NVA-Veteranen als Reservisten: Ein Vorschlag zur Verstärkung der Bundeswehr
Während die Personalprobleme der Bundeswehr beständige Herausforderungen darstellen, bringt der Linken-Politiker Dietmar Bartsch eine bemerkenswerte Idee ins Spiel: Die Mobilisierung ehemaliger Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR als Reservisten. Bartsch, der ehemals selbst als Fallschirmjäger in der NVA diente, regt in einem Interview mit der 'Süddeutschen Zeitung' an, den Ausschluss dieser Gruppe möglicherweise zu überdenken. Trotz ihres Alters von über 50 Jahren könnten diese Veteranen insbesondere im Bereich Heimatschutz wertvolle Unterstützung leisten.
Die Heimatschutzregimenter der Bundeswehr, größtenteils aus Reservisten bestehend, erfüllen kritische Funktionen bei der Absicherung von Infrastruktur und der schnellen Mobilisierung von Truppen im Ernstfall. Der Reservistenstatus, der jedem zuteilwird, der in der Bundeswehr gedient und seinen Dienstgrad nicht verloren hat, umfasst derzeit statistisch etwa 860.000 Personen.
Besonders angesichts der geopolitischen Spannungen mit Russland plant die Bundeswehr eine massive Aufstockung ihrer Kräfte. Die aktuelle Zahl von circa 182.000 aktiven Soldaten soll auf 260.000 gesteigert werden. Parallel dazu ist eine Erhöhung der Zahl der Reservisten auf 200.000 vorgesehen, insbesondere durch einen neuen, auf Freiwilligkeit beruhenden Wehrdienst. Die Heimatschutzregimenter haben in letzter Zeit ebenfalls 'Ungediente', also Personen ohne vorherige Bundeswehr-Erfahrung, für ihre Aufgaben geschult.

