Wohnungsbau: Anstieg der Genehmigungen trotz Rückgang im Februar
Das Umfeld für den deutschen Wohnungsbau zeigt trotz eines leichten Rückschlags im Februar positive Signale. Die Anzahl der neu genehmigten Wohnungen fiel im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 17.900 Einheiten. Dennoch sind die Aussichten keineswegs düster. Im bisherigen Jahresverlauf summieren sich die Genehmigungen auf 35.900 Wohnungen. Dies entspricht einem Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr.
Von den im Februar genehmigten Wohnungen sollen 14.200 in neu errichteten Gebäuden entstehen, während der Rest auf Umbauten in bestehenden Objekten verteilt wird. Besonders erwähnenswert ist der deutliche Anstieg bei den Einfamilienhäusern, die um 12,4 Prozent auf insgesamt 6.800 Einheiten zunahmen. Diese Wohnform wird jedoch in urbanen Zentren vermehrt kritisch betrachtet, da sie oft mit höherem Flächen- und Energieverbrauch einhergeht.
Der Verband der Deutschen Bauindustrie sieht angesichts einer Steigerung der Genehmigungen in den letzten drei Monaten um 3,5 Prozent eine zaghafte Trendwende im sonst üblichen Abwärtstrend. Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungsmangels in Großstädten, wie einfachere Baustandards und einheitliche Bauordnungen, sind aus Sicht des Verbandes dringend erforderlich. Der aktuelle Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD weist laut Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands, in die richtige Richtung. Zudem betont der Zentralverband Deutsches Baugewerbe die Notwendigkeit, private Investitionen zu stärken, um die Bauwirtschaft nachhaltig zu beleben.

