Pistorius äußert Zurückhaltung bei europäischer Militärmission für die Ukraine
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zurückhaltend über die möglichen Aufgaben einer europäischen Militärtruppe für die Ukraine geäußert. In Reaktion auf die Frage, welcher Beitrag seitens der Bundeswehr denkbar wäre, betonte der SPD-Politiker die Unklarheit der Situation. „Wenn Putin seine Pläne offenlegt, werden wir besser erkennen, wie eine Beteiligung konkret aussehen könnte“, erklärte Pistorius während einer Pressekonferenz in Berlin.
Während der Minister den Vorschlag einer europäischen Initiative grundsätzlich positiv bewertet, räumte er ein, bei den entscheidenden Verhandlungen nicht involviert gewesen zu sein. Diese seien in einem kleinen Kreis erfolgt, was er als nachvollziehbar ansieht. Pistorius lenkte die Aufmerksamkeit zudem auf ungelöste Fragen, beispielsweise bezüglich eines möglichen Bundestagsmandats und der Führungsstruktur der Mission.
Das gemeinsame Bekenntnis der Europäer, Mitverantwortung zu tragen und sich an den weiteren Verhandlungen zu beteiligen, sieht Pistorius als selbstverständlich an. Gleichwohl verdeutlicht er, dass viele Details noch geklärt werden müssen, bevor konkrete Schritte unternommen werden können.

