Robotaxi-Debakel: Türen zu schließen wird zur Herausforderung
Die fortschreitende Einführung selbstfahrender Fahrzeuge zeigt mitunter skurrile Herausforderungen auf. In Atlanta, USA, hat Waymo, das auf Robotaxis spezialisierte Tochterunternehmen von Google, ein interessantes Pilotprogramm gestartet: Um von Fahrgästen offengelassene Türen ihrer selbstfahrenden Fahrzeuge zu schließen, rekrutiert Waymo Kurierfahrer der Online-Plattform Doordash. Diese ungewöhnliche Maßnahme resultiert aus «seltenen» Vorfällen, in denen die Türen der von Waymo genutzten Jaguars vom Typ I-Pace nach dem Aussteigen der Passagiere offen bleiben.
Obwohl die aktuell eingesetzten Jaguar-Modelle mit klassischen Türen ausgestattet sind, plant Waymo bereits die nächste Generation ihrer Fahrzeuge mit elektrisch steuerbaren Schiebetüren auszustatten, die in früheren Modellen auf Basis des Chrysler Pacifica bereits vorhanden waren. Eine interimistische Lösung, bei der durch ruckartiges Anfahren offenen Türen geschlossen werden sollten, wurde ebenfalls getestet.
Zu erheiternden Diskussionen im Netz führte kürzlich ein viraler Screenshot eines Doordash-Kuriers, der einen Auftrag zum Schließen einer Waymo-Tür für 11,25 US-Dollar dokumentierte. Während die genaue Häufigkeit dieser Vorkommnisse unbekannt ist, absolvieren Waymos Flotten mittlerweile pro Woche über 400.000 bezahlte Fahrten in sechs US-Städten sowie im kalifornischen Silicon Valley. Angesichts dieser Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass das gelegentliche Vergessen, eine Tür zu schließen, auch in Zukunft Teil des Fahrerlebnisses bleiben könnte.

