Renditeschub bei US-Staatsanleihen: Inflationsdaten verunsichern Anleger
Der Markt für US-Staatsanleihen sah sich am Mittwoch einem deutlichen Druck ausgesetzt, ausgelöst durch anziehende Inflationszahlen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen, der sogenannte T-Note-Future, verzeichnete einen Rückgang um 0,66 Prozent und notierte bei 108,23 Punkten. Parallel hierzu kletterten die Renditen auf ein neues Niveau – die zehnjährigen Papiere stiegen um 0,10 Prozentpunkte auf 4,64 Prozent.
Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA haben die Märkte in Aufruhr versetzt. Mit einem Anstieg der Verbraucherpreise im Januar um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, übertraf die Inflation die Erwartungen der Volkswirte, die mit einer unveränderten Rate von 2,9 Prozent gerechnet hatten. Diese überraschende Entwicklung dämpfte die Erwartungen einer baldigen Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed).
Auch die Fachleute der Commerzbank äußerten sich beunruhigt: Ein Kommentar weist auf das erhöhte Risiko hin, dass die Inflation trotz der Ziele der Fed dauerhaft über der Zwei-Prozent-Marke verharren könnte. Besonders die Zollerhöhungen aus der Amtszeit der Trump-Administration könnten temporär zusätzlichen Druck auf das Preisniveau ausüben. Eine zeitnahe Lockerung der Geldpolitik scheint damit nicht in Sicht – die Fed hielt bereits im Januar die Zinsen konstant.

