Zwischen Unsicherheit und leichten Gewinnen: Asiens Börsen ohne klare Richtung
Die asiatischen Märkte präsentierten sich am Freitag eher unentschlossen. Während die internationalen Investoren im Hinblick auf den bevorstehenden US-Feiertag abwartend agierten, blieben die Schwankungen an den Börsen gering. In diesem Kontext sorgten vor allem die drohenden Zölle weiterhin für Verunsicherung.
Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, wies auf die knappen Fortschritte in den Handelsgesprächen hin, die US-Präsident Donald Trump als Grundlage für mögliche Zollerhebungen ab dem 9. Juli nutzen könnte. Diese Zölle könnten Länder wie Thailand, Taiwan, Indien, Südkorea und Brasilien treffen und den amerikanischen Absatzmarkt für diese Staaten erheblich verkleinern. Gleichzeitig bietet China mit seinen eigenen Herausforderungen keine kurzfristige Entlastung.
Obwohl der S&P 500 am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte, zeigte sich in Fernost wenig Aufwärtsdynamik. Der japanische Nikkei 225 legte minimal um 0,1 Prozent zu und schloss bei 39.810,88 Punkten. Der australische S&P/ASX 200 bewegte sich ebenfalls kaum vom Fleck. In China entwickelten sich die Börsen unterschiedlich; der CSI-300-Index stieg um 0,25 Prozent, während der Hang-Seng-Index 0,82 Prozent verlor.

