Zusammentreffen der "Koalition der Willigen" in Brüssel: Sicherheit für die Ukraine im Fokus
Im Brüsseler Hauptquartier der Nato trifft sich heute die "Koalition der Willigen", eine von Frankreich und Großbritannien angeführte Gruppe von Verteidigungsministern. Im Zentrum der Besprechung steht die Unterstützung der Ukraine, die in den letzten Monaten durch russische Angriffe schwer getroffen wurde. Essentiell ist die Diskussion über Maßnahmen zur Sicherstellung einer maximalen Sicherheit für die Ukraine, insbesondere im Hinblick auf einen möglichen Waffenstillstand.
Es wird intensiv an Konzepten zur Überwachung eines solchen Waffenstillstands gearbeitet. Parallel dazu werden Pläne zur weiteren Stärkung der ukrainischen Streitkräfte durch Ausbildung und Waffenlieferungen erörtert. Das Ziel: Eine Abschreckungsstrategie, um Russland von weiteren Aggressionen abzuhalten. Ein zusätzlicher Diskussionspunkt ist die mögliche Stationierung europäischer Truppen an der Westgrenze der Ukraine, um die Abschreckung zu intensivieren.
Jedoch bleibt es unwahrscheinlich, dass Nato-Soldaten in größerem Umfang in die Ukraine entsandt werden. Russische Vertreter haben klargestellt, dass eine solche Maßnahme aus Verhandlungen ausgeschlossen werden müsste. Die "Koalition der Willigen" wurde ins Leben gerufen, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump eine schnellstmögliche Verhandlungslösung zwischen Kiew und Moskau gefordert hatte, was in Europa Besorgnis hervorrief. Es besteht die Angst, dass die Ukraine ohne ausreichende Sicherheitsgarantien bald wieder einen russischen Angriff fürchten könnte, insbesondere wenn die USA ihre Militärhilfe reduzieren würden.
Zuletzt traf sich die Gruppe unter hochrangiger politischer Beteiligung im März, als rund 30 Staatsvertreter auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel nach Paris kamen. In Brüssel wird nun auch der geschäftsführende Verteidigungsminister aus Deutschland, Boris Pistorius, zu den Gesprächen erwartet.

