Streiks im öffentlichen Dienst von NRW: Der Druck auf die Tarifverhandlungen wächst
In Nordrhein-Westfalen kommt es zu einem erneuten Ausbruch von Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst, der den Alltag in vielen Bereichen erheblich beeinträchtigt. Bei den Nahverkehrsbetrieben in Leverkusen legten Busfahrer des Unternehmens Wupsi die Arbeit nieder, während auch zahlreiche Beschäftigte in Kölner Krankenhäusern ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen unterstreichen.
In Leverkusen wird der Streik nicht nur im Gesundheitswesen, sondern ebenso in Stadtverwaltungen, bei Energieversorgern, Musikschulen und Sparkassen spürbar. Auch in weiteren Bereichen der Kölner Infrastruktur, wie bei RheinEnergie, den Stadtwerken Köln und RheinNetz, beteiligen sich die Mitarbeiter aktiv an den Streiks. Eine besondere Herausforderung stellt der Arbeitsausfall in den Kliniken dar. Eine Notdienstvereinbarung soll jedoch gewährleisten, dass trotz des Streiks alle Patienten medizinisch versorgt werden. "Kein Patient kommt zu Schaden, jeder wird behandelt", versichert ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi.
Auch in Oberhausen macht sich der Unmut bemerkbar, wo die STOAG-Nahverkehrsbeschäftigten zum Streik aufgerufen wurden. Anlass für diese weitreichenden Maßnahmen ist die fortdauernde Unzufriedenheit nach einer ergebnislosen ersten Verhandlungsrunde am 24. Januar in Potsdam. Mit der zweiten Runde der Tarifverhandlungen, die für den 17. und 18. Februar 2025 geplant ist, richtet sich der Fokus auf mögliche Fortschritte in den Gesprächen. Die dritte Verhandlungsrunde ist bereits für Mitte März 2025 angesetzt, ebenfalls in Potsdam, was den erwarteten Druck auf alle Beteiligten erhöht.

