Trump und der Skandal um das rassistische Video: Keine Entschuldigung in Sicht
US-Präsident Donald Trump sieht keinerlei Anlass, sich für einen mittlerweile gelöschten rassistischen Beitrag auf seinem Social-Media-Account zu entschuldigen. Das empörende Video, in dem der ehemalige Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle in abscheulichen Darstellungen zu sehen waren, hat landesweite Empörung ausgelöst. Der schwarze republikanische Senator Tim Scott kritisierte den Vorfall scharf und bezeichnete es als das rassistischste Ereignis, das er bisher aus dem Weißen Haus erlebt habe.
Trump selbst wies jegliche Vorwürfe von sich und erklärte gegenüber Journalisten, er sei der "am wenigsten rassistische Präsident" und sehe keinen Fehler, für den er sich entschuldigen müsste. Trotz mehrerer Vorfälle in der Vergangenheit, bei denen Trump mit rassistischen Kommentaren aufgefallen war, blieb er bei seiner Ansicht. Zu diesen Vorfällen zählen unter anderem abfällige Bemerkungen über Menschen aus Somalia und Behauptungen über Migranten, die er ohne Belege in die Welt setzte.
Auch gegenüber seiner damaligen politischen Gegnerin Kamala Harris fielen in der Vergangenheit problematische Aussagen. Trump äußerte sich abschätzig über ihre Abstammung und sorgte damit für Empörung. Im aktuellen Skandal um das rassistische Video erklärte Trump, er habe nur den Anfang des Clips gesehen und erst später von den problematischen Inhalten erfahren. Doch auch hier tat er die Empörung als übertrieben ab.
Das Weiße Haus versuchte zunächst, den Beitrag zu rechtfertigen, was jedoch bei vielen auf Unverständnis stieß. Die Verantwortung wurde letztlich einem Mitarbeiter zugeschoben, der den Beitrag versehentlich veröffentlicht haben soll. Diese Erklärung konnte den entstandenen Schaden jedoch nicht lindern, und die Diskussion über den Umgang mit Rassismus im politischen Raum in den USA geht unvermindert weiter.

