Schönheitschirurgie im Herzen von Nürnberg

Im Herzen von idyllischen Nürnberger Stadtteils Mögeldorf findet sich die Fachklinik von Chefarzt Wilfredo Gonzales. In seiner Klinik behandelt der Chirurg nicht etwa Schnupfen und Bauchweh, sondern krumme Nasen, schlaffe Bäuche und asymmetrische Brüste. Seit fast 25 Jahren ist die Nürnberger Fachklinik auf Ästhetisch-Plastische Chirurgie spezialisiert. Was hat sich in dieser Zeit im Bereich der Schönheitschirurgie getan? Um das zu beantworten, hat Klamm.de Herrn Gonzales um ein Interview gebeten.
Herr Gonzales, warum ist vielen Menschen ihre Schönheit so wichtig? Geht es nur um Eitelkeit?
Heutzutage ist der Wunsch der Frauen und Männer nach Schönheit eine wohl überlegte Sache. Im Zentrum steht kein hartnäckiger Zwang nach Perfektion, sondern die Suche einer Harmonie, basierend auf dem wohltuenden Einklang des physischen und psychischen Befindens. Manche behaupten aber: Das Schönheitsideal unserer Gesellschaft ist geprägt von Jugendlichkeit. Tatsächlich zielen viele meiner Behandlungsmethoden darauf ab, die Patienten und Patientinnen optisch zu verjüngen.
Gegenwärtig ist es möglich, sein Kapital „Schönheit“ zu bewahren. Sich selbst zu gefallen, um anderen zu gefallen, ist vielleicht nicht der einzige Weg zum „Glück“. Aber es ist eine der Möglichkeiten, um mit Optimismus und Selbstbewusstsein das Leben zu akzeptieren und Widerständen entgegenzutreten.
Bekommen Sie mit, wie sich die Lebensqualität ihrer Patienten in den Jahren nach dem Eingriff entwickelt?
Die Entwicklung zeigt sich positiv, die körperliche Veränderung äußert sich auf seelischer Ebene. Man beseitigt so manchen physischen Makel und entfernt die Anzeichen des Alterns, Letzteres insbesondere bei Behandlungen am Gesicht. Wir modellieren die äußere Erscheinung neu, betrachten und berücksichtigen dabei aber innere Prozesse. In der Folge beobachten wir oft eine Verbesserung der Psyche, die Menschen fühlen sich wohler und strahlen das auch aus.
Das Wort „Schönheits-OP“ wird zuallererst mit Brustvergrößerungen in Verbindung gebracht. Sie bieten aber ein vergleichsweise weites Feld an ästhetisch-plastischen Eingriffen an. Welche Behandlungen führen Sie am häufigsten durch?
Tatsächlich ist der häufigste Eingriff in meiner Klinik in Nürnberg die Brustvergrößerung. Hier entscheiden wir uns meist für einen Zugriff durch die Achselhöhle, um Narben an der Brust zu vermeiden. Am zweithäufigsten führen wir eine Oberlidstraffung durch, behandeln also Schlupflider. Wenn die Oberlidhaut herabhängt, kann das mit einer Einschränkung des Sichtfeldes einhergehen, dieser Eingriff ist also nicht rein kosmetisch. Beliebt ist auch ein Ministich-Hals-Wangenlift nach den Prinzipien der Schlüsselloch Chirurgie. Auch Bauchdeckenstraffung und Liposuktionen bei Lipödemen werden oft angefragt.
Gibt es Fälle, in denen Sie von einem Eingriff abraten? Haben Sie schon einmal Patienten abgewiesen?
Ja! Wenn die Untersuchungen der Operationsfähigkeit zeigen, dass der oder die Patient/in nicht für eine Operation geeignet ist. Das entscheide ich gemeinsam mit dem Hausarzt und dem Anästhesisten. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Typische Kontraindikationen sind Herz- oder Lungenerkrankungen oder eine Blutgerinnungsstörung. Auch das Alter kann ein Problem darstellen.
Wissen Ihre Patienten und Patientinnen schon vor dem Beratungsgespräch, welche Behandlungsmethode sie sich wünschen? Wo liegen die Herausforderungen beim Beratungsgespräch?
Es gibt Patienten, die sich im Vorfeld im Internet informieren. Die wünschen sich oft bestimmte Operationstechniken. Nicht immer passt die gewünschte Methode aber zum klinischen Problem. Die Herausforderung liegt dann darin, sie im Beratungsgespräch von einer besser geeigneten Technik zu überzeugen.
Als Sie die Fachklinik 1982 gründeten, lag der Fokus noch auf Gefäßchirurgie. Was hat Sie zum Wechsel auf plastische Chirurgie bewegt?
Ich habe in den Uni-Kliniken in Köln eine breit aufgestellte Ausbildung genossen. Dazu gehörten auch plastische Operationen, mit dem Feld war ich also schon gut vertraut. Ein weiterer Faktor war, dass sich bereits viele Kollegen und Kolleginnen mit der Phlebologie kassenärztlich beschäftigt hatten. In meinem jetzigen Tätigkeitsfeld fühle ich mich sehr wohl: Die Ästhetische Chirurgie vereint Körper und Seele, das fasziniert mich.

Seit fast 25 Jahren ist die Nürnberger Fachklinik schon auf Ästhetisch-Plastische Chirurgie spezialisiert. Haben sich die Beweggründe Ihrer Patienten und Patientinnen, sich einer schönheitschirurgischen Operation zu unterziehen, verändert? Haben Sie eine Verschiebung von Schönheitsidealen festgestellt?
Kaum, das Motiv bleibt gleich. Die Medien, der gesellschaftliche Druck, die Präsenz moderner Technologien und die Finanzierbarkeit der Schönheitschirurgischen Eingriffe haben natürlich einen Einfluss darauf. Aber vergessen wir nicht: „Das Schöne ist das, was gefällt“. Es ist also letzten Endes immer eine individuelle Präferenz, heute genauso wie vor 20 Jahren.
Gibt es technologische Innovationen in der Schönheitschirurgie, die Sie sich noch wünschen? Kommen in den nächsten Jahren neue Methoden auf uns zu?
Die Ästhetisch-Plastische Chirurgie ist bemüht, Methoden zu vereinfachen. Ziel ist es, die Operationen weniger belastend für die Patienten zu gestalten. Die weniger invasiven Operationstechniken im Zusammenhang mit den schonenden Methoden der Anästhesie helfen den Operateuren, die Risiken zu mindern. So werden auch bessere und dauerhaftere Gesamtergebnisse erreicht. Außerdem sollen die Behandlungen günstiger und so für mehr Menschen zugänglich werden.
Was macht einen guten Schönheitschirurgen aus?
Vielseitigkeit. Die Ästhetische Chirurgie ist von der breiten Palette der künstlerischen und kreativen Operationsgeschicklichkeit des einzelnen Operateurs abhängig. Auch dessen nationale und internationale Erfahrungen in operativen Techniken an verschiedenen Körperteilen sind ein wichtiger Faktor. Weniger von Bedeutung sind dekorierenden Titel oder stur gelernte, einschränkende, standardisierte Operationstechniken aus einer einzigen, medizinischen Disziplin.
Wie stellen Sie sich die Zukunft der Nürnberger Fachklinik vor?
In einem Wort: Dynamisch. Wir möchten den Patienten helfen, und, um Christiansen zu zitieren: „Der Körper ist der Übersetzer der Seele.“
Aber bleiben wir sachlich: Die Ästhetische Chirurgie ist eine Frage des Wohlbefindens. Eine persönliche Genugtuung. Das bleibt auch in Zukunft unser Grundsatz.

