Trump schraubt Druck auf Iran hoch: Neue Sanktionen und verschobene Verhandlungen
Inmitten der angespannten Diskussionen über das iranische Atomprogramm hat US-Präsident Donald Trump verkündet, den Druck auf Teheran massiv zu verstärken. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, dass die US-Regierung ab sofort alle Käufer iranischen Öls unter Sanktion stellen wird. Die Maßnahme betrifft sowohl Länder als auch Einzelpersonen, welche fortan keine Handelsbeziehungen mit den USA pflegen dürfen. China, als größter Abnehmer iranischen Öls, rückt damit ins Zentrum der Maßnahme.
Nach Jahren frostiger Beziehungen hatten die USA und der Iran kürzlich Gespräche über ein mögliches neues Atomabkommen aufgenommen. Trump bekräftigte, dass die verschärften Sanktionen darauf abzielen, den Iran zu einem Deal zu bewegen.
Doch die nächste Gesprächsrunde über das umstrittene Atomprogramm wurde aufgeschoben, wie heute bekannt wurde. Ursprünglich war ein Treffen zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Irans Außenminister Abbas Araghtschi für Samstag in Rom geplant, das nun aus "logistischen Gründen" verschoben wurde. Der Oman, der als Vermittler auftritt, bestätigte dies via Omans Außenminister Badr al-Busaidi auf der Plattform X. Trotz dieser Verzögerung zeigte sich die Sprecherin des US-Außenministeriums, Tammy Bruce, zuversichtlich, dass die Gespräche bald fortgesetzt werden.
Für die ohnehin angeschlagene iranische Wirtschaft könnten die verschärften Sanktionen fatale Folgen haben. Die Ölexporte sind eine der wenigen verbliebenen Einnahmequellen. Schon am Mittwoch hatte das US-Finanzministerium weitere Sanktionen gegen Firmen verhängt, die am Handel mit iranischem Öl beteiligt sind. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai verurteilte die Maßnahmen scharf und drohte mit Vergeltung.
Gerüchten zufolge könnten interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der US-Regierung sowie Abänderungen früherer Verhandlungsbedingungen Gründe für die Verschiebung sein, so der iranische Journalist Abas Aslani auf Plattform X. Das regierungsnahe Portal "Iran Nuances" vermeldet zudem zunehmenden Zweifel in Teheran, wie ernst die USA das Atomdeal tatsächlich meinen.
Eine Gesprächsrunde mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien droht ebenfalls ins Wasser zu fallen. Ursprünglich für Freitag geplant, steht auch dieses Treffen aufgrund der jüngsten Entwicklungen auf der Kippe.

