Neuer Schub für Gaskraftwerke in Deutschland: Einigung zwischen EU und Bundesregierung
Die EU-Kommission und die Bundesregierung haben sich auf wesentliche Eckpunkte zur Errichtung neuer Gaskraftwerke in Deutschland geeinigt. Diese Entwicklung wurde vom Bundeswirtschaftsministerium angekündigt und soll die Versorgungssicherheit im Land erheblich stärken. Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche hob die Bedeutung dieser Einigung hervor, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie weiterhin zu gewährleisten.
Um diesen Kraftwerksplan umzusetzen, ist eine Ausschreibung von sogenannten steuerbaren Kapazitäten, in Höhe von 12 Gigawatt, noch für dieses Jahr vorgesehen. 10 Gigawatt davon sollen durch ein langfristiges Kriterium definiert werden, was bedeutet, dass die bezuschlagten Kapazitäten kontinuierlich Strom liefern müssen. Ziel ist es, diese Kapazitäten bis spätestens 2031 in Betrieb zu nehmen.
Die neuen Kraftwerke sollen wasserstofffähig und bis 2045 dekarbonisiert sein. Parallel dazu plant die Regierung beträchtliche Förderungen, um den Bau dieser Anlagen finanziell zu unterstützen, da derzeitige Investoren aufgrund unzureichender Auslastung zögern. Für die Realisierung der Förderung bedarf es noch der Zustimmung der EU-Kommission.
Diese neuen Gaskraftwerke sollen als flexible Backuplösung fungieren, um etwaige Schwankungen bei erneuerbaren Energien auszugleichen. Da Deutschland sich schrittweise von der Kohleverstromung bis 2038 verabschiedet und bereits aus der Kernenergie ausgestiegen ist, sind diese Maßnahmen entscheidend für die zukünftige Energielandschaft.

