Novartis trotzt Generika-Druck: Wachstumssignale und Übernahme-Pläne
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis stand im Schlussquartal 2025 unter dem Druck von Nachahmermedikamenten und blieb beim Umsatz nahezu stabil. Der Umsatzschwund ist hauptsächlich auf die Belastungen durch Generika zurückzuführen. Für 2026 erwartet das Management ein besonders schwieriges erstes Halbjahr, das von den Auswirkungen der Konkurrenzprodukte geprägt sein wird. Allerdings blickt Novartis zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte, in der ein Aufschwung zu erwarten ist.
Zur Wochenmitte zeigte sich die Novartis-Aktie in Zürich zunächst stabil, hob sich jedoch ab Mittag und legte um 2,5 Prozent zu, was für das Jahr ein Plus von etwa neun Prozent bedeutet. Innerhalb von zwölf Monaten stieg der Kurs insgesamt um 25 Prozent. Analysten von Goldman Sachs beschrieben die operativen Ergebnisse als im Wesentlichen im Einklang mit den Erwartungen, obwohl der Ausblick unter den Hoffnungen lag. Die geplante Übernahme des US-Unternehmens Avidity könnte jedoch die Erwartungen der Experten beeinflussen und dabei das Risiko von Anpassungen der Konsensschätzungen minimieren.
Novartis-Chef Vasant Narasimhan prognostiziert eine generikabedingte Umsatzbelastung in Höhe von etwa 4 Milliarden US-Dollar für 2026. Der Effekt der Konkurrenzprodukte wird in der ersten Jahreshälfte stärker ausgeprägt sein, da Generika von Entresto, Promacta und Tasigna in den USA erst in der zweiten Jahreshälfte 2025 eingeführt wurden. Ab Mitte 2026 erwartet Novartis eine Abschwächung dieser Effekte und ein moderates Umsatzwachstum.
Obwohl ein Rückgang des operativen Kernergebnisses für das Jahr erwartet wird, sollen die Gewinne bereits im zweiten Halbjahr wieder steigen. Langfristig bleibt das Management optimistisch und rechnet bis 2027 mit einer Rückkehr zum Gewinnwachstum. Für das vierte Quartal 2025 verzeichnete Novartis einen einprozentigen Umsatzanstieg auf 13,3 Milliarden US-Dollar, während das operative Ergebnis um zwei Prozent auf 3,6 Milliarden kletterte. Doch der Netto-Gewinn sank auf 2,4 Milliarden US-Dollar, was höheren Steuerlasten zugeschrieben wird.
Auf Jahresbasis erzielte Novartis Umsätze von 54,5 Milliarden Franken, was einem nominalen und währungsbereinigten Wachstum von acht Prozent entspricht. Der Jahresgewinn stieg auf 14 Milliarden Franken und die Aktionäre dürfen sich über eine erhöhte Dividende von 3,70 Franken freuen.

