Wadephul mahnt zur Klarheit: Warten auf Putins Zusage für Gespräche mit Selenskyj
Außenminister Johann Wadephul zeigt sich zurückhaltend angesichts der Berichte, dass Budapest als potenzieller Ort für ein geplantes Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Präsidenten Donald Trump dienen könnte. In Anbetracht der geopolitischen Lage betont der CDU-Politiker die Autonomie Russlands und der Ukraine bei der Gestaltung der Details für solche Gespräche. Dabei wiederholt er seinen Appell an Putin, ein Treffen mit Selenskyj zu akzeptieren.
Die Spekulationen um das Treffen erhielten neue Nahrung, als Berichte von Vorkehrungen des Secret Service, der für die Sicherheit von US-Präsidenten verantwortlich ist, die Runde machten. Politico und Bloomberg sind sich einig: Budapest wurde im Kontext eines Dialogs zwischen Trump und dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban ins Gespräch gebracht. Ein solches Dreiergespräch wäre im Zuge eines Treffens zwischen Selenskyj und Putin angesetzt.
Wadephul bleibt bei der Frage nach einer deutschen Beteiligung an Sicherheitsgarantien in der Ukraine zurückhaltend und betont das Fehlen einer definitiven Zusage der russischen Seite. Erst müsse geklärt werden, ob ein Dialog zwischen Putin und Selenskyj wirklich stattfinden werde. Der amerikanische Präsidentschaftskommentator Trump hat bereits Interesse an der Unterstützung durch Deutschland, Frankreich und Großbritannien signalisiert. Wadephuls Telefonat mit dem ukrainischen Vertreter Andrij Sybiha brachte jedoch keine neuen Erkenntnisse über eine verbindliche Zusage seitens Putin.

