Was ich für sehr bedenklich halte ist die Tatsache, dass Überweisungen ins Ausland nicht mehr möglich sind.
Natürlich aus einem Grund, aber hätte man das nicht auch auf ein Minimum beschränken können.

Was für ein Drama entwickelt sich da nur....
 
Dei Frage ist doch wirklich nicht ob 60 Euro am Tag "langen" oder nicht, die Frage ist mit welchem Recht wird mir der Zugriff auf mein Geld verweigert? Die meisten Menschen haben dafür jahrelang viel gearbeitet und auf Lebensstandard verzichtet, es ist ihr Geld, weder Staat noch Banken haben ein Recht sich daran zu vergreifen.
 
Dei Frage ist doch wirklich nicht ob 60 Euro am Tag "langen" oder nicht, die Frage ist mit welchem Recht wird mir der Zugriff auf mein Geld verweigert? Die meisten Menschen haben dafür jahrelang viel gearbeitet und auf Lebensstandard verzichtet, es ist ihr Geld, weder Staat noch Banken haben ein Recht sich daran zu vergreifen.

Haste gehört, dass Griechenland ist etwa wie kurz vor Staatspleite? Banken haben kein Geld mehr, da Kreditore haben Hähne zugemacht.
 
Athen hält an Referendum fest - Tsipras bleibt beim «Nein»

Folgende News wurde am 01.07.2015 um 17:58:30 Uhr veröffentlicht:
Athen hält an Referendum fest - Tsipras bleibt beim «Nein»
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Athen/Brüssel/Berlin (dpa) - Im griechischen Schuldendrama hat Regierungschef Alexis Tsipras erneut widersprüchliche Signale ausgesandt. Seine Landsleute rief er am Mittwoch auf, die Sparforderungen der Geldgeber beim umstrittenen Referendum am Sonntag abzulehnen.
Das solle den Druck bei neuen Verhandlungen erhöhen. Den Europartnern hatte Tspiras zuvor geschrieben, er sei grundsätzlich bereit, ihre wichtigsten Bedingungen zu erfüllen. Dazu hatte gehört, doch noch für ein «Ja» beim Referendum einzutreten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte, vor der Abstimmung der Griechen werde es keine Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm geben. Katastrophale Konsequenzen einer griechischen Staatspleite befürchte sie nicht: «Europa ist stark. Viel stärker, als vor fünf Jahren», sagte Merkel im Bundestag in Berlin.
Das bisherige Hilfspaket für Athen ist ausgelaufen und noch offene Milliardenhilfen damit verfallen. Die am Dienstagabend fällige Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zahlte die Regierung nicht mehr. Griechische Rentner, die kein Geld aus Bankautomaten ziehen können, bekamen in den Filialen maximal 120 Euro Rente ausgezahlt. Dieser Betrag sollte für eine Woche reichen. Zugleich verkündete Tsipras in seiner Fernsehansprache am Mittwoch: «Die Renten und Gehälter sind sicher.»
Bei dem Referendum am Sonntag sollen die Griechen sagen, ob sie den Bedingungen der Gläubiger zustimmen oder sie ablehnen. Das Hilfspaket, zu dem diese Bedingungen gehören, ist aber überholt. «Wir sind in einer neuen Lage», sagte der Vizechef der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis, in Brüssel. Es werde jetzt nicht mehr über die Verlängerung des alten Rettungsplans gesprochen, sondern über ein Zwei-Jahres-Programm des Eurorettungsschirms ESM. Daraus hatte Tsipras am Dienstag einen 29-Milliarden-Euro-Kredit gefordert.
Der für den Euro verantwortliche Kommissar Dombrovskis sagte weiter, ein neues Hilfsprogramm könnte noch vor dem 20. Juli abgeschlossen werden. «Es gibt sicherlich die Möglichkeit, zu einer Abmachung zu kommen, bevor höhere (Rück-)Zahlungen fällig sind.» Das setze jedoch die Bereitschaft der Geldgeber und Athens voraus, tatsächlich eine Vereinbarung anzustreben. «Wir sind bereit, zu verhandeln und zu einer Lösung zu kommen», sagte Dombrovskis.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält Tsipras' jüngsten Brief an die Gläubiger noch nicht für eine Grundlage zur Lösung der Krise. «Der hat auch nicht mehr Klarheit geschafft», sagte Schäuble über den Brief. Die Ankündigungen aus Athen reichten für «seriöse Maßnahmen» nicht aus. Die Finanzminister der Eurostaaten wollten am späten Nachmittag in einer Telefonkonferenz beraten.
Merkel betonte im Bundestag: «Ein guter Europäer ist nicht der, der eine Einigung um jeden Preis sucht.» Die Kanzlerin wandte sich auch an die griechische Bevölkerung: «Sie sind ein stolzes Volk und haben harte, sehr harte Tage zu bewältigen», sagte sie. Ein Referendum sei das legitime Recht Griechenlands. Aber die anderen 18 Euroländer hätten ebenso das Recht, ihre Haltung dazu festzulegen.
Der Europarat erklärte unterdessen, das geplante Referendum in Griechenland erfülle nicht die üblichen internationalen Standards. Problematisch sei, dass die Abstimmung so kurzfristig angesetzt worden sei, sagte ein Sprecher in Straßburg.*Dies lasse den Stimmberechtigten zu wenig Zeit, sich richtig zu informieren. Zudem sei die Frage nicht sehr klar formuliert.
Banken und Börse in Griechenland bleiben bis Anfang kommender Woche geschlossen. Weil sich die Lage in den vergangenen Tagen verschärfte, hatten immer mehr verängstigte Bürger Bargeld abgehoben und damit die Geldhäuser in Schwierigkeiten gebracht. An Geldautomaten dürfen Griechen seit Montag maximal 60 Euro pro Tag abheben. Für ausländische Bankkarten soll die Beschränkung nicht gelten.
Am Mittwoch öffneten Geldinstitute im ganzen Land für Rentner. Die Banken hatten diese Ausnahme ermöglicht, da viele Pensionäre keine EC- oder Kreditkarten haben. Weil die Banken kurzfristig ankündigten, die Rentner in alphabetischer Reihenfolge zu bedienen, kam es zu Tumulten, wie griechische Medien berichteten. Tsipras dankte den Griechen in seiner Fernsehansprache für ihre Ruhe und Besonnenheit.
 
Schäuble schließt Ausscheiden Griechenlands aus Euro-Zone nicht aus

Folgende News wurde am 04.07.2015 um 00:29:49 Uhr veröffentlicht:
Schäuble schließt Ausscheiden Griechenlands aus Euro-Zone nicht aus
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Berlin (dpa) - Vor dem griechischen Referendum über den weiteren Reformkurs des Landes schließt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone nicht aus. «Ob mit Euro oder vorübergehend ohne: Diese Frage können nur die Griechen selbst beantworten», sagte er der «Bild»-Zeitung. Offensichtlich mit Blick auf diefortbestehende EU-Mitgliedschaft der Griechen fügte er hinzu: «Klar ist auch: Wir werden die Menschen in Griechenland nicht im Stich lassen.» Vom griechischen Banken-Sektor geht Schäuble zufolge keine Bedrohung für andere Geldinstitute in Europa aus.
 
Varoufakis wirft Brüssel «Terrorismus» vor

Folgende News wurde am 04.07.2015 um 14:50:26 Uhr veröffentlicht:
Varoufakis wirft Brüssel «Terrorismus» vor
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Madrid (dpa) - Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hat der Europäischen Union (EU) «Terrorismus» vorgeworfen. «Was man mit Griechenland macht, hat einen Namen: Terrorismus», sagte der Minister zu den Verhandlungen mit den Gläubigern in einem Interview der spanischen Zeitung «El Mundo».
«Wieso hat man uns dazu gezwungen, die Banken zu schließen? Um den Menschen Angst einzuflößen. Wenn es darum geht, Terror zu verbreiten, dann nennt man das Terrorismus. Aber ich bin sicher, dass die Angst nicht gewinnen wird», sagte Varoufakis. In Brüssel sei schon vor fünf Monaten ein Plan ausgeheckt worden, «um eine Regierung fertigzumachen, die sich vom europäischen Establishment nicht erpressen lässt.»*
Der 54-Jährige äußerte sich zuversichtlich, dass bei einem Sieg des «Nein» bei der Volksabstimmung über den künftigen Spar- und Reformkurs Ministerpräsident Alexis Tsipras in Brüssel «ein Abkommen erreichen» werde. «Wenn mein Land zerschellt, wird man eine Billion Euro verlieren. Das ist eine Menge Geld. Ich glaube kaum, dass Europa sich das leisten kann», sagte Varoufakis.
Er sei sich derweil «völlig sicher», dass es unabhängig vom Ergebnis des Referendums schon am Montag ein Abkommen geben werde. Am Dienstag würden dann die Banken wieder öffnen. Bei einem Sieg des «Ja» werde das Abkommen*aber «unheilvolle Auswirkungen»*haben.
 
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat nach einem Bericht des "Handelsblatts" (Montag) vor einem Ausfall der Bundesbankgewinne bei einem Euro-Austritt Griechenlands gewarnt. [...]

Bisher habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble einen Bundesbank-Gewinn von jährlich 2,5 Milliarden einkalkuliert. Die Bundesbank habe zwar bereits Rückstellungen von 14,4 Milliarden Euro für die Risiken der Euro-Krise gebildet. Doch diese würden wohl im Falle eines Grexits nicht ausreichen, schrieb das Blatt.
[...]

Noch immer hält die EZB griechische Staatspapiere im Wert von 20 Milliarden Euro. Fallen diese aus, macht sie Verluste. [...]



Im Falle eines Euro-Austritts drohten jedoch viel größere Verluste. So habe Griechenland Verbindlichkeiten im internen Verrechnungssystem der Euro-Notenbanken Target von rund 110 Milliarden Euro. Einen Teil der Summe müsste die EZB wohl abschreiben. Ähnlich wäre dies bei den von der Bank of Greece ausgegeben Euro-Banknoten in Höhe von etwa 50 Milliarden Euro. [...]
Quelle: https://www.focus.de/finanzen/boers...rendum-mit-leichten-verlusten_id_4796689.html

So viel zum Thema "ausgeglichener Haushalt", Herr Schäuble ;)
Oh Wunder oh Wunder, das Geld reicht wieder mal nicht.
 
Auch sehr schön die Sendung von "Die Anstalt" vom 31.03.2015

EDIT: Mal abgesehen davon, ob der Ausgang des Referendums nun gut oder schlecht für Griechenland ist, schaue ich doch ganz schön neidisch auf so viel Demokratie. Auch wenn das Referendum nicht so viel Aussagekraft hat, wie man zur Stunde da rein interpretiert. Aber das nur am Rande...
 
Zuletzt bearbeitet:
Griechenland hofft auf Umschuldung

Folgende News wurde am 06.07.2015 um 20:14:55 Uhr veröffentlicht:
Griechenland hofft auf Umschuldung
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Athen/Berlin/Brüssel (dpa)*- Griechenland will mit den Euro-Partnern beim Sondergipfel am Dienstag in Brüssel auch über eine Umschuldung verhandeln. Auf diese in der Eurogruppe höchst umstrittene Forderung verständigte sich Ministerpräsident Alexis Tsipras bei einem Treffen mit der Opposition.
Zuvor hatte Tsipras Kanzlerin Angela Merkel am Telefon versprochen, in Brüssel neue Vorschläge zu präsentieren. Trotz des Erfolgs beim Referendum über die Sparvorgaben trat der in der Eurogruppe isolierte Finanzminister Gianis Varoufakis zurück. Die Europäische Zentralbank kündigte an, ungeachtet der angespannten Lage die Notkredite für griechische Banken vorerst nicht ausweiten zu wollen.
Dem Treffen der Staats- und Regierungschefs aller 19 Euro-Länder am Dienstag ging eine intensive Krisen-Diplomatie in Europa voraus. Merkel forderte Tsipras nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident François Hollande auf, noch in dieser Woche einen konkreten Plan für die wirtschaftliche Zukunft des Krisenlandes vorzulegen. «Hierbei drängt die Zeit. Wir werden darauf Wert legen, dass in dieser Woche solche Vorschläge auf den Tisch kommen müssen», sagte Merkel am Montagabend in Paris.
Für Verhandlungen über Hilfen unter dem Dach des Euro-Rettungsschirms ESM seien die Voraussetzungen aber zurzeit nicht gegeben. «Es gibt nicht mehr viel Zeit», betonte auch Hollande. Es sei dringend notwendig, dass jetzt gehandelt werde.
Bei einem Treffen mit den Finanzministern Polens und Frankreichs in Warschau betonte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), das Referendum habe die Situation «nicht leichter gemacht für Griechenland».
Die griechischen Banken bleiben für mindestens zwei weitere Tage bis Mittwochabend geschlossen. Wegen des schweren Liquiditätsproblems gelten seit vergangener Woche sogenannte Kapitalverkehrskontrollen. Pro Konto können täglich höchstens 60 Euro abgehoben werden Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank möglich.
In Athen sagte Varoufakis zu seinem Rücktritt, dieser Schritt könne Tsipras vielleicht helfen, eine Vereinbarung mit den Geldgebern zu erzielen. «Aus diesem Grund verlasse ich das Finanzministerium heute.» Am Abend wurde der bisherige Vize-Außenminister Euklides Tsakalotos als neuer Finanzminister benannt. Tsakalotos hatte seit April auf griechischer Seite die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern geführt.
Bei der Volksabstimmung über die Sparvorgaben der Gläubiger hatten am Sonntag 61,31 Prozent der Wähler mit «Nein» und 38,69 Prozent mit «Ja» votiert. Tspiras verlangte nach diesem Ergebnis Zugeständnisse der Gläubiger. Er betonte in einer Fernsehansprache aber auch, sein Land sei zu Reformen bereit.
Nach Ansicht der Bundesregierung muss nun erkundet werden, wie den griechischen Bürgern zu helfen wäre. «Bei alledem wird es sehr darauf ankommen, welche Vorschläge die griechische Regierung auf den Tisch legt», sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert. Auch die Regierungen in Paris, Rom und Wien sowie die Euro-Finanzminister insgesamt forderten von Athen frische Ansätze zur Lösung der Krise. Der französische Ressortchef Michel Sapin signalisierte Bereitschaft, über eine Verminderung der griechischen Schuldenlast zu verhandeln.
Der deutsche Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel verlangte mehr Bewegung von Athen. «Wenn Griechenland im Euro bleiben will, muss die griechische Regierung schnell ein substanzielles Angebot machen, das über ihre bisherige Bereitschaft hinausgeht», forderte Gabriel in Berlin. Der slowakische Finanzminister Peter Kazimir warnte davor, dass Athen aufgrund des Referendums nun «leichter an Geld komme». Auch Estland, Lettland und Litauen äußerten sich kritisch.
Fünf Stunden vor dem Sondergipfel in Brüssel sollen sich dort auch die Euro-Finanzminister treffen. Sie können die EU-Kommission beauftragen, mit Athen über ein neues Hilfsprogramm zu verhandeln. «Falls alle Seiten ernsthaft arbeiten, ist es möglich, eine Lösung in dieser sehr komplizierten Lage zu finden», sagte der für den Euro verantwortliche Kommissionsvizechef Valdis Dombrovskis in Brüssel.
Der Euro machte am Tag nach dem griechischen Referendum erste Kursverluste rasch und fast vollständig wieder wett.
 
EZB erhöht Druck auf Athen

Folgende News wurde am 08.07.2015 um 12:40:48 Uhr veröffentlicht:
EZB erhöht Druck auf Athen
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Paris/Brüssel/Athen (dpa) - Mit drastischen Worten hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Druck auf die griechische Regierung erhöht.
Sollte es keine Perspektive für eine Einigung im Schuldenstreit mit den Gläubigern geben, müsste die EZB die Nothilfen für die griechischen Banken unverzüglich beenden, warnte Frankreichs Notenbankchef Christian Noyer im französischen Radiosender Europe 1.
Noyer, der Mitglied des EZB-Rates ist, sagte, die Zentralbank habe die Nothilfen bereits bis zum Maximum ausgelegt. «Wir beginnen uns sehr große Sorgen zu machen», erklärte er. Das pleitebedrohte Land stellte unterdessen einen neuen Antrag für Rettungsmilliarden beim Eurorettungsschirm ESM.
Athen hat nur noch wenige Tage Zeit, um mit den Europartnern einen Kompromiss im Streit über die Schuldenkrise zu finden. Diese hatten dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras am Dienstag eine Frist bis zum Ende dieser Woche gesetzt.
Tsipras sagte am Mittwoch im EU-Parlament in Straßburg, Ziel eines neuen Hilfsprogramms müsse sein, die Belastungen für die Bevölkerung gerechter zu verteilen. «Arbeitnehmer und Rentner können keine zusätzlichen Lasten akzeptieren», sagte Tsipras. Die bisherigen Programme seien zur Rettung der Banken verwendet worden. «Sie kamen nicht beim Volk an», sagte er. «Mit keiner Reform wurde die Funktionsfähigkeit der Staatsmaschine verbessert.»
Der ESM bestätigte den Eingang des neuen Hilfsantrags. Das Verfahren ist aber kompliziert. Nur die Finanzminister der Eurozone können den Startschuss geben, um das Verfahren für ESM-Hilfen zu starten. ESM-Finanzhilfen können nur gewährt werden, wenn die Finanzstabilität der Euro-Zone insgesamt und seiner Mitgliedstaaten gefährdet ist. Zudem gibt es strenge Auflagen. Nach einem Antrag folgt ein längeres Verfahren etwa mit umfangreicheren Mitsprache-Rechten des Bundestages als bisher.
Seit Monaten sind die Banken des hoch verschuldeten Landes vor allem auf Ela-Notkredite («Emergency Liquidity Assistance»/Ela) angewiesen. Diese sind eigentlich als vorübergehende Unterstützung im Grunde gesunder Banken gedacht. Der EZB-Rat muss am Mittwoch über die Ela-Notkredite beraten, weil die jüngste Verlängerung der knapp 90 Milliarden Nothilfen nur bis einschließlich zu diesem Tag ausgelegt war. Allgemein wird erwartet, dass die Nothilfen auf dem aktuellen Stand bis Sonntag verlängert werden, um den politischen Verhandlungen eine Chance zu geben.
Noyer machte klar, dass die jüngste Verzögerung im Verhandlungsprozess die letzte sein müsse. «Wir haben Regeln, und wir haben sie so weit es geht ausgelegt, um die griechischen Banken am Leben zu halten», sagte er. «Wir können aber nicht unbegrenzt unsere Risiken erhöhen, weil die Steuerzahler in anderen Ländern letztlich dafür bezahlen müssten, wenn die Katastrophe eintritt.»
An die Adresse Griechenlands gerichtet warnte der Notenbanker: «Die griechische Wirtschaft bewegt sich am Rande einer Katastrophe.» Eine Einigung zwischen Athen und seinen öffentlichen Geldgebern bis kommenden Sonntag, wenn die von der politischen Führung Europas gesetzte Frist ausläuft, sei «absolut» notwendig.
Noyer nahm mit klaren Worten die Politik in Haftung: Die EZB dürfe nicht darüber hinaus gehen, was politisch zu entscheiden sei. «Es ist nicht an uns, unsere Regeln zu ändern - es ist an der Politikern, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen, die notwendig sind.»
Bislang waren Beobachter davon ausgegangen, dass es für die Banken zum 20. Juli kritisch werden könnte. Sollte Athen an diesem Tag fällige Staatsanleihen im Umfang von 3,5 Milliarden Euro nicht tilgen, die von der EZB gehalten werden, wäre dies «tatsächlich der Fall eines Staatsbankrotts», hatte Noyers österreichischer Kollege Ewald Nowotny am Montagabend erklärt.
Die griechischen Banken sind seit Montag voriger Woche geschlossen. Der Kapitalverkehr im Land wird kontrolliert. Geldabhebungen sind drastisch beschränkt. Das führt zu erheblichen Einschränkungen in der Wirtschaft.
So steht das Transportwesen kurz vor dem Zusammenbruch. Logistikunternehmen können ihre Lastwagen nicht betanken, weil die Besitzer täglich nur 60 Euro aus ihren Konten abheben können. «Ein Lastwagenfahrer braucht 4000 Euro um aus Deutschland nach Griechenland zu kommen», sagte Petros Skoulikidis, Präsident der Transportunternehmen Griechenlands (PSXEM) im griechischen Fernsehen. Die griechischen Kreditkarten werden aber im Ausland nicht mehr akzeptiert. Auch im Inland gebe es große Probleme, sagte Skoulikidis. Lieferungen auf die Inseln sind nur gegen Barzahlung möglich. Dort könne es bald zu Versorgungsengpässen kommen, sagten übereinstimmend mehrere Bürgermeister im griechischen Fernsehen.
 
Im Grunde bleibt nur noch die Möglichkeit die EZB-Forderungen über den ESM zu bedienen, um weiter Zeit zu gewinnen und Griechenland im Euro zu halten. Für den drohenden Ausfall haften die Eurostaaten ohnehin gleichermaßen. So würde man zumindest die Position der EZB als unabhängiges Institut wieder herstellen. Gleichzeitig gewinnt man mehr Kontrolle über die Zinslast und Laufzeiten, um Griechenland über Jahre zu entlasten. Auch wenn Griechenland wegen der horrenden Zinslast wohl kaum in der Lage sein wird, die ESM-Kredite jemals vollständig über den Finanzmarkt abzulösen, lässt sich die tatsächliche Realisierung eines Ausfalls vergleichsweise günstig (also zu den Konditionen der ESM-Anleihen) bis ins nächste Jahrhundert verschieben. Aber ob sich die Griechen wirklich bis in alle Ewigkeiten an die Kette legen lassen wollen?
 
Ezb

Hallo

Die Griehcen erfüllen weder formal, noch inhalt den ESM. Außerdem dauert das Verfahren bis zur Gewährung lange, einige Experten sagen 4-6 Wochen und die jeweiligen Parlamente müsen 2 zustimmen. 1. Mandat für den Finanzminister und dann den Vertrag am Schluß, das ist bis zum 20.7 nicht zu schaffen, ich gehe davon aus das schon 1 scheitert, in der BRD aber auch im Baltikum gibt es im Moment keine Mehrheit für ein Verhandlungsmandat.
 
Griechenland braucht nur etwas Land verkaufen und sie haben ne Billion leicht und schnell drin.
Aber wozu, wenn man es auch geschenkt bekommen kann. Von daher sind die Griechen schon ganz clever.