Zollankündigung aus den USA sorgt für Trübsal am deutschen Aktienmarkt
Die jüngsten Pläne von US-Präsident Donald Trump, ein umfassendes Zollpaket zu implementieren, haben bei Anlegern an den deutschen Börsen tiefe Verunsicherung hinterlassen. Die Nachfrage drehte sich verstärkt hin zu sicheren Anlage-Häfen wie Staatsanleihen und dem Edelmetall Gold, die in volatilen Zeiten als beständige Werte gelten.
Der Dax fiel drastisch und erreichte den niedrigsten Stand seit Anfang Februar, mit einem deutlichen Rückgang von 3,01 Prozent und schloss bei 21.717,39 Punkten. Auch der MDax, der Unternehmen mittlerer Größe beobachtet, verzeichnete ein Minus von 2,25 Prozent, was zu einem Schlussstand von 26.874,62 Punkten führte.
Von Samstag an werden die Vereinigten Staaten Importe aus allen Ländern pauschal mit einem Zoll von zehn Prozent belegen. Auch ein komplexer Mechanismus wechselseitiger Zölle wurde angekündigt, der für zahlreiche Länder, einschließlich der Europäischen Union, höhere Abgaben mit sich bringen wird. Für Warenexporte aus den EU-Mitgliedsstaaten in die USA bedeutet dies ab der kommenden Woche einen Zollsatz von 20 Prozent.
Jan Viebig, Chef-Anlagestratege der Investmentbank Oddo BHF, äußerte sich besorgt über die von Trump verhängten Zölle, die er als schädlich und riskant bezeichnet. Er warnte, dass die USA mit diesen Maßnahmen die multilaterale Handelsordnung verlassen und somit das Risiko eines Handelskrieges mit ihren wichtigsten Handelspartnern eingehen könnten, was potenziell gefährliche Konsequenzen für die globale Wirtschaft nach sich ziehen könnte.

