Putin überdenkt Verhandlungsstrategie nach Drohnenangriff – Kiew weist Anschuldigungen zurück

Der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, seine Verhandlungsposition in den Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump über ein mögliches Kriegsende in der Ukraine zu überdenken. Grund hierfür sei ein von Kiew angeblich geplanter Terrorakt, wie aus Kremlkreisen verlautet. Putin informierte Trump telefonisch über diesen Vorfall, nachdem ukrainische Drohnen einen Anschlag auf seine Residenz in der Region Nowgorod versucht hätten, so der außenpolitische Berater Putins, Juri Uschakow, laut Interfax.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dementierte die russischen Vorwürfe vehement und bezeichnete sie als haltlose Propaganda, um ein Fortsetzen der Kampfhandlungen zu legitimieren. Erst am Sonntag hatte er in einem Treffen mit Trump in den USA über eine Beendigung des Krieges beraten – allerdings ohne durchschlagenden Erfolg.
Gleichzeitig machte der russische Außenminister Sergej Lawrow deutlich, dass sich Russland trotz des vereitelten Drohnenangriffs nicht aus den Verhandlungen mit den USA zurückziehen wolle, jedoch seine verhandlungstaktische Haltung hinterfragen werde. Zudem kündigte er Vergeltungsmaßnahmen gegen Ziele in Kiew an. Es sei jedoch festgestellt worden, dass der Drohnenangriff weder zu Verletzungen noch zu Sachschäden geführt habe. Die Ukraine setzt im Abwehrkampf gegen Russlands seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg immer wieder auf Drohnenangriffe gegen russische Ziele.

