Privatincome in den USA steigen unter Erwartungen: Eine neue Wendung für die Fed?
Das Handelsministerium der Vereinigten Staaten berichtete kürzlich, dass die privaten Einkommen im November um 0,3 Prozent gestiegen sind, was unter den Erwartungen der Analysten von 0,4 Prozent liegt. Diese Entwicklung überrascht angesichts des anhaltenden wirtschaftlichen Umfelds. Gleichzeitig nahmen die privaten Konsumausgaben im gleichen Zeitraum planmäßig um 0,5 Prozent zu.
Für den Monat Oktober liegen keine Zahlen vor, da damals eine vorübergehende Schließung von Bundesbehörden - auch bekannt als Shutdown - eine Datenerhebung verhinderte. Dieser Umstand verdeutlicht einmal mehr, wie politische Ereignisse wirtschaftliche Analysen beeinflussen können.
Ein weiterer wichtiger Indikator, der PCE-Deflator, zeigte für November eine Preisentwicklung von 2,8 Prozent. Diese Rate, die sowohl die gesamte Inflation als auch die Kerninflation umfasst, entsprach exakt den Prognosen der Experten. Bekanntlich verwendet die US-Notenbank Federal Reserve diesen Index als bevorzugtes Maß für die Preisentwicklung.
Ein besonders spannender Punkt ist, dass die Fed eine Inflationsrate von zwei Prozent anstrebt. Angesichts der aktuellen Daten und der im Dezember erfolgten Senkung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte rechnen Marktbeobachter mit weiteren Zinssenkungen für das laufende Jahr. Zu Beginn des Jahres wird jedoch kein direkter Zinsschritt erwartet.

