Neues Kapitel für Deutschland: Merz setzt auf Partnerschaft mit Frankreich und Polen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach Amtsantritt einen umfassenden "Neustart" der Beziehungen zu Frankreich und Polen angekündigt. Einen Tag nach seiner spannenden Wahl brach er nach Paris und Warschau auf, um die europäische Zusammenarbeit angesichts geopolitischer Herausforderungen unter Staatschefs wie Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping zu stärken.
In Paris wurde Merz herzlich von Emmanuel Macron im Élysée-Palast empfangen. Die beiden Staatsmänner versprachen, der deutsch-französischen Freundschaft neuen Schwung zu geben und auf allen Ebenen enger zu kooperieren. Auf einer Pressekonferenz verdeutlichten sie ihre Pläne, Europa durch neue Gesprächsformate und Programme fit für die Zukunft zu machen.
Besonders deutlich war die Entschlossenheit, Themen wie Souveränität, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam anzugehen. Macron sprach dabei von einem "deutsch-französischen Reflex", der systematisches gemeinsames Handeln fördern soll.
In der Vergangenheit war die Beziehung zwischen Macron und Merz' Vorgänger Olaf Scholz als schwierig beschrieben worden, vor allem in Bezug auf Macrons Vorschläge zur europäischen Souveränität. Friedrich Merz hingegen zeigt sich offen für eine Debatte über eine gemeinsame nukleare Abschreckung mit Frankreich und Großbritannien, als Ergänzung zum amerikanischen Schutz.
Auch die Beziehungen zu Polen standen im Fokus. Merz betont die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck und möchte die "Sprachlosigkeit" mit Warschau beenden. Er plant einen neuen Freundschaftsvertrag mit Polen, zu einem symbolträchtigen Datum im Jahr 2026, um die Beziehungen zu vertiefen.
Merz wird auf seiner ersten Auslandreise von Außenminister Johann Wadephul begleitet, was auf eine kohärente Außenpolitik hinweist. Die Anwesenheit beider zeigt den Willen, neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit zu setzen.

