Ölpreis im freien Fall: Opec löst Panik aus!

Der Ölpreis ist unter die 80-Dollar-Marke gefallen, und der Markt zittert. Die Opec-Entscheidung, freiwillige Kürzungen zurückzufahren, hat nicht nur Investoren, sondern auch globale Wirtschaftsanalysten alarmiert.
Als ob ein Schalter umgelegt wurde, stürzten die Ölpreise nach der neuesten Opec-Beschlussfassung ab.

Nach dem jüngsten Treffen der Opec plus am vergangenen Sonntag sackte der Ölpreis um markante sechs Prozent ab. Der Absturz, obwohl am Donnerstag ein leichter Anstieg zu verzeichnen war, lässt die Benchmark-Sorte Brent weiterhin unter der kritischen 80-Dollar-Marke verharren – ein Tiefstand, den der Markt seit Februar nicht mehr gesehen hat.

Das Zünglein an der Waage: Freiwillige Kürzungen

Zentral für den abrupten Preisfall war die Ankündigung der Opec plus, freiwillige Produktionskürzungen, die sich aktuell auf 2,2 Millionen Barrel pro Tag belaufen, ab Oktober schrittweise bis zum Ende des Jahres 2025 zurückzufahren. Analysten hatten erwartet, dass diese Kürzungen zumindest bis Ende dieses Jahres bestehen bleiben würden.

Analysten großer Finanzinstitute wie Goldman Sachs und ING sehen die jüngsten Entwicklungen mit Sorge.

„Wir bewerten das Treffen als bearish“, erklärte ein Team von Goldman Sachs. Ähnlich äußerte sich Warren Patterson, der Chefstratege für Rohstoffe bei ING, indem er vorhersagt, dass die Rücknahme der Kürzungen „dem Markt im nächsten Jahr einen kleinen Überschuss bescheren wird.“

Doch nicht alle sind pessimistisch

Trotz der vorherrschenden Meinung, dass diese Entscheidung den Ölpreis weiter drücken könnte, gibt es auch gegensätzliche Stimmen. UBS-Analyst Giovanni Staunovo etwa widerspricht der allgemeinen Marktmeinung:

„Einige Marktteilnehmer befürchten, dass Opec plus den Markt überschwemmen könnte, aber dem stimmen wir nicht zu.“

Staunovo sieht die schrittweise Rücknahme als einen flexiblen Ansatz, der abhängig von der Marktlage angepasst werden kann.

Hinter den Kulissen spielen sich weitere Dramen ab, die den Preisverfall erklären könnten. Zwischen Banken und Akteuren am Ölmarkt bestehen umfangreiche Absicherungsgeschäfte. Finanzinstitute verkaufen Put-Optionen an Ölproduzenten, um sie gegen fallende Preise abzusichern.

Fällt der Ölpreis unter die vereinbarte Marke, sind diese Institute gezwungen, Rohöl-Futures zu verkaufen, um ihre Risiken zu minimieren – ein Mechanismus, der den Preisrutsch noch verstärkt.

Während die Opec plus betont, dass sie die Produktionserhöhung jederzeit stoppen oder umkehren könnte, bleibt der Markt vorsichtig.

Finanzen / Märkte
[InvestmentWeek] · 10.06.2024 · 11:00 Uhr
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