Schwarz-rote Koalition plant erweiterte Unterstützung für Frauen: Krankenkassen sollen häufiger einspringen
Die zukünftige schwarz-rote Koalition plant eine bemerkenswerte Neuerung im Bereich der Gesundheitsfürsorge. Laut Entwurf des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und SPD sollen gesetzliche Krankenkassen künftig die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche in größerem Umfang als bisher übernehmen. Ziel sei es, Frauen in konfliktreichen Situationen den Zugang zu medizinisch sicherer und wohnortnaher Versorgung zu erleichtern. Der Vertrag muss allerdings noch von den beteiligten Parteien ratifiziert werden.
Ob die geplante Regelung eine vollständige Kostenübernahme für alle betroffenen Frauen bedeutet, bleibt vorerst offen. Derzeit haben Frauen keinen allgemeinen Anspruch auf Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse für einen Schwangerschaftsabbruch, es sei denn, medizinische Gründe liegen vor oder es handelt sich um Frauen mit geringen finanziellen Mitteln. Der neue Plan der Koalition hat das Ziel, bestehende Hürden zu reduzieren. Zudem soll die medizinische Weiterbildung zum Thema Schwangerschaftsabbruch gestärkt werden.
Im Koalitionsvertrag bekräftigen Union und SPD zudem ihren Willen, ungewollt schwangeren Frauen verstärkt Unterstützung zu bieten, um das ungeborene Leben bestmöglich zu schützen. Ein weiterer innovativer Ansatz der Koalition beinhaltet die Prüfung einer Verlängerung der kostenfreien Abgabe von ärztlich verordneten Verhütungsmitteln für Frauen. Gegenwärtig übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen diese Kosten lediglich bis zum 22. Lebensjahr. Die Prüfung sieht vor, diese Altersgrenze um zwei Jahre bis zum 24. Lebensjahr zu erweitern.

