Verpackungsmanagement: PPWR im Nacken, Daten im Blindflug?
Warum SAP zum Schlüssel wird, um Produkt-, Packaging- und Artwork-Daten ganzheitlich zu steuern

17. August 2026, 10:00 Uhr · Quelle: Pressebox
Die PPWR erfordert lückenlose Verpackungsnachweise. Viele Unternehmen arbeiten jedoch mit fragmentierten Datenbeständen.

Karlsruhe, 17.08.2026 (PresseBox) - Die Uhr tickt. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) verschärft die Europäische Union die Anforderungen an Verpackungen entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Ziel ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und mehr Transparenz über Materialeinsatz, Recyclingfähigkeit und Nachhaltigkeit zu schaffen. Unternehmen müssen künftig deutlich genauer nachweisen können, welche Materialien in ihren Verpackungen enthalten sind, wie hoch Recyclinganteile ausfallen und ob alle regulatorischen Vorgaben erfüllt werden.

Für Verpackungsverantwortliche bedeutet das eine Herausforderung, die weit über Materialsubstitution oder Recyclingquoten hinausgeht. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Kennzeichnung, Dokumentation und Nachhaltigkeitsreporting.

Doch während über Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Compliance intensiv diskutiert wird, bleibt eine entscheidende Frage oft unbeantwortet:

Woher kommen eigentlich die Informationen, die dafür benötigt werden?

In vielen Unternehmen der Verpackungs- und Prozessindustrie liegen Produktdaten, Verpackungsspezifikationen, Artwork-Dateien und regulatorische Informationen in unterschiedlichen Systemen. Verpackungsentwicklung, Marketing, Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und externe Agenturen arbeiten mit eigenen Datenständen. Die Folge sind Medienbrüche, Doppelpflege und ein hoher Abstimmungsaufwand.

Verpackung ist längst mehr als ein Packmittel

Verpackungen sind heute multifunktionale Produkte. Sie schützen Inhalte, transportieren Markenbotschaften, erfüllen gesetzliche Kennzeichnungspflichten und beeinflussen unmittelbar Nachhaltigkeitskennzahlen, Kostenstrukturen und Supply-Chain-Prozesse.

Gleichzeitig wächst die Komplexität kontinuierlich durch folgende Aspekte:

  • Neue Nachhaltigkeitsanforderungen
  • Länderspezifische Kennzeichnungsvorgaben
  • Steigende Berichtspflichten
  • Zunehmende Variantenvielfalt
  • Kürzere Innovationszyklen
Wer Verpackungen heute entwickelt, verwaltet nicht mehr nur Materialien und Spezifikationen. Es entsteht ein komplexes Zusammenspiel aus Produktinformationen, Verpackungsstrukturen, Grafiken, Freigaben und Compliance-Anforderungen.

Die größte Schwachstelle ist oft die fehlende Gesamtsicht

Viele Unternehmen verfügen zwar über leistungsfähige SAP-Systeme für Produkt- und Stammdaten. Verpackungen und Artwork werden jedoch häufig in separaten Applikationen, Netzlaufwerken oder Agenturportalen verwaltet.

Dadurch entstehen kritische Fragen:

  • Welche Verpackungsspezifikation ist die gültige?
  • Welches Artwork wurde freigegeben?
  • Welche Materialzusammensetzung wurde tatsächlich umgesetzt?
  • Welche Verpackungsversion befindet sich aktuell im Markt?
Besonders im Hinblick auf PPWR können solche Informationssilos zum Risiko werden. Denn Compliance ist nur so belastbar wie die zugrunde liegenden Daten. Fehlende Transparenz erschwert nicht nur Reportings, sondern auch die Nachweispflichten gegenüber Behörden, Kunden und Handelspartnern.

Was viele unterschätzen: SAP kann Produkt und Verpackung gemeinsam abbilden

Noch immer betrachten zahlreiche Unternehmen Verpackungen als eigenständiges Thema außerhalb der Produktentwicklung. Dabei ermöglichen moderne, SAP-basierte Ansätze eine durchgängige Verwaltung von Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten in einem gemeinsamen Kontext.

Mit SAP Engineering Control Center | SAP ECTR lassen sich beispielsweise Verpackungsstrukturen, Materialinformationen, technische Dokumente und Artwork-Dateien direkt mit den zugehörigen Produkten verknüpfen. Statt isolierter Datensätze entsteht ein ganzheitlicher digitaler Informationsraum.

Der Vorteil: Alle Beteiligten arbeiten auf derselben Datenbasis.

Die Verpackungsentwicklung sieht Materialien und Spezifikationen. Regulatory Affairs greift auf die relevanten Compliance-Informationen zu. Marketing arbeitet mit den freigegebenen Artwork-Versionen. Qualitätsmanagement und Produktion können Entscheidungen nachvollziehbar dokumentieren.

Von der Datensammlung zur „Single Source of Truth“

Gerade unter den Anforderungen der PPWR wird die zentrale Verwaltung von Verpackungsinformationen zu einem Wettbewerbsvorteil.

Wer Verpackungsdaten strukturiert und konsistent verwaltet, profitiert von folgenden Vorteilen:

  • Höhere Datenqualität
  • Weniger manuelle Abstimmungen
  • Geringere Fehlerrisiken
  • Schnellere Freigabeprozesse
  • Bessere Vorbereitung auf Compliance- und Nachhaltigkeitsreporting
  • Effizienteres Variantenmanagement
Aus isolierten Datenbeständen wird eine belastbare „Single Source of Truth“ für sämtliche verpackungsrelevanten Informationen.

Fazit: PPWR macht Transparenz zur Pflicht

Die Diskussion rund um die PPWR wird häufig auf Recyclingquoten und Verpackungsmaterialien reduziert. Tatsächlich geht es jedoch um etwas Grundlegenderes: die Fähigkeit, Verpackungen über ihren gesamten Lebenszyklus transparent zu steuern.

Dafür reicht es nicht, Verpackung, Produkt und Artwork getrennt zu betrachten. Unternehmen benötigen eine integrierte Sicht auf alle relevanten Informationen und Prozesse.

Werden Verpackungsdaten heute bereits in SAP zusammengeführt, entsteht nicht nur die Basis für Compliance. Komplexität wird reduziert, Transparenz gewonnen und Innovationsprozesse werden beschleunigt, die künftig über Wettbewerbsfähigkeit entscheiden.

Der richtige Weg hängt von der Ausgangssituation ab

Genau hier setzt die DSC Software AG mit ihrem SAP-basierten Ansatz für integratives Product Lifecycle Management (PLM) an.

Denn bevor Technologien ausgewählt oder Prozesse digitalisiert werden, ist ein ganzheitlicher Blick auf die bestehende System- und Prozesslandschaft entscheidend.

Fragen wie diese bestimmen den optimalen Lösungsansatz:

  • Welche SAP-Systeme sind bereits im Einsatz?
  • Werden beispielsweise Produktdaten heute in SAP, in Drittsystemen oder dezentral verwaltet?
  • Wie intensiv ist die Zusammenarbeit mit externen Agenturen und Verpackungslieferanten?
  • Welche regulatorischen Anforderungen müssen erfüllt werden?
  • Ist eine On-premise-, Cloud- oder Hybrid-Strategie für das Unternehmen vorgesehen?
Auf dieser Basis entwickelt DSC gemeinsam mit Unternehmen eine Zielarchitektur für das Packaging- und Artwork-Management. Dabei geht es nicht nur um die Einführung einer Lösung, sondern um die durchgängige Verknüpfung von Produktdaten, Verpackungsstrukturen, Artwork-Prozessen und Compliance-Anforderungen innerhalb der bestehenden SAP-Landschaft.

So entsteht eine zentrale Informationsbasis, auf die Entwicklung, Packaging, Marketing, Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs gleichermaßen zugreifen können. Die nächsten Schritte werden transparent definiert – von der Analyse der Datenlandschaft über die Auswahl des passenden Betriebsmodells bis hin zur Umsetzung einer skalierbaren Plattform für nachhaltiges Verpackungsmanagement.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob Unternehmen ihre Verpackungsdaten digitalisieren sollten. Sondern ob sie es sich angesichts von PPWR, wachsender Variantenvielfalt und steigender Compliance-Anforderungen noch leisten können, ohne eine durchgängige Sicht auf Produkt, Verpackung und Artwork zu arbeiten.

Mehr erfahren: https://dscsag.info/packaging

Verpackungsmanagement / PPWR / SAP / Kreislaufwirtschaft / Compliance / Nachhaltigkeitsreporting / Product Lifecycle Management
[pressebox.de] · 17.08.2026 · 10:00 Uhr
[0 Kommentare]
Gesundheitscheck für Hunde: So checkst du dein Tier ganz einfach zu Hause
Mörfelden-Walldorf, 10.10.2026 (lifePR) - Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie wichtig regelmäßige Gesundheitschecks für Hunde sind? Solche Kontrollen sind entscheidend, um deinen vierbeinigen Freund fit und gesund zu halten. Stell dir vor, du könntest viele Probleme frühzeitig erkennen und entsprechend handeln, bevor sie ernst werden. […] (00)
vor 2 Stunden
Olaf Lies (Archiv)
Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) will angesichts der schwachen Wirtschaft vorerst auf Vorgaben wie das Lieferkettengesetz verzichten. "Das Ziel des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes oder des Verpackungsgesetzes - das Ziel ist richtig. Wir können uns das gerade nicht leisten", sagte Lies im Podcast "Berlin Playbook" des […] (00)
vor 14 Minuten
Quanteninternet rückt näher: Clusterzustand reist durch Campus-Glasfaser
Quantencomputer rechnen heute meist isoliert. Wer sie verbinden will, braucht ein Netz, das nicht nur einzelne verschränkte Lichtteilchen transportiert, sondern ganze verknüpfte Quantenzustände. Die vorhandene Glasfaser-Infrastruktur käme dafür infrage, doch komplexe Zustände überstanden den Transport bisher nur unter Laborbedingungen. Forscher: innen […] (00)
vor 16 Stunden
Teslas Fahrassistenzsystem
Austin (dpa) - Tesla hat nach jahrelanger Kritik den umstrittenen Namen seines Fahrassistenzsystems in Europa geändert. Auf Websites des Elektroauto-Herstellers in Deutschland und anderen europäischen Ländern heißt es nun «Tesla Assisted Driving» - was gleich deutlich macht, dass es sich lediglich um ein Assistenzsystem handelt.  Zuletzt nannte Tesla […] (00)
vor 3 Stunden
Xbox will zur Nummer 1 der Unterhaltungswelt werden: Filme und Serien sind erst der Anfang
Xbox will zur Nummer eins unter den Entertainment-Unternehmen der Welt werden. Das ist keine Interpretation der aktuellen Microsoft-Strategie, sondern das ausdrücklich formulierte Ziel von Xbox Chief Strategy Officer Matthew Ball. Dafür gründet das Unternehmen mit Xbox XP eine komplett neue Sparte, die bekannte Spielemarken weit über Xbox und PC hinaus […] (00)
vor 24 Minuten
‚Das kleine Fernsehspiel‘ erzählt von der Erschöpfung der Moderne
Zwischen Burnout und historischen Behandlungsmethoden verbindet «Formen moderner Erschöpfung» Spielfilm und Dokumentation zu einer ungewöhnlichen Zeitreise. Das ZDF zeigt in der Nacht zum Dienstag, 3. November 2026, um 00.15 Uhr die Free-TV-Premiere von Formen moderner Erschöpfung. Der dokumentarische Spielfilm von Sascha Hilpert läuft im Rahmen von „Das kleine Fernsehspiel“ und ist bereits […] (00)
vor 1 Stunde
Borussia Dortmund - Werder Bremen
Dortmund (dpa) - In eine dicke Trainingsjacke eingehüllt grinste Niclas Füllkrug und feierte mit den Werder-Fans ausgelassen den Last-Minute-Punkt. Der Ex-Dortmunder sorgte bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte mit dem späten Ausgleichstreffer (90.+2 Minute) zum 2: 2 (0: 0) für großen Jubel unter den Bremern - und Frust beim BVB. «Ich mache das Tor für uns und nicht gegen sie», […] (07)
vor 11 Stunden
btc, bitcoin, coin, cryptocurrency, crypto, finance, trader, currency, money
Die internationale Kryptowährungsbörse Toobit wurde bei den CoinGape Global Onchain Awards 2026 als beste Börse für den Handel mit tokenisierten Aktien ausgezeichnet. Die Bewertung der Nominierten erfolgte anhand von Kriterien wie der Anzahl der gelisteten tokenisierten Aktien, dem Handelsvolumen und den institutionellen Handelsmöglichkeiten. Die Gewinner wurden durch quantitative Forschung, […] (00)
vor 26 Minuten
 
VDI prämiert herausragende Abschlussarbeiten der Hochschule Osnabrück
Osnabrück, 09.10.2026 (lifePR) - Der VDI-Bezirksverein Osnabrück-Emsland hat vier […] (00)
Landrat Dr. Mischak: 1 Million zusätzlich für den Sport im Vogelsbergkreis
Vogelsbergkreis, 09.10.2026 (lifePR) - Satte Erhöhung: Der Vogelsbergkreis will – wie […] (00)
Seelische Gesundheit bei Multipler Sklerose
Hannover, 09.10.2026 (lifePR) - Am 10. Oktober ist Welttag der seelischen Gesundheit. […] (00)
Luis Bobga (Archiv)
Berlin - Nach den massiven Verlusten bei Jungwählern hat die Grüne Jugend […] (01)
KI-Firma Anthropic
San Francisco (dpa) - Künstliche Intelligenz der Entwicklerfirma Anthropic hat in […] (00)
Deutschland - Australien
Karlsruhe (dpa) - Mit wehenden Fahnen feierten die Fans auf den Stehrängen die […] (02)
Der Zusammenbruch ist keine Tragödie für die Märkte; es ist eine überfällige […] (00)
Google lässt Mücken gegen Krankheit los: Ein Bakterium soll Dengue-Fieber stoppen
Kein Tier fordert mehr Menschenleben als die Mücke. Sie trägt indirekt die […] (01)
 
 
Suchbegriff