Vorsichtige Zinssenkung: Fed-Vertreter Musalem zur aktuellen Geldpolitik
Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, Alberto Musalem, äußerte sich am Montag zugunsten der jüngsten Zinssenkung der Fed und begründete diese als präventive Maßnahme zur Unterstützung des Arbeitsmarkts. Gleichzeitig verwies er jedoch auf den begrenzten Spielraum für weitere Zinssenkungen angesichts der anhaltend über dem Zielwert der Fed liegenden Inflation von über 2 Prozent.
Musalem betonte, dass er bei der letzten Sitzung des FOMC die Reduktion des Leitzinses um 25 Basispunkte unterstützte, um die Vollbeschäftigung abzusichern und einer möglichen weiteren Abschwächung entgegenzuwirken. Trotz dieser Maßnahme bleibt Musalem vorsichtig, da eine übermäßige Lockerung der Geldpolitik vermieden werden sollte.
Als stimmberechtigtes Mitglied der Zinspolitik hob Musalem hervor, dass das Risiko einer anhaltenden Inflation über dem angestrebten Niveau der Fed besteht, weshalb der Leitzins hoch genug bleiben muss, um Preisanstiegen entgegenzuwirken. Verbraucher geben weiterhin Geld aus, das Wirtschaftswachstum hat sich zwar verlangsamt, bleibt jedoch in der Nähe des Trends, und lockere finanzielle Bedingungen stützen die wirtschaftliche Aktivität, bemerkte er.
Tarife tragen zur Inflation bei, und obwohl die Auswirkungen bisher geringer als erwartet sind, könnte sich der volle Effekt erst in einigen Monaten zeigen, da Unternehmen ihre Preise anpassen. Musalem mahnte, dass die Geldpolitik weiterhin gegen die anhaltende Inflation vorgehen sollte und eine Überbetonung des Arbeitsmarktes Schaden anrichten könnte, solange sich keine Risiken für die Arbeitslosigkeit abzeichnen.
In der vergangenen Woche waren die Fed-Vertreter uneins über die Notwendigkeit weiterer Zinssenkungen in diesem Jahr, während die mittlere Prognose auf zwei weitere Senkungen um einen Viertelpunkt bis Ende 2025 hinausläuft und sieben Entscheidungsträger keine weiteren Senkungen als angemessen erachten.

