UBS glänzt mit sattem Gewinnsprung im zweiten Quartal
Die Schweizer Großbank UBS hat im zweiten Quartal trotz des andauernden Konzernumbaus beeindruckende Finanzzahlen vorgelegt, die Analystenerwartungen nicht nur erreichten, sondern gar übertrafen. Die Fortschritte bei der Integration der Credit Suisse, welche bereits vor über zwei Jahren übernommen wurde, zeigen Früchte, wie das Unternehmen aus Zürich erfreut mitteilte. Die Nachricht wurde an der Börse mit Wohlwollen aufgenommen.
Die UBS-Aktie verzeichnete unmittelbar nach Handelsbeginn einen zeitweiligen Kurszuwachs von fast vier Prozent. Auch wenn sich die Gewinne später auf gut ein Prozent einpendelten, behauptete sich die Aktie mit 31,02 Franken weiterhin stark im Schweizer Leitindex SMI. Seit Jahresbeginn konnte das Papier eine solide Wertsteigerung von rund zwölf Prozent verzeichnen.
Das Nettoergebnis für das zweite Quartal belief sich auf satte 2,4 Milliarden US-Dollar, was einer mehr als Verdopplung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Gewinn vor Steuern stieg um beeindruckende 50 Prozent auf 2,2 Milliarden. Die Erträge legten um zwei Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar zu, während die Ausgaben um sechs Prozent zurückgingen. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich auf ansehnliche 75,4 Prozent, wenn Sonderposten unberücksichtigt bleiben.
Die Integration der Credit Suisse ist offenbar auf Kurs. Bisher hat die UBS rund ein Drittel der Kundenkonten der ehemals eigenständigen Bank auf ihre Plattform migriert und gleichzeitig weitere Einsparungen von 0,7 Milliarden Dollar erzielt. Dies summiert sich auf Gesamt-Kostensenkungen von 9,1 Milliarden Dollar, was rund 70 Prozent des Ziels von 13 Milliarden bis 2026 ausmacht. Der personelle Umbau fortschreitet ebenfalls, mit einer Reduktion der Mitarbeiterzahl auf 105.132 Vollzeitstellen bis Ende Juni.
Im Bereich der globalen Vermögensverwaltung konnte die UBS imponierende 23 Milliarden Dollar Nettoneugeldzufluss verzeichnen, wodurch das verwaltete Vermögen über alle Bereiche hinweg zur Jahresmitte auf stolze 6,6 Billionen Dollar anwuchs.
CEO Sergio Ermotti zeigte sich zufrieden mit der Unternehmensentwicklung, trotz des herausfordernden Jahresanfangs. Die allgemeine Marktstimmung zu Beginn des dritten Quartals wird seitens UBS als positiv beschrieben, auch wenn makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten weiter bestehen. Das Management bleibt zuversichtlich, die Finanzziele für 2025 und 2026 zu erreichen, und plant für 2025 erhebliche Aktienrückkäufe sowie eine im zweistelligen Bereich steigende Dividende. Im zweiten Halbjahr 2023 sollen eigene Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar zurückgekauft werden. Im ersten Halbjahr wurde bereits eine Milliarde Dollar investiert.

