Trump strebt Handelsgespräche mit Indien trotz Spannungen an
US-Präsident Donald Trump hat signalisiert, dass er Handelsgespräche mit Indien anstrebt, ungeachtet der kürzlich eingeführten Strafzölle auf indische Produkte. Diese Zölle stehen im Zusammenhang mit den Ölgeschäften Indiens mit Russland und können als Druckmittel im Ukraine-Konflikt gesehen werden. Trump äußerte auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social, dass er die Gespräche zur Beseitigung von Handelsbarrieren fortsetzen möchte.
Besonders freue er sich auf einen Dialog mit seinem 'sehr guten Freund', Indiens Premierminister Narendra Modi, in naher Zukunft. Die Vereinigten Staaten haben Indien zuletzt mit Zöllen belegt, um Moskau angesichts des Ukraine-Kriegs zu schwächen. Besonders bemerkenswert ist, dass Indien bisher der einzige russische Handelspartner ist, der aufgrund dieses Konflikts von US-Strafzöllen betroffen ist.
Die zusätzlichen Zölle auf indische Produkte belaufen sich dabei auf stattliche 25 Prozent. Darüber hinaus gab Trump zu verstehen, dass er besorgt sei über eine mögliche stärkere Annäherung Russlands und Indiens an China. Diese Bedenken resultierten aus einem Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping, Modi und Russlands Präsident Wladimir Putin im Rahmen eines Gipfels in Shanghai. Diese trilaterale Zusammenarbeit könnte geopolitische Auswirkungen haben, die nicht im Interesse der USA liegen.

