Winterwetter-Erstaunen: Europa kämpft gegen das weiße Chaos

Der aktuelle Wintereinbruch hat in vielen Teilen Europas für erhebliche Störungen gesorgt und überrascht auch Gebiete, die normalerweise von solch extremen Bedingungen verschont bleiben. Als die Menschen am Montag aus den Weihnachtsferien zurückkehrten, verwandelten starker Schneefall und eisige Temperaturen die Straßen in Polen, Tschechien und den Niederlanden in rutschige Herausforderungen. Während in Deutschland zwar Schnee und Kälte herrschten, blieb das Chaos dort vergleichsweise aus.
Am Amsterdamer Flughafen Schiphol musste man am Morgen rund 450 Flüge streichen, und nur wenige Maschinen konnten bis zum Nachmittag starten. Der Schienenverkehr in der Region, auch in Utrecht, kam zeitweilig zum Erliegen und unzählige Kilometer auf den Autobahnen trugen das Label „Stau“. Von Polen bis Tschechien wurden erhebliche Verzögerungen bei Bahnverbindungen verzeichnet. Besonders dramatisch: Der Fernverkehrszug Odra benötigte mehr als zweieinhalb zusätzliche Stunden, um von Krakau nach Berlin zu gelangen.
Extremtemperaturen wie in der tschechischen Gemeinde Kvila, wo minus 30,6 Grad Celsius gemessen wurden, verbreiteten Kältefurcht. Großbritannien berichtete über geschlossene Schulen, während die Slowakei den kältesten Morgen des Jahres mit minus 20 Grad Celsius verzeichnete. In Sarajevo führten Schneemassen zu Flugstreichungen und Rumänien kämpfte mit Isolation in verschneiten Dörfern und rund 42.000 stromlosen Haushalten.
Auch in Schweden ließ der Winter sein eisiges Gesicht spüren: Die Polizei riet von unnötigen Autofahrten ab, während Arlanda, der Flughafen von Stockholm, zahlreiche Ausfälle zu verzeichnen hatte. In Österreich richteten Meteorologen eine Kältewarnung ein, die künftige Minusgrade bis zu 17 Grad vorhersagt.
Spanien blieb ebenfalls nicht verschont, wo Sturm "Francis" Regen, Kälte und Schnee im Schlepptau hatte. In mehreren Regionen, darunter die Balearen, galten meteorologische Warnungen. Während Deutschland von dieser Wetterwelle zwar in Form von Minusgraden betroffen war, blieben außer in Küstennähe größere Missstände aus. Einzelne Schneeschauer an der Nordsee verliehen den nordfriesischen Inseln und Schleswig-Holstein jedoch eine weiße Pracht.

