US-Visa: Neue Vorschriften für Kautionszahlungen geplant
Die US-Regierung plant die Einführung von Kautionszahlungen für Touristen und Geschäftsreisende aus bestimmten Ländern, um sicherzustellen, dass die Einreisebedingungen eingehalten werden und die Besucher die Vereinigten Staaten termingerecht verlassen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Bürger der Länder des Visa Waiver Program (VWP), zu denen die meisten europäischen Staaten, einschließlich Deutschlands, zählen.
Das Pilotprojekt, das am 20. August beginnt und fast ein Jahr lang getestet wird, zielt auf Besucher aus Ländern, die eine hohe Rate an Visa-Überziehungen aufweisen. Länder wie der Tschad, Eritrea, Myanmar, Jemen und Haiti wurden diesbezüglich in einem Bericht des US-Heimatschutzministeriums von 2023 hervorgehoben. Die genaue Bestimmung, welche Nationen betroffen sind, steht jedoch noch aus.
Die Höhe der Kautionszahlung, die auf 5.000, 10.000 oder 15.000 Dollar festgelegt werden kann, liegt im Ermessen der Konsularbeamten. Wenn die Visa-Bedingungen nicht eingehalten werden, wird die Kaution einbehalten, um Ausweisungskosten zu decken. Dieses Vorhaben ist Teil der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, eine strikte Einwanderungspolitik durchzusetzen.
Bereits 2020 war eine ähnliche Maßnahme angekündigt worden, die jedoch aufgrund der Reisebeschränkungen während der Pandemie nicht umgesetzt wurde.

