Scudetto-Feiern und finanzielle Wirbelwinde: Inters Präsident Zhang muss Club abtreten

Bei der Feier des Scudettos zeigten sich Inter Mailands Spieler in ausgelassener Stimmung, doch die finanziellen Turbulenzen rund um den Präsidenten Steven Zhang standen in starkem Kontrast zur Freude auf dem Platz. Marcus Thuram wies scherzhaft auf seine kostenfreie Verpflichtung hin, während Hakan Calhanoglu lachend anmerkte, dass die Autos des Präsidenten mehr kosteten als bestimmte Spielertransaktionen. Diese heitere Szenerie im Schatten des Mailänder Doms kontrastierte mit der ungewissen Zukunft von Zhang, der seit über einem Jahr nicht mehr im ikonischen San Siro-Stadion gesichtet wurde – weder von der Geschäftsleitung noch von ihm selbst wurde diese Abwesenheit kommentiert.

Finanzielle Schwierigkeiten überschatten schon länger die Präsidentschaft des 32-Jährigen. So forderte ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Hongkong ihn auf, 254 Millionen US-Dollar an die China Construction Bank zurückzuzahlen – ein Urteil, das nun auch in Italien anerkannt wurde. Inter Mailand ist zwar nicht in seinem persönlichen Besitz, aber doch in dem einer Luxemburger Holding, die zur Suning Sports International Limited gehört, dessen ursprünglicher Gründer Zhangs Vater ist.

Die COVID-19-Pandemie führte fast zum finanziellen Zusammenbruch des Clubs, der nur durch die Unterstützung von Oaktree, einem US-amerikanischen Vermögensverwaltungsunternehmen, gerettet wurde. Dieses gewährte ein Darlehen über 275 Millionen Euro, das nun auf etwa 395 Millionen Euro angewachsen ist.

Unmittelbar vor dem Erreichen des Sterns der Serie A gab es Gerüchte, Zhang würde mit dem Investmentunternehmen Pimco in Verhandlungen für eine Umschuldung stehen. Doch dies war laut The Athletic nicht zeitnah zu erwarten. In einem bemerkenswerten Statement auf Inter Mailands Website brachte Zhang seinen Frust über die Situation und die "Bedrohungen" durch Oaktree zum Ausdruck und warnte vor möglichen Risiken für den Club.

Als die Frist am Dienstag ablief und die Schuld bei Oaktree nicht beglichen war, übernahm das Unternehmen die Mehrheitsanteile an Inter.

Alejandro Cano von Oaktree betonte das Engagement des Fonds für den Club und die Beibehaltung der Führungskräfte. Die finanzielle und operative Stabilität steht im Vordergrund. Für Zhang und Suning könnte dies das Ende ihrer Beteiligung bedeuten, doch aufgrund der Konditionen des Sicherheitenvertrags mit Oaktree liegt die Bewertung des Clubs nun in deren Händen. Trotz der Möglichkeiten, die Inter als Marke bietet, wird der Club mit hohen Schulden und komplexen Herausforderungen konfrontiert sein, die Oaktree bewältigen muss. (eulerpool-AFX)

Finanzen / Business
[Eulerpool News] · 23.05.2024 · 01:44 Uhr
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