Trump zögert bei Umbenennung des Persischen Golfs: Ein Balanceakt zwischen Diplomatie und Tradition
US-Präsident Donald Trump hat hinsichtlich einer möglichen Umbenennung des Persischen Golfs eine zurückhaltende Haltung eingenommen. Auf die Frage eines Journalisten im Weißen Haus bekundete er, dass er noch keine Entscheidung getroffen habe, wie das Binnenmeer zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel künftig benannt werden soll.
Dabei betonte er seine Sensibilität, niemandes Gefühle verletzen zu wollen, und wies darauf hin, unsicher zu sein, ob solche Verletzungen überhaupt auftreten könnten. Die Nachrichtenagentur AP hatte zuvor berichtet, dass Trump noch vor seiner bevorstehenden Reise in den Nahen Osten eine Umbenennung des Gebiets in 'Arabischer Golf' durch die Vereinigten Staaten angeregt habe.
Diese Möglichkeit stieß auf deutliche Kritik seitens des iranischen Außenministers. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und der Iran in Verhandlungen über Teherans umstrittenes Atomprogramm stehen.
Die Bezeichnung 'Persischer Golf' hat ihren Ursprung in der Antike und findet sich in Schriften altpersischer und griechischer Gelehrter. Obwohl dieser Name in internationalen Dokumenten weit verbreitet ist, verlangen einige arabische Staaten eine Umbenennung in 'Arabischer Golf'.
Dieser politisch aufgeladene Streit wird von Teheran als gezielte Provokation empfunden. In einem anderen Fall hat Trump bereits verfügt, dass der Golf von Mexiko in den USA nunmehr als 'Golf von Amerika' bezeichnet wird.
Die bevorstehende Reise führt ihn nach Saudi-Arabien, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

