Technologieaktien schwächeln: KI-Investitionen und Arbeitsmarktdaten im Fokus
Am Donnerstag standen US-Technologieaktien erneut unter Druck, was auch den Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial in die Verlustzone zog. Die andauernde Unsicherheit rund um Aktien mit KI-Bezug spitzte sich durch die Nachricht von erheblichen Investitionen der Google-Mutter Alphabet zu. Alphabet plant den Einsatz von bis zu 185 Milliarden Dollar, wohl vor allem für Rechenzentren, um im KI-Wettlauf vorne mitzuspielen.
Gleichzeitig zeigten schwache Arbeitsmarktdaten die Kluft zwischen boomendem Technologiesektor und einem strauchelnden Rest der Wirtschaft auf. Eine hohe Anzahl an Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe verstärkte das durchwachsene Stimmungsbild. Analysten wie Joachim Klement von Panmure Liberum sprechen von einer "K-förmigen Konjunktur", die trotz soliden BIP-Wachstums den Arbeitsmarkt schwächt.
Die Kurse am Aktienmarkt litten zusätzlich unter einem Rückgang des Bitcoin-Kurses, der kurz vor Marktschluss unter 63.000 Dollar fiel. Besonders betroffen waren die Aktien von Strategy und Coinbase, die zweistellige Verlustquoten verbuchten. Die Alphabet-Aktie, die im Tagesverlauf kurzfristig um 8 Prozent gefallen war, schloss bei einem Minus von 0,5 Prozent.
Die zögerlichen Quartalsbilanzen bedeutender US-Konzerne erhöhen den Druck auf die Technologiebranche. Qualcomm-Aktien, die mit einem Minus von 8,5 Prozent schlossen, und Amazon, deren Papiere um 4,4 Prozent nachgaben, zeugen von der Anspannung. Im Gegensatz dazu konnte Bristol-Myers Squibb mit einem Kursgewinn von 3,3 Prozent einen Lichtblick bieten. Anders erging es Eli Lilly, die nach einem starken Vortagesverlauf um 7,8 Prozent nachgaben, insbesondere durch Konkurrenzmeldungen von Hims & Hers. Die von JPMorgan geäußerten regulatorischen Bedenken trugen ebenfalls zur Unsicherheit bei.

