Unterstützung für den Libanon: Deutschland signalisiert Rückhalt in schwierigen Zeiten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem Libanon erneut deutsche Unterstützung zur Stabilisierung des Landes zugesagt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Beirut betonte Steinmeier die Bedeutung der deutsch-libanesischen Beziehungen: 'Wir stehen weiter an der Seite Ihres Landes', erklärte er mit Nachdruck. Gleichzeitig forderte er Libanon und Israel auf, ihre Verpflichtungen aus dem im November 2024 geschlossenen Waffenstillstandsabkommen zu erfüllen. Dieses Abkommen stelle 'eine Chance' für beide Länder dar.
Eine zentrale Bedingung sei die Entwaffnung der Hisbollah durch den Libanon, um den Rückzug Israels zu ermöglichen. Steinmeier unterstrich: 'Glauben Sie nicht, dass wir uns das in Deutschland so einfach vorstellen. Wir wissen, dass das eine anspruchsvolle Aufgabe ist.' Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die vom Iran unterstützten Hisbollah-Milizen und Israel einen Konflikt geliefert, der über 4.000 Menschen im Libanon und etwa 130 in Israel das Leben kostete.
Seitdem gab es eine Waffenruhe, wobei sich beide Seiten jedoch gegenseitige Verstöße vorwerfen. Kürzlich griff die israelische Armee Ziele im Süden des Libanon an, was die Spannungen weiter anheizt. Die Entwaffnung der Hisbollah ist gemäß der Vereinbarung in mehreren Phasen vorgesehen, einschließlich einer wichtigen Frist, die Ende des vergangenen Jahres ablief. Bisher verweigert die Miliz jedoch diesen Schritt, was die Umsetzung der Vereinbarung erheblich erschwert.

