Ölpreise weiter in enger Handelsspanne – Geopolitische Faktoren im Fokus
Die Ölpreise setzen ihren trendlosen Verlauf fort und bleiben in einer engen Handelsspanne verhaftet. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November notierte zuletzt bei 67,23 US-Dollar, was einem Rückgang von 21 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Oktober verzeichnete einen Preisrückgang von 37 Cent und kostet nun 63,20 Dollar.
Seit Anfang August zeigen die Ölpreise wenig Bewegung und schwanken zwischen 65 und 70 Dollar. Dieser stabilisierende Trend ist das Ergebnis gegensätzlicher Einflüsse: Auf der einen Seite sorgen geopolitische Risiken, wie der anhaltende Konflikt in der Ukraine, für Unterstützung. Auf der anderen Seite übt die Entscheidung der Opec+, die Fördermengen zu erhöhen, Druck auf die Marktpreise aus.
Barbara Lambrecht, Rohstoffexpertin der Commerzbank, sieht in der fortwährenden Diskussion über weitere Sanktionen gegen Russland einen wesentlichen Unterstützungsfaktor für die Ölpreise. Wie Daten von Bloomberg belegen, sind die russischen Ölexporte per Schiff in der letzten Woche stark zurückgegangen. Lambrecht warnt jedoch, dass diese Zahlen durch die Vielzahl ukrainischer Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur möglicherweise verzerrt sein könnten.

