Wenn die Damen erstmal hier sind, lassen viele Männer sie nicht mehr zu den Kursen, weder sprach noch Integration.
§ 44a Aufenthaltsgesetz
"(1) Ein Ausländer ist zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet, wenn (...) zum Zeitpunkt der Erteilung eines Aufenthaltstitels nach (...) § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder § 30 nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt (...)"

Was hat der Mann denn da zu entscheiden?
 
Was hat der Mann denn da zu entscheiden?

*öhm* Ich wollte grad schon wieder von vorne anfangen nur weil wieder einer ne mehr oder weniger sinnvolle Frage hat;) Ich spar mir das mal bei der Qualität der Frage. Du hast sicher recht, wenns so im Gesetz steht (schön rausgesucht!) dann kanns ja keine Abweichungen geben. Was ich schrieb ist also frei erfunden und passiert so nicht... geht ja auch garnicht... gibt ja das Gesetz.
 
*öhm* Ich wollte grad schon wieder von vorne anfangen nur weil wieder einer ne mehr oder weniger sinnvolle Frage hat;) Ich spar mir das mal bei der Qualität der Frage. Du hast sicher recht, wenns so im Gesetz steht (schön rausgesucht!) dann kanns ja keine Abweichungen geben. Was ich schrieb ist also frei erfunden und passiert so nicht... geht ja auch garnicht... gibt ja das Gesetz.

Ich will niemanden vorführen oder so. Ich frage Interessehalber, weil ich in dem Thema auch nicht so drin bin und schon gar nicht wie sowas in der Praxis abläuft. Ich kenne keinen solchen Fall.
Mir wird aus der Diskussion hier eben nicht ganz klar warum der "Zwang zum Sprachtest vor der Einreise"
wirkungsvoller sein soll als der "Zwang zum Sprachtest nach der Einreise".
Wie kommen denn solche "Abweichungen" dann zustande? Wo genau müsste dann nachgebessert werden? Wieso greift deiner Ansicht nach genau die zweite Regelung schlechter als die erste?
 
Studie: Ausländer entlasten Sozialstaat um Milliarden

Folgende News wurde am 27.11.2014 um 12:50:58 Uhr veröffentlicht:
Studie: Ausländer entlasten Sozialstaat um Milliarden
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Gütersloh (dts) - Die in Deutschland lebenden Ausländer sorgen für erhebliche Einnahmen in den Sozialkassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die 6,6 Millionen Menschen in der Bundesrepublik ohne deutschen Pass haben demnach 2012 für einen Überschuss von insgesamt 22 Milliarden Euro gesorgt. Jeder Ausländer zahlt somit pro Jahr durchschnittlich 3.300 Euro mehr Steuern und Sozialabgaben als er an staatlichen Leistungen erhält, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Die Einnahmen pro Kopf sind darüber hinaus in den vergangenen zehn Jahren um über die Hälfte gestiegen. Für einen weiteren Anstieg seien bessere Bildungspolitik und gesteuerte Zuwanderung die wichtigsten Voraussetzungen. Dennoch sind zwei Drittel der Deutschen laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2012 überzeugt, dass Zuwanderung die Sozialsysteme belaste. Die vorliegende Studie widerlege diese Auffassung. Bereits 2004 war den Sozialkassen ein Überschuss von 2.000 Euro pro Ausländer geblieben. Den Anstieg seitdem erklärt die Studie vor allem mit der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt.
 
*prust*
*ehm* Was sagt man dazu?
Aha! Wer hätte das je bezweifelt?
Danke Bertelsmann! Wäre eure Studie zu einem anderen Ergebnis gekommen wäre es sicher politisch problematisch gewesen sie zu veröffentlichen. So habt ihr euch die ganze Arbeit wenigstens nicht umsonst gemacht.

Also, ganz ehrlich: Ich habe ja größtes Verständnis dafür, dass man "schwächeren", sprich in diesem Zusammenhang Zuwanderern medial die Stange hält um die "Volksmitte" nicht weiter gen rechts driften zu lassen. Aber ich weiß nicht ganz ob derart "ergebnisoffene Studien" da wirklich nötig sind oder nicht vielleicht gänzlich den Effekt verfehlen da sich so bald so ziemlich jeder verschaukelt vorkommt.

Ich für meinen Teil muss mir problematische Aspekte nicht durch sowas schönreden. Mir reichte es völlig wenn man man völlig realistisch bei der Wahrheit bliebe und ich würde mich trotzdem gerne um Hilfsbedürftige Menschen kümmern. Aber wenns bei der breiten Masse hilft (was ich kaum glaube) kann ichs mir sogar ganz schmerzhaft verknusen mich durch sowas in meinem Intellekt beleidigt zu fühlen.
 
Würde die Studie nicht nur für den Fall Sinn ergeben, dass gezahlte Steuern zu 100% in Soziale Leistungen fließen? :LOL:
 
Das Problem ist, dass Leute Leistungen erhalten, die nie, oder nicht in dem Maße eingezahlt haben. Das mögen auch Ausländer sein, aber in erster Linie sind es Nutznießer genau der Wahlgeschenke, die halt ab und an gemacht werden müssen... ;)
 
@Kurt

Mal wieder interessante Sichtweise...

Das Problem ist, dass unser Land für einen immer größer werdenden Teil überhaupt keine bezahlte Arbeit vorhält damit diese einzahlen können. Da mögen auch Faule und/oder Ausländer dabei sein, aber in erster Linie würden diese ständig steigenden Menschenmassen früher oder später plündernd und brandschatzend durch die Straßen marodieren wenn man sie nicht mit Deinen "Wahlgeschenken" gefügig halten würde.
 
Es ist ja schon interessant, gäbe es bei dieser Studie ein anderes Resultat hätten wohl viele sich damit gebrüstet ganz nach dem Motto "Ich hab es schon immer gewusst/gesagt".

Nun passt einem aufgrund der eigenen Meinung das Ergebnis nicht, so werden dann sämtliche Inhalte in Frage gestellt und als unwahr verkauft.

Nun sei aber zurecht gesagt, dass man mit Zahlen spielen kann. Mich würde es brennend Interessieren welche Faktoren bei dieser Studie eine Rolle gespielt haben.

[...] und alle Sozialkassen ständig am überquellen sein müssen :ugly:

Steuergelder werden nicht immer für das ausgegeben, als für das sie eingenommen wurden.
 
Nun sei aber zurecht gesagt, dass man mit Zahlen spielen kann. Mich würde es brennend Interessieren welche Faktoren bei dieser Studie eine Rolle gespielt haben.
Kannst selbst nachschauen - hier ist die Studie: https://ftp.zew.de/pub/zew-docs/gutachten/ZEW_BeitragZuwanderungStaatshaushalt2014.pdf
Die gehen von einem jährlichen Bedarf an 300000 Zuwanderern aus. Sie geben aber zu, dass Deutsche produktiver sind und deshalb wird man auf solche Zahlen kommen. Um die Lücke auch nur annähernd zu schließen bräuchte man jährlich 200000 ausschließlich hochqualifizierte Zuwanderer (falls keine anderen Zuwanderer kommen), was man natürlich nie erreichen wird, wenn man sich alleine die Arbeitslosenrate von 16,7% anschaut.
Fazit kann nur sein, dass die Lücke nie durch Einwanderung geschlossen werden kann und das belegt sie deutlich.
 
Ökonomen widersprechen: "Zuwanderung ist kein Verlustgeschäft"

Folgende News wurde am 30.12.2014 um 20:57:00 Uhr veröffentlicht:
Ökonomen widersprechen: "Zuwanderung ist kein Verlustgeschäft"
Shortnews

Mit seiner Behauptung in der Zeitung "FAZ", Migranten seien ein Minusgeschäft für Deutschland, hatte der Ökonom Hans-Werner Sinn für Aufruhr gesorgt.

Nun kontern seine Kollegen. Nach der Rechenart von Sinn seien auch die Deutschen ein Verlustgeschäft.


"Jeder Einwohner Deutschlands ist in dieser Rechnung eine Belastung", so Holger Bonin, Leiter des Bereichs Arbeitsmarkt am Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Auch andere Ökonomen schließen sich der Meinung von Holger Bonin an. Unter ihnen auch IW-Ökonom Plünnecke.
 
Bundesagentur für Arbeit: Ausländer nehmen Deutschen die Arbeitsplätze nicht weg

Folgende News wurde am 04.01.2015 um 11:51:00 Uhr veröffentlicht:
Bundesagentur für Arbeit: Ausländer nehmen Deutschen die Arbeitsplätze nicht weg
Shortnews

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hat sich lobend über die hoch qualifizierten und ebenso motivierten Migranten geäußert, die nach Deutschland kommen, um dort als Fachkraft zu arbeiten. Arbeitslose Deutsche könnten dadurch besser integriert werden.

Weise sieht keinen Konkurrenzdruck bei der Suche nach Arbeitsstellen, sondern vielmehr die Schaffung zusätzlicher, geringer qualifizierter Arbeitsplätze in den Teams der ausländischen Fachkräfte, welche dann von deutschen Assistenten besetzt werden können. Diese Integration will Weise intensivieren.


Weise widerspricht damit dem Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn, der von Nettokosten von 1800 Euro jährlich pro Migrant gesprochen hatte. Aus dessen Berechnungen ging auch ein ingesamter Schaden von 79.100 Euro pro Einwanderer für die Volkswirtschaft hervor.
 
Darf ich dich fragen was du machst? Was denkst du, wie lange würde ich benötigen, deinen Beruf ausüben zu können. Denkst du wirklich ich würde 3 Jahre Ausbildungszeit benötigen? Lernen eure Azubis denn nur eine Tätigkeit? Normalerweise doch auch nicht. Für die meisten Berufe muss man eingearbeitet, brauch ein Grundtalent (Interesse) und gut ist. Ich denke schon das eine Firma Fachkräfte benötigt, denke aber auch, dass man sie oft ersetzen könnte.
Was ich mache, steht doch in meinem Profil :)

Aber ich weiß schon, was Du meinst. Eine Tresenkraft, Kassierer und dergleichen werden wohl bloß ein paar Stunden brauchen und dann halt Übung/Erfahrung. Aber bei allen spezialisierten Berufen geht das nicht mehr so einfach. Ich will mein Haus nicht von jemandem gebaut wissen, der gerade erst ein paar Stunden weiß, wie man Mörtel mischt. Eigentlich trifft das auf jeden Beruf im Baugewerbe zu. Wer will seine Haare geschnitten bekommen von jemandem, der nur Glatze kann?

Im Grunde können alle Hilfsjobs ohne Ausbildung gemacht werden. Aber schonnicht mal mehr der Verkäufer, auch wenn das oft so gehandthabt wird. Aber ich möchte schon eine qualifizierte und fachlich fundierte Auskunft haben, wenn ich jemanden frage. Weil ich das für gewöhnlich nicht bekomme, mache ich mich selbst schlau - im Internet oder Freundeskreis. Aber normalerweise ist der Verkäufer eigentlich nicht nur Wegweiser, Putz- und Auffüllkraft, sondern eben auch Berater.

Die meisten Berufe brauchen schon etwas mehr als nur die pure Anwesenheit :)
 
Aber ich weiß schon, was Du meinst. Eine Tresenkraft, Kassierer und dergleichen werden wohl bloß ein paar Stunden brauchen und dann halt Übung/Erfahrung. Aber bei allen spezialisierten Berufen geht das nicht mehr so einfach. Ich will mein Haus nicht von jemandem gebaut wissen, der gerade erst ein paar Stunden weiß, wie man Mörtel mischt. Eigentlich trifft das auf jeden Beruf im Baugewerbe zu. Wer will seine Haare geschnitten bekommen von jemandem, der nur Glatze kann?

Mein Vater kommt ursprünglich vom Bau. Dein Haus wird sehr häufig zum Großteil von Menschen gebaut, die in der Ausbildung sind oder eben ungelernt. Sicher ist immer ein Meister vor Ort, aber Maurern selbst kann man recht gut durch Erfahrung lernen, so dass einer reicht, der dann auch noch Wissen darüber hinaus hat

Im Grunde können alle Hilfsjobs ohne Ausbildung gemacht werden. Aber schonnicht mal mehr der Verkäufer, auch wenn das oft so gehandthabt wird. Aber ich möchte schon eine qualifizierte und fachlich fundierte Auskunft haben, wenn ich jemanden frage. Weil ich das für gewöhnlich nicht bekomme, mache ich mich selbst schlau - im Internet oder Freundeskreis. Aber normalerweise ist der Verkäufer eigentlich nicht nur Wegweiser, Putz- und Auffüllkraft, sondern eben auch Berater.

Aber denkst du nicht auch, dass ein Verkäufer in einem Fernsehfachgeschäft sich nicht 1 - 2 Monaten intensiver Beschäftigung gut genug auskennen sollte um dich gut zu beraten, besonders, wenn der Ladenbesitzer das restliche Know-How besitzt?

Die meisten Berufe brauchen schon etwas mehr als nur die pure Anwesenheit :)

Ja ich will ja auch Arbeitsleistung nicht klein reden. Ich finde selbst die Klofrau wichtig für eine Gesellschaft. Die Leistet ja auch und ist nicht nur Anwesend, benötigt aber dennoch keine Ausbildung.

Aber ich komme aus der Verwaltung. 90% aller Tätigkeiten bestehen aus Sachbearbeiter Tätigkeiten, bei denen Zahlen ins System eingegeben oder ausgelesen werden müssen. Wir nutzen dafür ausgebildete Bürokaufleute. Aber ich persönlich sehe halt keinen Unterschied in der Leistungsfähigkeit unserer Sachbearbeiter oder aber unserer Azubis, da den Großteil der Arbeit die Maschinen erledigen.

Die 10%, die keine Sachbearbeiter sind, sind natürlich schwieriger zu ersetzen, bei vielen sollte dies meiner Meinung nach aber möglich sein.
 
[...] Sicher ist immer ein Meister vor Ort, aber Maurern selbst kann man recht gut durch Erfahrung lernen, so dass einer reicht, der dann auch noch Wissen darüber hinaus hat
Na der Meister wird sich bedanken, wenn eine Horde ungelernter Kräfte an die Hand bekommt, denen er jeden Handgriff in einer Fremdsprache irgendwie erklären und dann von Arbeiter zu Arbeiter rennen und gucken muss, dass die keine Scheiße mit dem teuren Material bauen.

Klar kann man eine einzelne Tätigkeit über die Zeit jedem beibringen. Der eine ist geschickter und lernt schneller, der andere braucht halt länger. Genau das wird ja auch in einer Ausbildung gemacht. Für bestimmte (Handlanger-) Tätigkeiten wird das auch eine Option sein. Aber grundsätzlich wird man Fachkräfte nicht durch Hilfskräfte ersetzen können.

Aber denkst du nicht auch, dass ein Verkäufer in einem Fernsehfachgeschäft sich nicht 1 - 2 Monaten intensiver Beschäftigung gut genug auskennen sollte um dich gut zu beraten, besonders, wenn der Ladenbesitzer das restliche Know-How besitzt?
Den Ladenbesitzer möchte ich dann mal am Samstag oder zu Weihnachten erleben. Außerdem gibt es doch "Fernsehfachgeschäfte" gar nicht. Wenn das sind sie auf (Heim-) Elektronik spezialisiert. Und ich würde von einem Verkäufer schon erwarten, dass er sich mit aller Unterhaltungselektronik auskennt, und dass er mir genau erklären kann, wie ein Plasma-TV funktioniert und was die Unterschiede zwischen dem Ding, LED und LCD sind. Ich erwarte nicht, dass der Verkäufer ein Elektroingenieur ist, aber mit Elektronik sollte er sich schon auskennen. Desweiteren erwarte ich von ihm gutes Deutsch und die Fähigkeit, mir leicht und verständlich Informationen zu vermitteln. Dann etwas völlig Überholtes, aber ich achte noch drauf: Etikette. Alles Sachen, die ich Kuhhirten aus Afrika unterstelle, nicht zu besitzen.

Hingegen Regale auffüllen, säubern, kassieren, Warenpräsentation, ... sowas würde ich schon dem einen oder anderen zutrauen. Aber das sind eben Hilfsarbeiten. Buchführung, Bestellung, Kalkulation, ... würde ich keine ungelernte Fachkraft machen lassen.

Aber ich komme aus der Verwaltung. 90% aller Tätigkeiten bestehen aus Sachbearbeiter Tätigkeiten, bei denen Zahlen ins System eingegeben oder ausgelesen werden müssen. Wir nutzen dafür ausgebildete Bürokaufleute. Aber ich persönlich sehe halt keinen Unterschied in der Leistungsfähigkeit unserer Sachbearbeiter oder aber unserer Azubis, da den Großteil der Arbeit die Maschinen erledigen.
Nun kenne ich mich in Deinem Job viel zu wenig aus, um da was einschätzen zu können. Wenn sich aber der ganze Job bei Dir nur um die Eingabe und Ausgabe von Daten drehen sollte, dann würde ich überlegen, ob das nicht auch eine gute Software leisten könnte. Dafür braucht man sicherlich kein ausgebildetes Personal.

Aber generell denke ich, dass ein Bürokaufmann/-frau viel mehr kann als das. Mit einer Ausbildung bekommt ja jemand ein Grundwissen vermittelt, dass dann je nach Arbeitgeber spezialisiert wird. Wenn ich eine Firma hätte, dann will nicht eine Armada von Leuten bei mir haben, die jeweils nur gut für exakt eine Aufgabe sind. Das kann man am Fließband machen (da will man ja auch nur das), aber sonst würde ich schon darauf wert legen, dass meine Leute auch über den Tellerrand gucken, Probleme selbst erkennen und entsprechend Maßnahmen ergreifen können. Das kann ich aber nicht von einer ungelernten Kraft erwarten, die nur die roten Tüddelchen in die grünen Dinges stecken kann, damit sie in den blauen Teilen eingehangen werden können.

Es ist natürlich richtig, dass es einige Stellen gibt, die man auch mit ungelernten Kräften besetzen kann. Nicht umsonst sind diese Stellen ja auch so verdammt schlecht bezahlt. Aber ich würde behaupten, dass weit über 90% aller Berufe eine vernünfitge Ausbildung brauchen. Und auch wenn hier und da aus Kostengründen auf Hilfskräfte gesetzt wird - ich glaube nicht, dass das ohne Probleme abläuft. Ob wegen der Sprache, Mentalität, Wissensmangel, Moral oder sonstwas. Es sind schon mehrere Baufirmen pleite gegangen, weil die Regressansprüche der Bauherren wegen Pfusch die Buden ruiniert hat. Einige davon haben unter neuem Namen wieder aufgemacht, aber die Bullen und die Justiz sind auch nicht so blöde, wie man meinen möchte. Es geht halt nicht immer gut...
 
Na der Meister wird sich bedanken, wenn eine Horde ungelernter Kräfte an die Hand bekommt, denen er jeden Handgriff in einer Fremdsprache irgendwie erklären und dann von Arbeiter zu Arbeiter rennen und gucken muss, dass die keine Scheiße mit dem teuren Material bauen.

Jeden Handgriff muss man aber nicht lange erklären. Entweder jemand hat Talent für die Tätigkeit und kann sie relativ schnell, oder halt nicht. Aber im Grunde machst du es ja auch scheinbar nicht primär von der Qualifikation abhängig, als viel mehr von der Sprache (was ich übrigens als wichtiger empfinde als die Ausbildung)

Klar kann man eine einzelne Tätigkeit über die Zeit jedem beibringen. Der eine ist geschickter und lernt schneller, der andere braucht halt länger. Genau das wird ja auch in einer Ausbildung gemacht. Für bestimmte (Handlanger-) Tätigkeiten wird das auch eine Option sein. Aber grundsätzlich wird man Fachkräfte nicht durch Hilfskräfte ersetzen können.

Ja aber darum geht es doch. Die meisten Berufe bestehen aus immer der gleichen Tätigkeit. In der Ausbildung lernst du tausende Tätigkeiten, von denen du aber aufgrund der starken Spezialisierung in unserer Gesellschaftsstruktur häufig nur genau eine Tätigkeit brauchst.


Den Ladenbesitzer möchte ich dann mal am Samstag oder zu Weihnachten erleben. Außerdem gibt es doch "Fernsehfachgeschäfte" gar nicht. Wenn das sind sie auf (Heim-) Elektronik spezialisiert. Und ich würde von einem Verkäufer schon erwarten, dass er sich mit aller Unterhaltungselektronik auskennt, und dass er mir genau erklären kann, wie ein Plasma-TV funktioniert und was die Unterschiede zwischen dem Ding, LED und LCD sind. Ich erwarte nicht, dass der Verkäufer ein Elektroingenieur ist, aber mit Elektronik sollte er sich schon auskennen. Desweiteren erwarte ich von ihm gutes Deutsch und die Fähigkeit, mir leicht und verständlich Informationen zu vermitteln. Dann etwas völlig Überholtes, aber ich achte noch drauf: Etikette. Alles Sachen, die ich Kuhhirten aus Afrika unterstelle, nicht zu besitzen.

Ja aber auch hier bleibe ich dabei, dass ich denke, dass jemand, der sich für Elektronik und Hi-Fi interessiert, dir genau diese Fragen auch ohne Ausbildung beantworten kann, wenn er es wirklich will und lange genug diese Tätigkeit macht. Interesse und Engagement ist beim Verkäufer meines Erachtens am wichtigsten.


Nun kenne ich mich in Deinem Job viel zu wenig aus, um da was einschätzen zu können. Wenn sich aber der ganze Job bei Dir nur um die Eingabe und Ausgabe von Daten drehen sollte, dann würde ich überlegen, ob das nicht auch eine gute Software leisten könnte. Dafür braucht man sicherlich kein ausgebildetes Personal.

Ich bin glücklicherweise kein Sachbearbeiter. Aber gehe du doch mal in deiner eigenen Firma in die Buchhaltung, Rechnungsprüfung, Personalverwaltung, etc. Man macht sehr viel mit einer Software, brauch natürlich aber Menschen zur Eingabe, dazu nutzt dann fast jede Firma ausgebildete Kaufleute und dabei macht das Meiste wirklich eine Software.

Aber generell denke ich, dass ein Bürokaufmann/-frau viel mehr kann als das. Mit einer Ausbildung bekommt ja jemand ein Grundwissen vermittelt, dass dann je nach Arbeitgeber spezialisiert wird. Wenn ich eine Firma hätte, dann will nicht eine Armada von Leuten bei mir haben, die jeweils nur gut für exakt eine Aufgabe sind. Das kann man am Fließband machen (da will man ja auch nur das), aber sonst würde ich schon darauf wert legen, dass meine Leute auch über den Tellerrand gucken, Probleme selbst erkennen und entsprechend Maßnahmen ergreifen können. Das kann ich aber nicht von einer ungelernten Kraft erwarten, die nur die roten Tüddelchen in die grünen Dinges stecken kann, damit sie in den blauen Teilen eingehangen werden können.

Dann hast du einen Haufen voller Leute, die unzufrieden werden, weil in unserer heutigen Gesellschaft die Berufe einfach nicht mehr abwechslungsreich und spannend sind. Menschen, die über den Tellerrand gucken sind häufig ehrgeizig und wollen weiter kommen, nur kann nicht jeder weiter kommen. Man benötigt fleißige Arbeiter, die eben gut darin sind gewissenhaft und konzentriert zu arbeiten. Das sind aber Grund Fähigkeiten

Es ist natürlich richtig, dass es einige Stellen gibt, die man auch mit ungelernten Kräften besetzen kann. Nicht umsonst sind diese Stellen ja auch so verdammt schlecht bezahlt. Aber ich würde behaupten, dass weit über 90% aller Berufe eine vernünfitge Ausbildung brauchen. Und auch wenn hier und da aus Kostengründen auf Hilfskräfte gesetzt wird - ich glaube nicht, dass das ohne Probleme abläuft. Ob wegen der Sprache, Mentalität, Wissensmangel, Moral oder sonstwas. Es sind schon mehrere Baufirmen pleite gegangen, weil die Regressansprüche der Bauherren wegen Pfusch die Buden ruiniert hat. Einige davon haben unter neuem Namen wieder aufgemacht, aber die Bullen und die Justiz sind auch nicht so blöde, wie man meinen möchte. Es geht halt nicht immer gut...

Der Pfusch war tatsächlich häufig grob Fahrlässig und von der Führung zu verschulden, da man beim Material gespart hat. Ich glaube einfach, dass Routine, Interesse und natürliches Talent mehr bringt als das Ausbildungssystem in Deutschland. Was in vielen Berufen wichtig ist, ist die Sprache, da bin ich ganz bei dir. Da wird meines Erachtens auch zu wenig drauf geachtet. Da ist die Ausbildung am Ende wichtiger als die Verständigungsqualitäten. Dabei geht es nicht darum 100%-ig korrekt zu sprechen, doch aber so, dass man gut verstanden wird.
 
Jeden Handgriff muss man aber nicht lange erklären. Entweder jemand hat Talent für die Tätigkeit und kann sie relativ schnell, oder halt nicht. [...] Die meisten Berufe bestehen aus immer der gleichen Tätigkeit. In der Ausbildung lernst du tausende Tätigkeiten, von denen du aber aufgrund der starken Spezialisierung in unserer Gesellschaftsstruktur häufig nur genau eine Tätigkeit brauchst.
[...] ich denke, dass jemand, der sich für Elektronik und Hi-Fi interessiert, dir genau diese Fragen auch ohne Ausbildung beantworten kann, wenn er es wirklich will und lange genug diese Tätigkeit macht. Interesse und Engagement ist beim Verkäufer meines Erachtens am wichtigsten.
Natürlich hast Du damit recht. Aber den Leuten aus Syrien und Afrika im Allgemeinen unterstelle ich da einfach mal kein tieferes Fachwissen. Schon weil sie in ihrem Leben ganz andere Sorgen hatten, als sich mit Heimelektronik zu beschäftigen. Das träfe eher auf die Leute aus Osteuropa zu. Aber auch da stellt sich für mich ganz stereotypisch die Frage, ob die nur teuer von billig unterscheiden können, damit sie auf ihren Raubzügen keinen Tinnef einpacken :)

Aber wie es auch immer sei. Eine Firma, die die Leute anstellt um Geld zu sparen und dafür auf Fachkräfte verzichtet, muss sich auf mindestens 2 Sachen gefasst machen:

Erstens muss sie die Leute erstmal anlernen. Statt ein Fundament zu vermitteln, werden die Leute ja gleich spezialisiert. Können folglich auf Probleme, die irgendwie von der Norm abweichen, gar nicht angemessen reagieren und gegensteuern. Im schlimmsten Fall verschlimmbessern sie so sogar eine Situation, wenn sie ohne weitere Fachkenntnis ganz engagiert aktiv werden. Oder sie bemerken gar nicht, dass es ein Problem gibt, weil ihnen die Fähigkeit fehlt, ein Problem überhaupt zu erkennen.

Zweitens kann es aufgrund der Sprachbarriere bei Ausländern (und von denen reden wir ja hier im Thema) zu extremen Unstimmigkeiten kommen (das weiß ich nun wieder aus eigener Erfahrung, weil ich auf Arbeit fast nur noch englisch spreche), die im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass das Gegenteil von dem gemacht wird, was man wollte.

Aus meiner Branche kann ich Dir sagen, dass es da schon mit deutschen "Niedriglöhnern" extreme Probleme gab. Es wird dem alten Paul Neal "Red" Adair zugeschrieben, der hat es auf den Punkt gebracht:
If you think it's expensive to hire a professional to do the job, wait until you hire an amateur.
Dieser Spruch ist inzwischen um die Welt gegangen und etliche CEOs haben das inzwischen zu ihrem Leitmotiv gemacht. Und ich kann dem nur beipflichten. In etlichen Softwarebuden (gerade in Startups) wurden gerne viele, wie ich sie nenne, "Feld-Wald-und-Wiesen-Programmierer" eingestellt. Egal ob Deutsche oder nicht. Entweder frisch von der Uni oder Autodidakten. Nur wenn man von der Uni kommt, kann man nicht automatisch JAVA und nur weil man für Oma schonmal eine Webseite gebaut hat, kann kam noch nicht automatisch PHP. Die Syntax einer Programmiersprache zu kennen, ist nur das Grundlegenste des Fundaments, nicht mehr. Irgendwie bekommt ein begabter Programmierer immer irgendwas hin gefummelt, sodass es läuft. Aber erst mit der Erfahrung weiß man um die Schwachstellen einer Programmiersprache, immer wieder auftretenden Problemen, deren Standardlösungen (Pattern) und vielem mehr. So habe ich schonmal bei einem CEO gesessen und ihm ernsthaft gesagt, dass ein Projekt wesentlich teurer wäre zu refaktorieren, statt es neu zu schreiben. In der Analogie zum Bau: Abreißen und neu bauen ist billiger, als die ganzen Fehler aus dem Baupfusch zu beseitigen...

Man macht sehr viel mit einer Software, brauch natürlich aber Menschen zur Eingabe, dazu nutzt dann fast jede Firma ausgebildete Kaufleute und dabei macht das Meiste wirklich eine Software.
Ok, aber dann braucht man die Menschen ja nicht nur zur Eingabe von Daten (das könnte sicherlich eine gute OCR-Software auch leisten), sondern vor allem für die Überwachung der Abarbeitung durch das System. Zumindest, wenn ich Dich richtig verstehe. Und hier denkst Du, ein ungelernter Arbeiter könnte sehen, dass da was falsch läuft und entsprechend reagieren?

Dann hast du einen Haufen voller Leute, die unzufrieden werden, weil in unserer heutigen Gesellschaft die Berufe einfach nicht mehr abwechslungsreich und spannend sind. Menschen, die über den Tellerrand gucken sind häufig ehrgeizig und wollen weiter kommen, nur kann nicht jeder weiter kommen. Man benötigt fleißige Arbeiter, die eben gut darin sind gewissenhaft und konzentriert zu arbeiten. Das sind aber Grund Fähigkeiten
Na ich glaube, das hängt aber stark vom Arbeitgeber ab. Wie gesagt: Ich möchte keine Armada von Äffchen haben, jedes nur gut für exakt eine Aufgabe. Außerdem würde ich befürchten, dass die besten von ihnen meine Firma verlassen und sich eine herausforderndere Tätigkeit suchen, bei der sie halt auch abwechslungsreicher und verantwortungsvoller arbeiten können - dann dafür vielleicht auch für mehr Geld.

Und eine Firma, die von den besten verlassen wird, besteht am Ende nur noch aus Äffchen. So einer Firma würde ich ehrlich gesagt keine großen Würfe mehr zutrauen. Das muss entweder ein Amt sein oder die Firma wird es nicht mehr lange geben. Zumal sich sowas auch in einer Branche schnell herum spricht. Dann wird man kaum noch gute Leute finden, die da arbeiten wollen. Damit man dann überhaupt noch gute Leute bekommt, muss man sie mit viel Geld locken und weit über Marktwert bezahlen. Denn gute Leute haben normalerweise keine Probleme, einen neuen Job zu finden und haben es gar nicht nötig, einen Job anzunehmen, in dem sie zum Äffchen degradiert werden.

[...] Was in vielen Berufen wichtig ist, ist die Sprache, da bin ich ganz bei dir. Da wird meines Erachtens auch zu wenig drauf geachtet. Da ist die Ausbildung am Ende wichtiger als die Verständigungsqualitäten. Dabei geht es nicht darum 100%-ig korrekt zu sprechen, doch aber so, dass man gut verstanden wird.
Also dass in Deutschland ein Schein maßlos überschätzt wird, ist tatsächlich so. Ich habe viele begabte und gewissenhafte Programmier kennengelernt, die weder Berufsabschluss, noch akademischen Grad hatten, aber jedem Master noch etliches beibringen konnten. Von der Planung, den Projekt-Werkzeugen, über die Programmierung bis hin zum Deployment-Prozess. Und ich kenne Leute, die hatten ihren Master in der Tasche mit einem Selbstbewusstsein, das die Grenzen zur Arroganz längst durchschlug - aber eigentlich nichts auf die Reihe bekommen haben. Reden konnten sie und sich in jedem Meeting mit etlichen Buzzwords die Anerkennung des meist fachunkundigen Projektmanagement-Stabs sichern. aber das war auch alles. Letztlich wird das in jedem Beruf so sein.

Aber ich kann es auch ein wenig verstehen. Mit einem Abschluss (also einem Schein *g*) bezeugt man ja, ein gewisses Fundament an Wissen zu besitzen. Eine Firma, die eine Stelle zu besetzen hat, will nach Möglichkeit den Bewerber einstellen, der die Stelle am besten besetzen kann. Denn so ein Einstellungsprozess kostet Geld und Zeit und letztlich soll der neue Angestellte/Arbeiter ja auch einen Mehrwert bringen. Da kann man es schon verstehen, dass eine Vorauswahl nach Abschluss und Lebenslauf getroffen wird. Wonach soll man auch sonst grob aussieben?
 
Steinbach: Deutsche Kinder übernehmen von türkischen Weltanschauung

Folgende News wurde am 17.01.2015 um 04:04:02 Uhr veröffentlicht:
Steinbach: Deutsche Kinder übernehmen von türkischen Weltanschauung
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Berlin (dpa) - Die frühere Präsidentin des Vertriebenenbundes, Erika Steinbach, hat Verständnis für die islamkritischen Pegida- Demonstrationen geäußert. Es gebe in Deutschland Regionen, wo deutschstämmige Kinder in Fußballvereinen zahlenmäßig in der absoluten Minderheit gegenüber Kindern mit Migrationshintergrund seien. Das sagte sie der «Freien Presse». In der Folge übernähmen die deutschen Kinder neben dem türkischen Akzent ihrer Sportkameraden auch deren weltanschauliche Ansichten. Dass deutsche Eltern Sorge haben, wie sich das weiterentwickeln könnte, könne sie verstehen.