Wiener Börse schwächelt – Politische Unsicherheiten belasten Märkte
Der Wiener Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch mit einer leicht rückläufigen Tendenz abgeschlossen. Der ATX, der führende Index der Wiener Börse, verlor 0,39 Prozent und landete bei 4.356,26 Punkten. Damit verzeichnete der ATX bereits den siebten Verlust in den letzten acht Handelstagen.
Auch an Europas führenden Börsen dominierte die negative Anlegerstimmung. Die zunehmende Unsicherheit an den Finanzmärkten ist auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen. Vor allem die fortgesetzten Konflikte zwischen Israel und dem Iran sorgen für Besorgnis, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche stärkere Einmischung der USA. Zusätzliche Zurückhaltung herrschte angesichts der bevorstehenden Verkündung der US-Leitzinsentscheidung am Abend.
In Wien blieb die Nachrichtenlage auf Unternehmensebene überschaubar. Die Aktie des Baukonzerns Strabag wurde ohne den Anspruch auf Dividende von 2,5 Euro je Aktie gehandelt und verlor vier Prozent, entsprechend 3,1 Euro.
Porr, ebenfalls ein Player im Bausegment, berichtete über den Verkauf von 1,7 Millionen eigener Aktien an institutionelle Investoren. Der Verkauf spülte 45,1 Millionen Euro in die Kassen, bei einem Preis von 26,50 Euro je Aktie. Ziel ist die Stärkung des europäischen Infrastrukturgeschäfts. Die Papiere von Porr gaben um 2,7 Prozent nach und notierten bei 27,25 Euro.
Unter den Schwergewichten verzeichneten Wienerberger einen Rückgang von 1,8 Prozent, während die Raiffeisen Bank International um 1,5 Prozent nachgab. Im Technologiebereich mussten die Titel von AT&S einen Verlust von 3,9 Prozent hinnehmen.
Besonders stark rutschten Lenzing ab, mit einem Minus von 6,3 Prozent, nachdem die Aktien bereits am Vortag um mehr als 13 Prozent gefallen waren.
Voestalpine schloss 0,2 Prozent schwächer bei 22,62 Euro. Trotz dieser Entwicklung hoben die Analysten der Wiener Privatbank ihr Anlagevotum für Voestalpine von 'Halten' auf 'Kaufen' an, und Analyst Nicolas Kneip erhöhte das Kursziel von 27,4 auf 28,2 Euro.

