Neuer Aufschwung für den Klimaclub: Minister Schneider belebt globales Netzwerk
Der von Ex-Kanzler Olaf Scholz initiierte "Klimaclub" zur grünen Transformation der Industrie erfährt durch Umweltminister Carsten Schneider neue Impulse. Auf der UN-Klimakonferenz in Brasilien lobte Schneider das mittlerweile auf 47 Länder angewachsene Netzwerk als einzigartiges Vorhaben. Es bietet eine Plattform für die enge Zusammenarbeit des globalen Südens und Nordens auf politischer und fachlicher Ebene. Wesentliches Ziel ist die Reduzierung des Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase, besonders in der Zement- und Stahlproduktion – beide sind essenzielle Grundstoffe für alle Volkswirtschaften.
Kanzler Friedrich Merz zeigte sich bei einem kurzen Besuch in Belém indifferent gegenüber diesem Herzensprojekt seines Vorgängers, was zur Folge hatte, dass der Club vorerst in den Hintergrund rückte. Dennoch setzt sich nun Schneider verstärkt dafür ein, den Klimaclub wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. "Die Transformation der Industrie ist zentral für den Klimaschutz", so Schneider. In seinen Augen fördert sie Innovationen, zieht Investitionen an und schafft zukunftssichere Arbeitsplätze. Die internationale Kooperation ist dabei essenziell, da Industrieprodukte global gehandelt werden.
Der Klimaclub umfasst Länder wie Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Japan, Australien und die Türkei. Zu Beginn der COP30 hat der Club eine Erklärung veröffentlicht, die sowohl öffentliche als auch private Akteure – insbesondere Unternehmen und Finanzinstitutionen – auffordert, verstärkt Kapital für die Dekarbonisierung der Industrie bereitzustellen und ihre Strategien auf die Ziele des Pariser Abkommens abzustimmen. Ihr Engagement für eine saubere industrielle Entwicklung wird als unerlässlich erachtet.

