US-Shutdown legt den Flugverkehr lahm: Folgen für Reisende und Politik
Der aktuelle Regierungsstillstand in den USA führt zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Laut der Plattform 'FlightAware' wurden über 1.000 Flüge gestrichen und fast 4.400 verspäteten sich. Hauptsächlich betroffen ist der Charlotte Douglas International Airport in North Carolina, gefolgt vom Newark Liberty International Airport in New Jersey.
Der Stillstand trifft zahlreiche Regierungsstellen, da Demokraten und Republikaner im Kongress keinen neuen Haushalt verabschieden können. Vor allem hat das Auswirkungen auf die Arbeit der US-Luftfahrtbehörde FAA und das Bodenpersonal an Flughäfen. Die FAA plant, die Flugbewegungen um bis zu zehn Prozent zu reduzieren.
Derzeit werden viele Ausfälle durch geringere Auslastung in der Nebensaison kompensiert, doch lange Warteschlangen und Verzögerungen nehmen zu. Das Auswärtige Amt in Deutschland warnt Reisende vor verlängerten Sicherheits- und Zollkontrollen sowie eingeschränkter Zugänglichkeit von Nationalparks und Museen.
Hintergrund des politischen Streits sind Meinungsverschiedenheiten über Einschnitte im Gesundheitswesen, die von den Republikanern durch ein großes Steuergesetz eingeführt wurden. US-Verkehrsminister Sean Duffy betonte, dass Flüge für Notfälle prioritisiert werden. Er und die Trump-Regierung machen die Demokraten verantwortlich. Präsident Trump signalisierte sein festes Verhandlungsverhalten und forderte seine Partei auf, den Filibuster im Senat aufzuheben – ein umstrittenes Verfahren, das viele Gesetzesvorlagen blockiert.
Angesichts des 39-tägigen Shutdowns wächst die Sorge, dass auch die wichtigen Thanksgiving-Reisen Ende November betroffen sein könnten. Millionen von Amerikanern nutzen traditionell den Flugverkehr, um ihre Familien zu besuchen, was die politischen Unstimmigkeiten zusätzlich ins Rampenlicht rückt.

