Unruhige Märkte im Zeichen geopolitischer Spannungen: Euro gibt nach
Die europäische Gemeinschaftswährung musste am Montag weitere Rückschläge hinnehmen, beflügelt durch ein verstärktes Interesse der Anleger am US-Dollar. Grund hierfür war der jüngste Angriff der USA auf Venezuela, welcher das Vertrauen der Investoren in die amerikanische Währung stärkte. Am Nachmittag notierte der Euro bei 1,1695 Dollar, während er am Freitag noch über der 1,17 Dollar-Marke gehandelt wurde. Die Europäische Zentralbank korrigierte den Referenzkurs auf 1,1664 Dollar nach unten, nachdem dieser am Freitag bei 1,1721 Dollar gelegen hatte. Für den US-Dollar bedeutete das einen Anstieg auf 0,8573 Euro von zuvor 0,8531 Euro.
Trotz des geopolitischen Geschehens blieben die Finanzmärkte größtenteils ruhig. Experten von der Dekabank prognostizieren, dass der US-geführte Umsturz in Venezuela um den abgesetzten Präsidenten Nicolás Maduro kurzfristig als weniger bedeutendes Kapitalmarktthema erscheinen wird. Der Goldpreis, als sicherer Hafen geschätzt, profitierte ebenfalls und notierte mit einem beträchtlichen Aufschlag im Vergleich zur Vorwoche.
Am Nachmittag sorgten jedoch enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten für ein Abbremsen der Dollar-Rallye. Der ISM-Einkaufsmanagerindex der US-Industrie fiel den dritten Monat in Folge und gravitierte auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Diese Zahlen halfen dem Euro, seine Verluste leicht abzufedern.
Die EZB hat zudem die neuen Referenzkurse anderer wichtiger Währungen bekanntgegeben: Ein Euro wurde mit 0,8676 britischen Pfund, 182,93 japanischen Yen und 0,9289 Schweizer Franken bewertet. Bemerkenswert ist der deutliche Anstieg beim Gold, das nun bei 4.447 Dollar pro Feinunze gehandelt wird, ein Zuwachs von rund 114 Dollar seit Freitag.

