben zu können und folglich auch bereit ist, die Hürden dahingehend zu nehmen. Die Hürden in Deutschland sind auch nicht viel höher als in anderen Industrienationen, ohne jetzt die Bestimmungen aller Länder zu kennen.

Außerdem sind Migration und Asyl 2 völlig unterschiedliche Dinge und haben miteinander überhaupt nichts zu tun. Asyl heißt nur, dass jemandem Schutz gewährt wird. Asyl sieht überhaupt nicht vor, die Leute zu Staatsbürgern zu machen. Möglicherweise sind einige auch an einer Migration interessiert und sogar bereit, die Hürden zu nehmen. Und da liegt die Messlatte nunmal dort, wo sie liegt. Wer hier legal einreisen und studieren will, muss C1 entweder schon haben oder es innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in Deutschland erwerben. Und das ist völlig richtig, denn wir brauchen keine Pseudostudenten, die im Hörsaal Frisbee spielen, weil sie ohnehin kein Wort verstehen. Wer sich in Deutschland niederlassen will, braucht mindestens B1. Aus ERfahrung weiß ich, dass das hinten und vorne nicht reicht, um allein klar zu kommen, aber so will es das Gesetz. Hier ist aus meiner Sicht die Latte viel zu niedrig angesetzt, aber sei es drum, ist ja auch völlig egal. Das alles wird nicht auf die Masse zutreffen. Und da steht nach wie vor die Frage im Raum, was mit denen passieren soll!