Russische und ukrainische Drohnenangriffe intensivieren sich parallel zu politischen Gesprächen
Während Wolodymyr Selenskyj in den USA politische Gespräche führt, eskaliert die militärische Lage in der Ukraine weiter. Das russische Militär griff mithilfe von Drohnen und Raketen das zentrale und südliche Gebiet der Ukraine an, wobei der Fokus auf der Industriestadt Krementschuk im zentralukrainischen Gebiet Poltawa lag. Insgesamt wurden Dutzende Drohnen und mindestens zwei ballistische Raketen auf diese Region abgefeuert. Auch im südlichen Gebiet Odessa traf eine ballistische Rakete ihr Ziel.
Die ukrainische Luftwaffe berichtet, dass 270 Kampfdrohnen, fünf ballistische Raketen und fünf Marschflugkörper seitens Russland eingesetzt wurden. Dank der effektiven Abwehrkräfte konnten 230 Drohnen, vier Marschflugkörper und zwei Raketen neutralisiert werden. Eine vergleichbare Angriffsstärke hatte Moskau zuletzt Ende Juli gezeigt.
Die Schäden konzentrieren sich in der Region Poltawa, insbesondere bei Energieanlagen, die zu Stromausfällen führten. Glücklicherweise wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet.
Auch von ukrainischer Seite kam es zu Drohnenangriffen im russischen Wolgagebiet. Laut dem dortigen Gouverneur Andrej Botscharow wurden Brände auf dem Gelände einer Erdölraffinerie entfacht, und ein Krankenhaus wurde beschädigt. Verletzte gab es nicht, allerdings wurde der Flugbetrieb am Flughafen Wolgograd vorsorglich ausgesetzt.
Die Ukraine verteidigt sich nun bereits seit fast dreieinhalb Jahren gegen die russische Invasion.

