Trump und Putin: Diplomatische Verhandlungen über Ukraine-Krise schreiten voran
In einem bemerkenswerten diplomatischen Schachzug soll der russische Präsident Wladimir Putin telefonisch gegenüber US-Präsident Donald Trump die Abtretung der strategisch wichtigen Region Donezk von der Ukraine eingefordert haben, wie ein Medienbericht nahelegt. Im Gegenzug zeigte sich Putin angeblich bereit, auf Teile der ebenfalls umkämpften Regionen Saporischschja und Cherson zu verzichten. Diese Nachricht, die von der "Washington Post" unter Berufung auf informierte Quellen veröffentlicht wurde, wirft ein neues Licht auf die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des seit über dreieinhalb Jahren andauernden Konflikts in der Ukraine.
Der Kreml hatte in der Vergangenheit die vollständige Aufgabe von Luhansk und Donezk durch Kiew gefordert, um eine Waffenruhe in Saporischschja und Cherson herbeizuführen. Die jetzige Konzentration auf Donezk könnte daher als Fortschritt gewertet werden, da die Forderungen nun weniger umfassend ausfallen. Während sich Kiew bisher nicht offiziell zu den neuen Entwicklungen geäußert hat, bleiben die zuvor von Russland beanspruchten Regionen, darunter die Halbinsel Krim, die seit 2014 unter russischer Kontrolle steht, weiterhin umstritten.
Ein baldiges Treffen zwischen Trump und Putin in Budapest wirft zudem weitere Fragen auf. Der US-Präsident plant, sich als Vermittler im Ukraine-Konflikt zu positionieren, allerdings wohl ohne unmittelbare Teilnahme des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Nach einem kürzlichen Treffen in Washington blieb eine von der Ukraine erhoffte Zusage zur Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern seitens der USA aus, was Beobachter in Zusammenhang mit den aktuellen diplomatischen Spannungen zwischen den USA, Russland und der Ukraine bringen.

