Verhalten bei Schockanrufen

So beißen Enkeltrick-Betrüger auf Granit

11. Juni 2025, 13:26 Uhr · Quelle: dpa
Schockanrufe, mit denen Menschen um möglichst viel Geld gebracht werden sollen, sind und bleiben ein massives Problem. Wer weiß, wie die Täter vorgehen, kann sich besser schützen.

Berlin (dpa/tmn) - Unfall, Krankenhaus, Überfall: Kommen aus heiterem Himmel Anrufe, SMS, Messenger-Nachrichten oder E-Mails, die eine Notlage skizzieren, in die Verwandte oder Bekannte angeblich geraten sind, sollte man erst einmal skeptisch sein. Vor allem, wenn es dann schnell darum geht, mit Geld zu helfen.

Aktuell fordern Betrüger oft eine «Kaution», mit der man angeblich die (Untersuchungs-)Haft eines Angehörigen abwenden kann. «Sollten die Angerufenen das Wort Kaution im Gesprächsverlauf vernehmen, so können Sie sicher sein, dass es sich bei dem Anruf um einen Betrugsversuch handelt», erklärt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin dazu.

Mensch werden überrumpelt - auch mit Hilfe von KI

Selbst, wenn man glaubt, mit Familienmitgliedern oder Freunden zu sprechen, ist höchste Skepsis angebracht. Denn Betrüger nutzen inzwischen auch künstliche Intelligenz, um die Stimme eines Menschen täuschend echt für Schock- oder Hilfe-Anrufe zu imitieren, warnt die Verbraucherzentrale Bremen. An Stimmproben für die sogenannten Deepfakes genügen schon wenige gesprochen Wörter, die sich die Kriminellen etwa über soziale Netzwerke besorgen.

Ganz gleich, wie die Kriminellen welche Geschichten erzählen, ihre Strategie ist immer dieselbe: Menschen sollen überrumpelt werden, es mit der Angst zu tun bekommen und unter Handlungsdruck gesetzt werden.

Mit diesen Tipps machen Sie es falschen Enkeln schwer

Mit einigen Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention befreien Sie sich aus Situationen, in denen Ihnen Daten oder Geld abgejagt werden sollen:

  • Raten Sie niemals, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Keine Details zu persönlichen, familiären und finanziellen Verhältnissen preisgeben.
     
  • Jemand gibt sich als Verwandter oder Bekannter aus, so richtig erkennen tun Sie ihn oder sie aber nicht? Dann erfragen Sie einfach beim Anrufenden Dinge, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann.
     
  • Lassen Sie sich nicht Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um Angaben zu überprüfen und fragen Sie nach: Wer Zweifel hegt, ob die Gegenseite wirklich diejenige ist, für die sie sich ausgibt, oder ob eine Nachricht oder Mail authentisch ist, sollte zum Hörer greifen und den betreffenden Menschen unter einer altbekannten Nummer anrufen.
     
  • Wann immer Anrufer Geld oder andere Wertsachen fordern: Besprechen Sie so etwas erst einmal mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehenden Personen. Grundsätzlich: Höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände sind im Bankschließfach besser aufgehoben als daheim.
     
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen, auch nicht an die Polizei. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, notieren Sie die Nummer und informieren unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
     
  • Wer Enkeltrick-Opfer geworden ist, sollte die Tat unbedingt bei der Polizei anzeigen. Das kann den Ermittlern helfen, Zusammenhänge zu erkennen und die Täter zu überführen.

4 Schritten gegen künftige Betrugsversuche

Und in vier einfachen Schritten bereiten Sie sich und andere auf mögliche kritische Situationen in der Zukunft vor:

1. Vereinbaren Sie mit Verwandten, gegebenenfalls auch mit Freunden, ein Codewort, das nur der involvierte Personenkreis kennt. Dieses Wort kann notfalls abgefragt werden, um sicherzustellen, dass Anrufende auch wirklich die sind, für die sie sich ausgeben.

2. Lassen Sie sich aus dem Telefonbuch austragen. Ihr Umfeld hat Ihre Telefonnummer und muss diese nicht nachschlagen. Wenn Sie unbedingt weiterhin im Telefonbuch stehen möchten, lassen Sie am besten Ihren Vornamen abkürzen, damit der oder die Täter keinen Hinweis auf Ihr Alter bekommen (aus Herta Schmidt wird etwa H. Schmidt) - oder lassen Sie den Vornamen ganz weg. Ein Änderungsformular bietet die Kriminalprävention zum Download an.

2. Es ist sinnvoll, Verwandte und Bekannte vor solchen Betrügereien zu warnen. Denn wer von einer Masche schon einmal gehört hat, den oder die können die Betrügerinnen und Betrüger nicht mehr kalt erwischen.

4. Wer immer wieder von bestimmten Nummern belästigt wird, kann diese etwa im Smartphone blockieren. Es ist auch sinnvoll, solche Nummern bei der Bundesnetzagentur zu melden. Beschwerden sind etwa per E-Mail ([email protected]) oder per Online-Formular möglich. Und wer sich etwa bei Whatsapp mehr abschotten möchte, kann in den Einstellungen unter «Datenschutz» die Option «Anrufe von Unbekannt stummschalten» aktivieren.

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11.06.2025 · 13:26 Uhr
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