Putins Warnung: Eskalationspotenzial durch geplante US-Raketenlieferungen an die Ukraine
Der russische Präsident Wladimir Putin hat jüngst auf dem renommierten Waldai-Forum in Sotschi eine klare Warnung an die Vereinigten Staaten ausgesprochen. Anlass hierfür sind Berichte über die mögliche Lieferung von Tomahawk-Raketen an die Ukraine. Putin betonte, dass der Einsatz solch weitreichender Waffen ohne direkte Beteiligung von US-Militärs nicht realisierbar sei. Diese Waffen könnten erheblichen Schaden in Russland anrichten und stellen eine Gefahr dar, so der Kreml-Chef eindringlich.
Trotz der potenziellen Bedrohung sieht Putin das strategische Gleichgewicht im Ukraine-Konflikt nicht unmittelbar gefährdet. Dennoch könnten diese Waffenlieferungen das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den beiden Atommächten erheblich belasten und den Konflikt in eine "neue, qualitativ andere Phase der Eskalation" führen. Als Reaktion plant Russland, seine Flugabwehrsysteme zu verstärken, ähnlich wie beim Umgang mit den ATACMS-Angriffen.
Hintergrund der Diskussion sind Überlegungen der USA, der Ukraine Tomahawk-Raketen zur Verfügung zu stellen, um tiefere Angriffe im russischen Territorium durchführen zu können. Die Ukraine selbst kämpft seit über dreieinhalb Jahren gegen die seit 2014 andauernde russische Aggression. Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft, mit den Langstreckenraketen die von Russland besetzten Gebiete zurückzugewinnen. Dieses Anliegen sprach er auch kürzlich mit Donald Trump am Rande der UN-Vollversammlung an, wobei Trump der Ukraine Potenzial zur Rückeroberung zusicherte.

