Trump verschärft Konflikt mit US-Notenbank: Entlassung von Lisa Cook als politisches Spiel?
US-Präsident Donald Trump hat unerwartet im schwelenden Konflikt mit der US-Notenbank Federal Reserve einen dramatischen Schritt unternommen. In einer beispiellosen Entscheidung erklärte er auf seiner Plattform Truth Social die sofortige Abberufung von Fed-Vorstandsmitglied Lisa Cook. Diese Maßnahme wirft Fragen zur Unabhängigkeit der Fed auf und sorgt für Unruhe bei Investoren, die nun verstärkt auf sichere Anlageformen wie Gold setzen.
Trump begründet seine Entscheidung mit Anschuldigungen bezüglich Hypothekenunregelmäßigkeiten durch Cook. Diese weist die Vorwürfe entschieden zurück und hat laut ihrem Anwalt rechtliche Schritte angekündigt, um sich gegen die Entscheidung zu wehren. Nach Angaben der Fed sollen geldpolitische Entscheidungen frei von politischer Einflussnahme bleiben, und die Bank wird ihre Politik gemäß jeglicher gerichtlicher Entscheidungen anpassen.
Diese Eskalation lenkt auch den Fokus auf Jerome Powell, den Präsidenten der Notenbank, den Trump seit langem kritisch beäugt. Trumps anhaltende Forderungen nach Zinssenkungen stehen im Kontrast zu Powells vorsichtiger Haltung. Jüngst jedoch signalisierte auch Powell mögliche Zinssenkungen, angesichts einer schwächeren Arbeitsmarktentwicklung und stabilisierender Inflation. Dennoch bleibt die Debatte brisant: Zinssenkungen könnten zwar die Konjunktur stimulieren, doch besteht auch das Risiko einer wieder aufkeimenden Inflation.
Lisa Cook, die erst seit Mai 2022 im Fed-Vorstand sitzt, betont ihren Willen, um ihre Position zu kämpfen. Ihre reguläre Amtszeit würde noch bis 2038 laufen. Währenddessen hält sich Trump mit Details zu einem möglichen Nachfolger bedeckt, deutet jedoch an, bereits einen Kandidaten im Kopf zu haben. Unter seinen Ministern wird dem Vorwurf der Verfehlungen Cooks scharf nachgegangen, wobei Handelsminister Howard Lutnick öffentlich darauf hinweist, dass die Ökonomin bei nachgewiesenem Fehlverhalten ihren Posten verlieren sollte.

