Zweistaatenlösung gefährdet: Großbritannien appelliert für Frieden im Nahost-Konflikt
Die britische Regierung warnt nachdrücklich vor einer zunehmenden Gefährdung der Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt angesichts der eskalierenden Feindseligkeiten im Gaza-Streifen. Bei einer von Frankreich und Saudi-Arabien initiierten Konferenz bei den Vereinten Nationen in New York sprach Außenministerin Yvette Cooper von der Gefahr, dass die Lösung des Konflikts buchstäblich unter den Trümmern begraben werde.
Cooper machte auf die Hauptfaktoren aufmerksam, die den Friedensprozess behindern: fortdauerndes Blutvergießen, Hunger durch menschengemachte Krisen, Terrorismus sowie Geiselnahmen, illegale Siedlungspolitik und die damit einhergehende Gewalt von Siedlern. Extremistische Kräfte würden genau diese Entwicklungen befördern, warnte sie. Doch sollte dies nicht zu Resignation führen, sondern vielmehr zu einer intensiveren Anstrengung.
Ein prompter Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas sowie die Freilassung von Geiseln seien essenziell. Eine weitere zentrale Forderung Coopers ist die sofortige Anerkennung eines souveränen palästinensischen Staates, die den Friedensprozess maßgeblich beschleunigen könnte. Bereits am Wochenende hatten sich unter anderem Großbritannien und Kanada für diese Anerkennung ausgesprochen, im Vorfeld der UN-Generaldebatte mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Die britische Außenministerin machte deutlich, dass der Druck auf Israel verstärkt werden müsse, um in Verhandlungen einzutreten.

