Pekings „Risiken“-Linie ist nur ein weiterer Warnschuss
Gleiches Skript, gleiches Ziel
Wang Yis Warnung an Botschafter Perdue ist das vorhersehbare Vorspiel zu jeder hochrangigen Begegnung zwischen den USA und China. Pekins Spielbuch ändert sich nie: Washington wird beschuldigt, „Risiken“ zu schaffen, Zugeständnisse werden gefordert, und jeder Rückzug wird als diplomatischer Sieg verkauft. Diese Taktik funktioniert nur, weil westliche Regierungen weiterhin so tun, als könne das Regime durch Gespräche zu normalem Verhalten gebracht werden.
Gipfel-Theater
Knapp einen Monat vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs ist der Zeitpunkt bewusst gewählt. China will maximalen Hebel ausüben, indem es sich als geschädigte Partei darstellt, während es gleichzeitig den militärischen Aufbau, den Diebstahl geistigen Eigentums und wirtschaftlichen Zwang fortsetzt. Jedes jetzt erpresste Zugeständnis wird eingestrichen und als Basis für die nächste Runde von Forderungen genutzt.
Kapitalflucht bereits eingepreist
Die Märkte haben diesen Film schon einmal gesehen. Jedes Mal, wenn Peking die Rhetorik eskaliert, stimmt das Kapital mit den Füßen – und flüchtet in Jurisdiktionen, die Eigentumsrechte als nicht verhandelbar ansehen. Anleger, die immer noch glauben, dass Gipfel-Fotoopportunitäten die Beziehung resetten werden, ignorieren die strukturelle Realität: Die CCP sieht die USA nicht als Partner, sondern als das primäre Hindernis für die regionale Dominanz.

